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Freitag, 24. Mai 2013

Der Vollmond am 25. Mai: Vollmondmeditation, penumbrale Finsternis und turbulente Zeiten

Yogiraj Gurunath Siddhanath überträgt wieder heilsame, friedvolle, liebevolle Energie zum morgigen Vollmond. Niemand auf dieser Welt soll ohne Liebe bleiben!
Hier ein Auszug aus dem aktuellen newsletter der Hamsa Yoga Sangh:

„Namaste,
Full Moon Greetings to All! May this Full Moon bring peace and love in our lives! On every Full Moon, Yogiraj Siddhanath and the Hamsa Yoga Sangh (HYS) serve humanity by sending out powerful peace vibrations to the Earth, through the collective Earth Peace Meditation. The next Full Moon Day, on May 24th, brings an opportunity for us to serve humanity by participating in the collective Earth Peace Meditation, and spreading Earth Peace through Self Peace.
Yogiraj
On the Full Moon day, Yogiraj transmits Shaktipat healing energy worldwide to help evolve humanity into a peaceful coexistence. You can take advantage of this healing transmission by connecting yourself to Yogiraj and becoming open and totally receptive to his transmissions. You can also participate actively in Yogiraj’s mission of ‘Earth Peace through Self Peace’ by doing the Earth Peace Meditation. If you would like to learn the Earth Peace meditation, you can watch Yogiraj demonstrate it on this online video.

As group meditation is known to multiply the positive vibrations emitted by Earth Peace Meditation, it is advisable to do this meditation in groups. Earth Peace Meditation can be done in comfortable settings like your living room, terrace, yoga studio, and even on a beach. The minimal requirements of the Earth Peace Meditation make it easy to be done in a group. However, if joining a group is not possible, then you can do the Earth Peace Meditation alone and be a part of Hamsa Yoga Sangh’s global efforts to spread Earth Peace.“
 
Morgen ereignet sich auch wieder eine „kleine Mondfinsternis“, d.h., der Mond wird nicht völlig verdeckt, sondern tritt nur in den Halbschatten der Erde ein und verfinstert sich dadurch etwas. Dieses astronomische Ereignis ist nach der Mondfinsternis vom 25. April und der Sonnenfinsternis vom 10. Mai die dritte „Verdunkelung“ am Himmel in kurzer Zeit.

Die von mir sehr geschätzte Christa Heidecke, Astrologin aus Kiel, analysiert auf ihrem Blog 2012sternenlichter derartige Ereignisse immer im Bezug auf Völker und Staaten und kommt regelmäßig zu verblüffenden Einsichten. Als sie beim letzten Mal sagte „schnallt euch an, es wird spannend“ durften wir kurz danach aus der Zuschauerperspektive die Enteignung der zypriotischen Sparer erleben – wohlgemerkt nicht einen Haircut der Aktionäre, die ja wirkliche Anteilseigner der Institute sind, nein, aber man war sich einig: Die Kontoinhaber, welche ihre Groschen gutgläubig in Verwahrung gegeben hatten, sollen mit dran glauben. Grund: „Gerechtigkeit“, was auch sonst.

Zum morgigen Ereignis und bis hin zum nächsten Neumond sieht Christa wieder dunkle Wolken am Ereignishorizont heraufziehen. Manipulationen können viel überdecken, insofern ist ihre Warnung völlig ohne Gewähr, aber dennoch sehr klar: „Auch wenn es schon öfter nach einem Crash aussah, er war noch nie so nah wie jetzt. Es kann nun jederzeit losgehen - zumindest eine Zwangsabgabe - ich schätze ab Ende Mai, auf jeden Fall dürfte es zum nächsten Neumond um den 8.06. soweit sein. Nehmt es als gut gemeinte Warnung – diesmal scheint es ernst zu sein.“

Turbulenzen sind ja zur Zeit schon überall sichtbar: Krawalle in Schweden, der grausame Soldatenmord in London, die japanische Börse ächzt und dafür steigen die Bonds, heute leiten britische Kampfjets eine pakistanische Passagiermaschine um (mal sehen, was dahinter steckt), ….

Ich denke, ruhig bleiben, friedlich sein und die wunderbare shaktipat Yogirajs dankbar aufnehmen ist eine gute Sache – aber gewarnt bleiben und die Augen offen halten auch!

Alles Liebe,
Sat Nam,

Mirabai


Quellen:
Yogirajs deutsche Seite: http://www.siddhanath.de/





Montag, 22. April 2013

Pradosham – Zeit, Karma aufzulösen am Dienstag, den 23. April

Wieder ist es so weit, am morgigen Dienstag ist der 13. Mondtag des zunehmenden Zyklus und damit ergibt sich in der Stunde der Abenddämmerung bis zum Sonnenuntergang wieder das astrologisch bedeutsame Zeitfenster des Pradosham. Zeit, karmische Blockaden aufzulösen!

Das Mantra: Thiru Neela Kantam, mindestens 108 mal rezitiert, besser ein Viefaches oder gleich 1008 mal.
Man konzentriert sich dabei auf das Halschakra und visualisiert dort ein blaues Licht – entsprechend Sivas blauem Fleck auf seinem Hals.
Sonnenuntergang: gegen 20:15 Uhr.

Ich mache immer auf Pradosham aufmerksam, und wer noch nicht wirklich weiß, worum es sich hierbei handelt, dem seien meine älteren Posts zum Thema empfohlen:

  • Für allgemeines zur Mantra-Praxis verweise ich auf meinen Artikel „Kleiner Mantra-Kurs“ vom 16.03.2013.
  • Artikel zu Pradosham habe ich am 24.03.2013, am 07.03.2013, am 22.02.2013 und am 24.01.2013 verfasst.
  • Mehr zum Thema Karma steht in den drei Kapiteln vom 16., 18. und 21.01.2013.
  • Einen ersten Astrologie-Artikel habe ich am 02.01.2013 veröffentlicht.

Viele Grüße von

Mirabai



Sonntag, 7. April 2013

Zeit, um Karma aufzulösen – Pradosham am Sonntag, den 07. April

Heute ist wieder der 13. Mondtag eines Zyklus, diesmal des abnehmenden, und damit ist nach vedischer Auffassung in der Stunde der Abenddämmerung bis zum Sonnenuntergang wieder eine gute Zeit zum beten, meditieren und Mantra rezitieren. Karma auflösen ist angesagt!

Sonnenuntergang ist bei mir im Nürnberger Land um 19:54 Uhr.

Das entsprechende Mantra ist „Thiru Neela Kantam“, mindestens 108 mal rezitiert, besser ein Vielfaches davon, oder gleich 1008 Mal.


Viele herzliche Sonntagsgrüße von

Mirabai


P.S.:
  • Für allgemeines zur Mantra-Praxis verweise ich auf meinen Artikel „Kleiner Mantra-Kurs“ vom 16.03.2013.
  • Artikel zu Pradosham habe ich am 24.03.2013, am 07.03.2013, am 22.02.2013 und am 24.01.2013 verfasst.
  • Mehr zum Thema Karma steht in den drei Kapiteln vom 16., 18. und 21.01.2013.
  • Einen ersten Astrologie-Artikel habe ich am 02.01.2013 veröffentlicht.



Freitag, 22. März 2013

Zeit, um Karma aufzulösen – Pradosham am Sonntag, den 24. März

Am kommenden Sonntag ist der 13. Tag im zunehmenden Mondzyklus, und damit ergibt sich ein günstiges Zeitfenster für esoterische Rituale zum auflösen hartnäckigen Karmas. An diesem Tag in der Stunde der Abenddämmerung und zum Zeitpunkt des Sonnenuntergangs rezitierte Mantren und Gebete zu Siva gelten in der vedischen Astrologie als besonders kraftvoll. Wer sich im Trott gefangen fühlt, Endlosschleifen an Mühen erlebt oder einfach Hilfe und Gnade braucht, kann sich (nicht nur dann) vertrauensvoll Siva zuwenden.

Mantra für Pradosham: „Thiru neela kantam“, mindestens 108 mal wiederholt, besser ein Vielfaches oder gleich 1008 oder 10008 Wiederholungen.

In Nürnberg geht die Sonne am Sonntag um 18:32 Uhr unter, und ich werde auf jeden Fall wieder meine Mantra-Praxis ausüben, um meine Lasten Stück für Stück immer weiter abzulegen.


Alles Liebe,

Mirabai


P.S.:
  • Für allgemeines zur Mantra-Praxis verweise ich auf meinen Artikel „Kleiner Mantra-Kurs“ vom 16.03.2013.
  • Artikel zu Pradosham habe ich am 07.03.2013, am 22.02.2013 und am 24.01.2013 verfasst.
  • Mehr zum Thema Karma steht in den drei Kapiteln vom 16., 18. und 21.01.2013.
  • Einen ersten Astrologie-Artikel habe ich am 02.01.2013 veröffentlicht.



Freitag - mit der schönen Venus feiern

Der vedische Gott des Planeten Venus heißt Shukra. Sein Element ist das Wasser, seine Farbe ist Weiß. Er wird assoziiert mit Liebe, Heirat, Komfort und Bequemlichkeit, Wohlstand, Luxus, Schönheit, den Künsten, Sinnlichkeit und Sexualität. Shukra ist von freundlichem Wesen.

Shukras Mantra:
„Om Shukrayaa namaha“, 108 mal wiederholt

oder

„Om namo bhagavate paarashuuramaaya“, 108 mal wiederholt.

Die übergeordnete Gottheit von Shukra ist Lakshmi, die gütige Göttin des Glücks, der Freude, des Reichtums und der Schönheit. Besonders die indischen Frauen beten zu ihr und verehren sie. Ihre Samensilbe, das beej Mantra, ist shreem.

Lakshmis Mantra:

„Om shreem Lakshmiyai namaha“, 108 mal wiederholt.
Lakshmis Gayatri:

„Om Mahaadevyai cha vidmahe, Vishnupatniyai cha dimahi, tanno Lakshmi prachodayaat“, 108 mal wiederholt.

Es gilt als glückbringend, am Lakshmi-Tag Freitag den Kanakadhara-Stotram zu singen (für Europäer genügt es vielleicht, ihn nur anzuhören). Shankaracharya, der verehrte Reformator des Hinduismus, hat diese Hymne komponiert.

Adi Shankara zog als junger Mönch besitzlos und bettelnd umher, wie es eben Brauch war. Dabei kam er auch zu der Hütte einer Brahmanin, die sehr arm war, aber eine nobles, großzügiges Herz hatte. Sie hatte nichts weiter zu essen im Haus außer einer kleinen Amla-Beere, die sie dem jungen Bettelmönch schenkte, denn sie wollte ihn nicht ohne eine Gabe wegschicken. Adi Shankara war so bewegt von der Selbstlosigkeit dieser Frau, daß er spontan überwältigt den Kanakadhara Stotram zu Ehren Mahalakshmis erdichtete und sang. Die Göttin wiederum war so gerührt von der Hymne des Mönches, daß sie in diesem Moment Goldstücke, welche die Form von Amlabeeren hatten, über das Haus der armen Brahmanenfrau regnen ließ.

Hier ein link zum Kanakadhara Stotram, gesungen von Uma Mohan (sehr schön, aber leider gekürzt!):

Hier eine lange Version (aber sehr indisch...):


Den reichen Segen der wunderbaren Muttergöttin Lakshmi wünscht

Mirabai


P.S.: Die Einleitung zur Planeten-Mantra-Reihe steht im Artikel vom 16.03.2013 „Freundschaft mit den Planeten schliessen“, für allgemeines zur Mantra-Praxis bitte meinen Artikel vom 16.03.2013 „Kleiner Mantra-Kurs“ beachten!
P.P.S.: Bezüglich der Aussprache der Mantren – bei YouTube gibt es unzählige Aufnahmen!




Donnerstag, 21. März 2013

Donnerstag – dem Lehrmeister der Götter, Jupiter, die Ehre erweisen

Der Gott des Planeten Jupiter heißt in Indien Brihaspati und ist der weise Lehrer und Priester der Götter, der Götter-Guru. Er repräsentiert höheres Wissen uns Spiritualität. Seine Farbe ist (gold)gelb, sein Element ist Aakash oder Äther. Brihaspati gilt als der wohlwollendste aller Planeten.

Mantra für Brihaspati:

„Om Gurave namaha“, 108 mal wiederholt.
oder

„Om namo bhagavate vamanadevaaya“, 108 mal wiederholt.


Die übergeordnete Gottheit Brihaspatis ist Siva, es wird auch Brahma beschrieben. Mantren, die Siva, bzw. Brahma gewidmet sind, besänftigen und transformieren auch Brihaspati.

„Om namah shivay“, 108 mal wiederholt

oder

„Om tatpurushaaya vidmahe, mahadevaaya dimahi, tanno rudra prachodayaat“, 108 mal wiederholt

oder

„Om chathur mukhaaya vidmahe, hamasroodaaya dimahi, tanno Brahma prachodayaat“, 108 mal wiederholt.



Den reichen Segen des Götter-Gurus wünscht
Mirabai


P.S.: Die Einleitung zur Planeten-Mantra-Reihe steht im Artikel vom 16.03.2013 „Freundschaft mit den Planeten schliessen“, für allgemeines zur Mantra-Praxis bitte meinen Artikel vom 16.03.2013 „Kleiner Mantra-Kurs“ beachten!
P.P.S.: Bezüglich der Aussprache der Mantren – bei YouTube gibt es unzählige Aufnahmen!



Mittwoch, 20. März 2013

Mittwoch - ein neues Band zum Götterboten Merkur knüpfen

Der vedische Gott des Planeten Merkur heißt Budha. Seine Farbe ist grün, sein Element ist die Erde. Er ist der Gott des Handels und der Händler und repräsentiert Kommunikation, Intelligenz, Urteilsfähigkeit und Humor. Im Horoskop gut platziert, fördert er Wohlstand und Einkommen. Budha gilt als milde, flink und inspirierend.

Budhas Mantra:

„Om Budhaya namaha“, 108 mal wiederholt,

oder

„Om namo bhagavate Budhadevaaya“, 108 mal wiederholt.


Budha übergeordnet ist Vishnu. Alle Verehrung für Vishnu ist auch förderlich und ausgleichend für Budha.

Vishnus Gayatri:
„Om Naraayanaaya vidmahe, Vasudvaaya dimahi, tanno Vishnu prachodayaat“, 108 mal

oder
„Om namo naraayanaaya“, 108 mal.


Einen schwungvollen, inspirierten Mittwoch wünscht

Mirabai


P.S.: Die Einleitung zur Planeten-Mantra-Reihe steht im Artikel vom 16.03.2013 „Freundschaft mit den Planeten schliessen“, für allgemeines zur Mantra-Praxis bitte meinen Artikel vom 16.03.2013 „Kleiner Mantra-Kurs“ beachten!
P.P.S.: Bezüglich der Aussprache der Mantren – bei YouTube gibt es unzählige Aufnahmen!



Dienstag, 19. März 2013

Dienstag - den Marsgott versöhnen

Der vedische Gott des Planeten Mars heißt Mangala, Angaraka oder Kuja. Seine Farbe ist rot, sein Element ist das Feuer. Er ist der Gott des Krieges und Oberster Befehlshaber der Himmlischen Armee. Sein Naturell ist impulsiv und mutig, er ist eine geborene Führerpersönlichkeit.

Planetenmantra für Mangala:

„Om Mangalyai namaha“, 108 mal wiederholen

oder:

Mantra an Narasingha Dev:
„Om namo bhagavate Narasinghaya“, 108 mal wiederholen.


Die übergeordnete Gottheit für Mangala ist Skanda, auch Muruga, Subramanya oder Kumara genannt. Alle Verehrung, die Muruga entgegen gebracht wird, besänftigt auch Mangala.

Murugas Mantra:
„Om shaaravaanabhavaaya namaha“, 108 mal wiederholt.


Den Segen des mächtigen Gottes Mangala wünscht
Mirabai


P.S.: Die Einleitung zur Planeten-Mantra-Reihe steht im Artikel vom 16.03.2013 „Freundschaft mit den Planeten schliessen“, für allgemeines zur Mantra-Praxis bitte meinen Artikel vom 16.03.2013 „Kleiner Mantra-Kurs“ beachten!
P.P.S.: Bezüglich der Aussprache der Mantren – bei YouTube gibt es unzählige Aufnahmen!



Montag, 18. März 2013

Montag - den Mondgott ehren

Der vedische Mondgott heißt Chandra oder auch Soma. Seine Farbe ist weiß, sein Element ist das Wasser. Er gilt als Herrscher über die Gedanken- und Gefühlswelt und ist freundlich und spirituell.

Planetenmantras für Chandra, bzw. Soma:

„Om chandrayai namaha“, 108 mal wiederholt

oder

„Om somayai namaha“, 108 mal wiederholt

oder

Krishna-Mantra:
„Om namo bhagavate vasudevaaya“, 108 mal wiederholt.


Die übergeordnete Gottheit für Chandra, bzw. Soma ist die Große Muttergöttin, Mahadevi oder Parvati. Alle Mantren und alle Verehrung, die ihr gewidmet sind, besänftigen auch Chandra.

„Om kleem parvatiyai namaha“, 108 mal wiederholt

oder

Parvati Sloka:
"Om sarva mangala maangalye, shive sarvaartha saadhike, sharanye tryambake gaurii, naaraayanii namostute" , 108 mal wiederholt.


Allen Segen der Muttergöttin wünscht
Mirabai


P.S.: Die Einleitung zur Planeten-Mantra-Reihe steht im Artikel vom 16.03.2013 „Freundschaft mit den Planeten schließen“, für allgemeines zur Mantra-Praxis bitte meinen Artikel vom 16.03.2013 „Kleiner Mantra-Kurs“ beachten!
P.P.S.: Bezüglich der Aussprache der Mantren – bei YouTube gibt es unzählige Aufnahmen.





Samstag, 16. März 2013

Freundschaft mit den Planeten schliessen

Die Planetenkonstellation zu der Zeit, wenn der Mensch seinen ersten Atemzug nimmt, gilt in der Astrologie als grundlegender Ausgangspunkt für seinen kommenden Lebensweg. Derjenige, der die Sternenschrift entziffern kann, gewinnt verblüffende Einsichten in das Schicksal eines einzelnen. Charakterliche Eigenschaften, Beziehungsthemen, berufliche Dispositionen, Geld und Güter, gesundheitliche Anlagen, gute und schlechte Zeiten – im Grunde kann alles wesentliche über einen Menschen vom Geburtszeitpunkt her mit seinen Entwicklungstendenzen abgelesen werden. Die Planeten sind also die Vermittler unserer ursprünglichsten Lebensumstände, unseres mit in dieses Leben gebrachte Karmas.

Dabei stecken wir aber nicht fest und sollten uns keiner defätistischen Sichtweise ergeben, sondern die Herausforderung annehmen und durch bewusste Entscheidungen und Ausnutzung günstiger Zeiten das beste aus unseren Anlagen machen. „Taking good care of the presence can even transform the past“ - dieses buddhistische Sprichwort weist darauf hin, daß uns Achtsamkeit immer helfen kann, aus unseren Automatismen auszubrechen, und sogar unsere Vergangenheit mit ihren Auswirkungen auf das Jetzt beeinflussen und klären kann. (Allerdings weiß jeder, der es schon mal versucht hat, daß die Sache mit der Achtsamkeit eine nicht so ganz einfache ist...)

Das besondere an der vedischen Astrologie, am Jyotish, ist die Tatsache, daß sie nicht nur eine Analyse unserer Anlagen, Lebensverhältnisse und Tendenzen bietet, sondern spezielle esoterische Rituale kennt, die uns helfen, die Planeteneinflüsse zum Guten hin zu verändern. Die Planeten gelten in der hinduistischen Tradition nicht nur als unbelebte Materieklumpen, die blind und wild durch´s All rasen, sondern als Wesenheiten mit bestimmten Charaktereigenschaften.

Da ist die Surya, die Sonne, Herrscher über die anderen Planeten unseres Sonnensystems, Willenskraft und Ruhm schenkend; Chandra, der mütterliche, Emotionen vermittelnde Mond; Mangala, der kriegerische Mars und Lehrer der okkulten Wissenschaften; Shukra, die künstlerische, sinnliche Venus; Buddha, der freundliche, eloquente Merkur und Gott aller Händler; Shani, der strenge Lehrmeister und Karmaherrscher Saturn; und Brihaspati, Jupiter, der große weise Lehrer und Guru. Außerdem kennt man im Jyotish noch die nicht-körperlichen Schattenplaneten Rahu und Ketu, den nördlichen und den südlichen Mondknoten. Beide haben subtilen, jedoch großen und oft verwirrenden Einfluss auf die Menschen. Rahu drängt uns in die materielle Welt und hin zu weltlichem Erfolg, Ketu dagegen zur Entsagung.

Wenn es hart zugeht in unserem Leben und das Karma uns beschwert, ist es sicher eine gute Idee, sich den Planeten (wieder) zuzuwenden, sie zu besänftigen und zu ehren, um neue Freundschaft mit ihnen zu schließen. Wie durch die Hinwendung zu einem Menschen auch können wir dadurch eine Klärung erreichen. Ein zu schwaches Band kann gefestigt und neu belebt werden, und sogar eine schädliche, vergiftete Beziehung kann sich ändern - von Feindseligkeit zu Freundschaft.

Um die Planetenwesen zu ehren können wir ihre jeweiligen Mantren rezitieren. Diese Praxis ist immer hilfreich, denn sie wirkt bei geschwächten Planeten stärkend und bei aggressiven transformierend; man braucht also keine Bedenken zu haben, ein mögliches Ungleichgewicht noch zu vergrößern.

Wer genau weiß, von welcher (Planeten-)Seite her der Schuh des Lebens drückt, d.h., wer schon einmal eine astrologische Analyse hat machen lassen, kann das Mantra des jeweiligen Planeten täglich rezitieren. Wer sich nicht weiter auskennt, kann die etwas langwierigere, aber dafür sehr gründliche Methode wählen, und den Herrscher des jeweiligen Wochentages mit seinem Mantra versöhnen – und damit sehr effektiv an seinen karmischen Lasten arbeiten. Sieben Wochentage, sieben zugeordnete Planeten, plus am Samstag Abend Zeit für Rahu und am Dienstag Abend Zeit für Ketu. Auf diese Weise wird eine völlig neue Ausrichtung und Klärung unsere Planetenbeziehungen erreicht – vorausgesetzt, wir beweisen eine gewisse Disziplin bei dieser Praxis.

Und wie geht’s jetzt hier an dieser Stelle, diesem Blog, weiter?
Ich werde täglich einen kleinen Artikel mit dem jeweiligen Planetenmantra verfassen, morgen geht’s los mit Surya, dem Sonnengott.


Den Segen der Sterne wünscht

Mirabai



P.S.:
  • Für allgemeines zur Mantra-Praxis verweise ich auf meinen vorherigen Artikel von heute.
  • Mehr zum Thema steht auch bei den drei Kapiteln zum Thema Karma von 16., 18. und 21.01.2013.
  • Einen ersten Astrologie-Artikel habe ich am 02.01.2013 verfasst.
  • Interessant für alle Beladenen und Belasteten sind sicher auch die Artikel zu Pradosham, der letzte vom 07.03.2013.

P.P.S.: Ich bin keine Astrologie-Fachfrau, aber wunderbare Analysen der westlichen Astrologie macht Christa Heidecke aus Kiel.
Für vedische Horoskope und inklusive Korrekturen empfehle ich Friedrich Asen aus Österreich.
(Beide sind übrigens weder mit mir verwandt, noch verschwägert, auch bekomme ich keinerlei Fangprämien für Kundenvermittlung! Ich gebe nur meine Meinung und Erfahrung wieder.)


Donnerstag, 7. März 2013

Karma auflösen am 13. Mondtag - Saturn Pradosham am Samstag, den 09. März 2013

Am kommenden Samstag ergibt sich in der Stunde der Abenddämmerung bis zum Zeitpunkt des Sonnenunterganges nach hinduistischer Tradition wieder eine sehr gute Möglichkeit, Karma rituell aufzulösen.

Dieses Zeitfenster vor dem Sonnenuntergang kann prinzipiell jeden Tag genutzt werden, besonders günstig ist diese Zeit jedoch am 13. Tag des zu- oder abnehmenden Mondes. Fällt dieser 13. Mondtag dazu noch auf einen Samstag, gibt es ein Großes Pradosham oder Maha Pradosham, auch Saturn Pradosham oder Shani Pradosham genannt.

Der Sonnenuntergang ist hierzulande kurz nach 18.00 Uhr abends, und vertrauensvolle Gebete zu Siva um Hilfe sowie das Rezitieren Seines Mantras „Thiru Neela Kantam“, mindestens 108 Mal, besser ein Vielfaches davon oder gleich 1008 Male, sind dann sehr viel wirkungsvoller als sonst.

Wer wirklich schwer an seiner Vergangenheit trägt, wer sich nach Veränderung sehnt und doch nicht aus seiner alten Spur herauskommt, dem sei diese Zeit besonders ans Herz gelegt. Denn es gilt, zuerst das Alte wegzuräumen um Platz zu schaffen, und dann erst das Neue einzuladen.
Übrigens sollte man sich nicht wundern, wenn in der Nacht des Shani Pradosham heftig geträumt wird! Daran wird sehr sichtbar, wie das Ritual, das Mantra, arbeiten.

Alles Liebe, alles Licht wünscht
Mirabai

P.S.: Ich verweise für mehr Infos noch auf meine früheren Artikel zu Pradosham!

Montag, 21. Januar 2013

Karma (dritter Teil)

In diesem Teil werde ich die Techniken zumindest anreißen, die mir geholfen haben, mein zu schleppendes Päckchen zu verkleinern. Details kommen dann in einzelnen Kapiteln.
Was ich schreiben werde, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ist wissenschaftlich garantiert fragwürdig und statistisch gesehen ohne jede Aussagekraft, weil ich allein kein Studienkollektiv stellen kann... ;o) Dieser Blog geht also bestenfalls als Sammlung meiner Hausrezepte durch!

Vorneweg: Burn-out und Depressionen bis hin zu Suizidgedanken sind mir gut bekannt. Auf medikamentöse Behandlung, z.B. mit Antidepressiva, habe ich völlig verzichtet, denn im Hinterstübchen meines Hirns war mir klar, daß mein ganzes Elend im Grunde kein Zufall war, sondern schlichtweg hausgemacht. Wie es so schön heißt: Es gibt kein richtiges Leben im falschen, und wenn ich ehrlich zu mir selber war, wusste ich, daß das Leben, das ich führte, der Grund für mein Kranksein war. Der Grund dafür, daß ich kaum noch aufstehen konnte, daß ich schlecht schlief, daß ich ständig Horrorgefühle im Bauch hatte, daß sich mein Körper zerschlagen wie eine einzige Wunde anfühlte und ich körperlich Schmerzen hatte, und dafür, daß sich die entsetzlichsten Gedankenkarusselle in meinem Kopf drehten. Ich wollte mich nicht mit Tabletten betäuben, nur um das Elend nicht mehr spüren zu müssen, und um weiter in meinem schrecklichen Hamsterrad zu funktionieren. Ich wollte wirklich ein besseres Leben für mich, ich wollte, daß es mir wieder gut ginge und daß die Sonne auch für mich wieder scheinen würde.
Insofern möchte ich meine Erfahrungen keinesfalls als Patentrezepte verstanden wissen, jemand anders braucht vielleicht wirklich zumindest gelegentlich Medikamente, um die tiefen Täler durchzustehen. Allerdings glaubte ich zunächst noch an Wundertechniken, die mir helfen sollten, mein Leben im Prinzip irgendwie doch ohne große, umwälzende Aufräumarbeiten weiter zu führen, mit nur kleineren Korrekturen hier und da. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß!

Was war damals mein Leben? Alleinerziehende Mutter, also generell stark belastet, ein stressiger Vollzeitjob im Außendienst, der mir nicht das geringste an Befriedigung gab und nur dazu da war, die Kohle für die Miete reinzuholen, und zeitweise noch eine Beziehung mit einem Mann, der im Grunde ein besitzergreifender Stalker war, der mich in jeder Minute belagerte und den ich letztendlich nur mit Hilfe der Polizei los wurde. Genug also, um sagen zu können, daß es nicht rosig war bei mir! Und wenn Sie nach meiner Kindheit fragen, wie das ja Psychologen immer tun, dann sage ich, daß mich keiner geschlagen hat und ich genug zu essen hatte und ein Dach über dem Kopf. Das ist vergleichsweise nicht ganz wenig, aber das sind eben auch nur die absoluten Basics. Glück ist was anderes.
Zusammengefasst: Ich hatte einiges aufzuräumen!

Was hat mir wenig geholfen? Gesprächspsychotherapie. Ich bin selber ein verkopfter Mensch, der vom hundertsten zum tausendsten kommt und denkt und theoretisiert und philosophiert. Sollte der Intellekt bei psychischen Problemen wirklich eine transformierende Wirkung haben, wäre ich die gesündeste Frau der Welt gewesen! Im übrigen glaube ich, daß der Verstand die Sprache der Seele nicht wirklich versteht, weder ihre Mystik, ihre Bilder, noch die Sehnsüchte. Der Verstand ist ein Buchhalter, vielleicht auch ein Ingenieur, aber die wilde, sanfte, unlogische, irrationale, liebevolle, sehnsüchtige, weise Seele will nicht beschnitten, klassifiziert, organisiert oder verwaltet werden. Sie will nicht nützlich sein, nicht vernünftig, nicht effektiv, nicht brav und nicht anständig, und sie will auch nicht erklären.
Sie ist, wie sie ist, und wenn man ein Leben gegen sie führt, wird man das früher oder später spüren.

Also, so wissenschaftlich und anerkannt Gesprächspsychotherapie auch sein mag, für mich war das nichts. Zum Aufspüren der Untiefen, der ureigene Themen, der unbewussten Programme eignet sich aber Kunsttherapie ganz wunderbar! Denn hier redet die Seele in ihrer Sprache, und ein guter Therapeut wird sie verstehen. Malen und gestalten kann wie Ostereiersuchen sein, man stößt auf seine Schatten, auf sein Karma. Und das ist nur der erste Schritt, danach folgt noch mehr Arbeit.

Nun habe ich ja im zweiten Teil dieses Kapitels schon ausgeführt, daß Karma meiner Meinung nach einer Programmierung gleicht. Wir bewegen uns nach einer unbewussten, unsichtbaren Choreographie in ausgetretenen Pfaden, umgeben von Mauern, und diese Mechanismen lassen es schwer oder fast unmöglich werden, auszubrechen. Das ist auch der Grund, warum nicht immer, aber oft, eine Änderung der Lebensumstände oder Autosuggestionen nicht funktionieren – im Unbewussten ist ein Saboteur verborgen. Und diesen Saboteur, das unbewusste Programm, müssen wir löschen und meist mit etwas schönerem, besserem, mit etwas gesünderem überschreiben.
Es nützt nichts, das Programm nur zu kennen. Selbst wenn Sie den Namen des Übeltäters wissen, seine Eigenschaften, die Speicherkapazität und viele weitere Details, nützt das unter Umständen nur wenig, wenn das Ding einfach läuft und bei jedem Neustart wieder mit hochfährt. Ich sage „unter Umständen“ und „nur wenig“, denn es gibt Menschen mit einem sehr starken Willen, die stark und präsent genug sind, um ein Programm zu überwinden. Alle anderen sollten lieber nicht die Ausdrucke ihres Lebensprogramms im Alltag mit Tipp-Ex übermalen, sondern mit der Deinstallation des Schadprogramms anfangen. Und dann was besseres aufspielen!

Wie kann man Programme auf energetischer Ebene löschen und überschreiben?
Ich weiß ein paar Techniken, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe, und die wirklich an der Wurzel ansetzen.
Kurz und knapp:
Schamanische Arbeit. Pilgern zu Kraftorten. Homöopathie. Arbeit mit Mantra. Vedische Astrologie. Ortswechsel und Feng Shui.

Freitag, 18. Januar 2013

Karma (zweiter Teil)

Also, die Frage am Ende des ersten Teils lautete: Wie isses nu – gibt’s ein Karma, das uns ereilt, und dem wir mehr oder weniger hilflos ausgeliefert sind, als Ergebnis oder Sühne früherer Leben, oder haben wir wirkliche Macht über unser Leben durch unsere Gedanken, deren Qualität sich dann in unserer erlebten Wirklichkeit widerspiegelt?

Meine höchstpersönliche Idee, die sich im Laufe meines bisherigen Lebens, meiner Erfahrungen und der Lehren, die ich empfangen habe, herauskristallisiert hat ist – beides stimmt!

Jawohl, beides stimmt. Zumindest meiner Meinung nach.
Denn im Laufe eines Lebens, und zwar mindestens des einen, das wir bisher durchlebt haben, vielleicht aber auch vieler früherer, haben wir zahllose Erfahrungen gemacht und Entscheidungen getroffen, sind endlose Verpflichtungen und Bindungen eingegangen, haben Versprechen und Verträge wieder gelöst oder gebrochen, haben die Wahrheit gelebt oder gelogen, haben uns gefreut, waren traurig, wütend, hoffnungslos, fühlten uns stark und schuldig... Und all das hat seine Konsequenzen, denn die Seele erinnert sich, und auf der energetischen Ebene sind all unsere Erfahrungen und Entscheidungen gespeichert, dort sind Spuren hinterlassen.

Denken wir beispielsweise dabei an die vielen Ehen, die geschieden werden. Ich will das übrigens nicht verurteilen! Keinesfalls! Es geht mir hier nur um die Idee, wie es die Seele sieht – ist ein geschiedener Mensch jemals wieder richtig frei, oder bleibt die Bindung zum ersten Partner, das gegebene Versprechen, auf energetischer Ebene ganz subtil und einschränkend bestehen?
Wie sieht die Seele dies aus der Perspektive der Zeitlosigkeit?
Wie ist es, wenn wir jemanden belügen oder gar betrügen? Ich glaube, niemand tut das wirklich gerne und aus freien Stücken, sondern wir tun es, weil wir uns einen gewissen Vorteil davon versprechen, wie auch immer dieser aussehen mag. Wenn wir mit einer Lüge oder einem Vertrauensbruch jemandem schaden, wird die Seele das wissen und leiden – mindestens unbewusst, und auch dann, wenn unser Hirn engagiert daran arbeitet, uns von den Schuldgefühlen zu befreien und Ausreden zu finden. Und gar nicht zu reden von schlimmeren Verletzungen, die wir anderen zugefügt haben, mag die Situation auch noch so schwer und kompliziert gewesen sein.

Ich bin sicher, die Seele ist unbestechlich, und sie weiß. Auf dieser Ebene gibt es keine Ausreden, keine intellektuellen Haarspaltereien, es zählen auch nicht menschliche Gesetze und Verordnungen, sondern reines tiefes Wissen um Richtig und Falsch aus dem Blickwinkel höherer Weisheit und Liebe.

Meiner ganz persönlichen Meinung nach entstehen also aus der Diskrepanz dessen, was die Seele sieht und weiß und dem, was wir im Alltag, oft halb unbewusst, tun, für uns wirklich unerwünschte Resultate. Wir leben mit unbewusstem schlechten Gewissen, mit fortbestehenden uralten Bindungen, mit eingegangenen Verträgen, mit Versprechen und Schwüren, mit unwiderruflich gezogenen Schlußstrichen – und sind gefangen. Wir können nicht mehr frei sein und es sind eben nicht mehr alle Wege offen. Die alten Bindungen und Erfahrungen werden zu Fesseln, sie zwingen uns ausgetretene Wege auf, die uns im Kreis herum führen; es entstehen Mauern, die die Sicht auf bessere Möglichkeiten versperren - und so sind auch letztlich unsere Gedanken nicht mehr frei. Selbst die Gedanken, im Grunde unendliche Vielfalt, alle Möglichkeiten, völlige, unbegrenzte Freiheit, laufen in Rillen wie auf einer Schallplatte.
Das glauben Sie nicht? Haben Sie mal versucht, ihre Gedanken zu beobachten? Wer träumt denn bitte wirklich völlig schrankenlos? Wer ersinnt wirklich neue Welten, neue Leben, das bisher nicht gesehene und nie gedachte? Erträumen wir nicht eher das, was der Nachbar hat, bloß noch ein bisschen besser? Und im Falle einer Depression, welche ja ein echtes Gedankengefängnis ist, geht gar nichts mehr, die Gedanken laufen wie vorprogrammiert in tiefen Furchen, in engsten Kreisen, hinter hohen Mauern, und vielleicht auch noch durch die Finsternis.
Ich frage also nochmal: Wer ist wirklich kreativ? Wer denkt wirklich frei, voller Freude im gegenwärtigen Moment verankert, unbelastet von der Vergangenheit, frei von Sorgen um die Zukunft?

Und genau das ist Karma, es ist dieses Gefangensein selbst unserer schöpferischen Gedanken. Karma ist nichts, was uns zustößt – es ist etwas, das wir auf einer tiefen Ebene akzeptiert haben, und etwas, das für uns Sinn macht. Es ist auf subtiler, feiner, energetischer Ebene die Summe all dessen, was wir getan und entschieden haben, plus der Versuch, manche Sachen wieder ins Lot zu bringen. Es ist Ehrlichkeit pur. Weil unsere Seele unbestechlich ist, sich erinnert und weiß und in der Zeitlosigkeit existiert.

Ich persönlich glaube auch, daß im Bezug auf Karma auch die Planetenkräfte ins Spiel kommen, welche uns zum Zeitpunkt unserer Geburt schon auf eine bestimmte Bahn lenken, und die uns immer wieder mit unseren Themen konfrontieren und uns erinnern, damit wir die Fesseln lösen können. Und ich glaube, daß es unendliche Klugheit, Erfahrung und auch Weisheit erfordert, die Sprache der Sterne wirklich entziffern zu können. Meinen Respekt all jenen, die das beherrschen! Ja, und auch meinen Dank an allen, die mir bisher geholfen haben, in den Sternen zu lesen und mir zu helfen, die ausgetretenen Pfade hinter mir zu lassen. Noch nicht alle – aber schon einige!

Und so kommen wir demnächst zum dritten Teil des Kapitels, in dem ich erzählen werde, was mir geholfen hat, einen Teil meines Karmas aufzulösen. Weil ich es einfach leid war, die uralten Lasten weiter zu schleppen, mich noch länger in Kreisen zu bewegen, und weil ich schrecklich müde war.

Also, bis dann!
Mirabai

Donnerstag, 3. Januar 2013

Palmblatt-Bibliotheken

Haben Sie schon von den faszinierenden Palmblatt-Bibiotheken Südindiens gehört?

Es heißt, daß die Rishis, die Weisen des alten Indiens, die Fähigkeit hatten, die Zeit in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu überblicken. Sie konnten sehen, wie eine Seele viele Inkarnationen durchlebte, um schließlich zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort zu kommen, um ihre dort ureigene Geschichte zu erfragen. Diese Geschichte haben die Rishis in klitzekleiner alter tamilischer Schrift in Palmblätter eingraviert, unterteilt in 13 Kapitel, von denen eines sich den Heilmitteln und Ritualen widmet, die zur Erleichterung der karmischen Lasten aus vielen Leben durchgeführt werden sollen.

Während der Kolonialzeit der Briten sind viele dieser Palmblattsammlungen verschwunden oder zerstört worden, es gab jedoch auch indische Familien, die den Wert dieser Nadi-Blätter kannten und sie aufkauften, um sie sorgfältig zu pflegen und für die Zukunft aufzubewahren. Heute können Sie deshalb zu speziell ausgebildeten Nadi-Astrologen gehen um zu sehen, ob Ihr persönliches Blatt existiert. Dies entscheidet sich anhand Ihres Daumenabdruckes und diverser Fragen, auf die Sie immer nur mit „ja“ oder „nein“ antworten müssen.

Ich hab´s probiert, ich war beim Nadi-Astrologen. An einem Tag wurde ich identifiziert, am anderen wurden mir die Kapitel vorgelesen. Dies geschieht in Form eines Gedichtes, und bei mir war ein noch Übersetzer anwesend, weil die alttamilische Sprache nicht eben zu meinen besten Fähigkeiten gehört.
Ob die Lesung und das, was über meine vergangen Leben erzählt wurde, so wirklich original und authentisch ist? Ich möchte das weder behaupten noch bestreiten. Ich bin da etwas skeptisch. Die gute Nachricht ist aber, daß der Astrologe nach der Identifizierung meines Nadis meine Geburtsdaten bekommen hat, um auch damit zu arbeiten und Heilmittel zu finden. Und in diese Arbeit habe ich wirklich Vertrauen.

So kam es also, daß ich drei Tage im Moloch Chennai geblieben bin, bleiben musste!!, während denen ich die indischen Kleidungshäuser nach passenden Salwars durchwühlt habe, mich durch indisch-vegetarische Restaurants futterte um schließlich, mit den Anweisungen für die Heilmittel in der Tasche, nach Tiruvannamalai zum Arunachala weitergereist bin.


Mittwoch, 2. Januar 2013

Astrologie

Welche Kräfte wirken auf einen Menschen zu der besonderen Zeit, wenn er seinen allerersten Atemzug nimmt? Welche Auswirkungen haben diese Kräfte für sein zukünftiges Leben, in welche Bahnen lenken diese dann den Menschen?
Vorausgesetzt es gibt solche Kräfte, woher kommen diese, was ist deren Ursprung? Und ganz wichtig: Wenn diese Kräfte dazu führen, daß der Lebensweg eines Menschen eher einer holprigen Schlaglochpiste durch unwegsames Gelände, gespickt mit mit Abgründen und Hindernissen, gleicht, gibt es dann vielleicht doch noch irgend eine Möglichkeit, von diesem Weg auf eine ebene Bahn mit Rückenwind abzubiegen?

Die Astrologie, die subtile Schwester der Astronomie, geht davon aus, daß die zum Geburtszeitpunkt wirkenden Planetenkräfte den künftigen Lebensweg des Menschen maßgeblich beeinflussen. Wer dies für Unsinn hält, könnte sich vielleicht auch einmal Gedanken darüber machen, daß im Grunde sämtliche altertümlichen Hochkulturen den Lauf der Sterne beobachteten, daß diese zum Teil über erstaunliches astronomisches Wissen verfügten und daß das Wissen über Planetenkonstellationen selbst das (Alltags-)Leben der Menschen beeinflusste. Und der Nutzen und Einfluß dieses Wissens erschöpfte sich nicht nur darin, daß Seeleute den Polarstern als Navigationshilfe in der Nacht nutzten.

Wie können Sterne Kräfte sein, wie können sie Kräfte aussenden?
Vorausgesetzt die moderne Wissenschaft akzeptiert überhaupt die Möglichkeit von Sterneneinflüssen, setzt sie diese gerne mit subtilen Schwerkrafteffekten gleich.
Einen ganz anderen Denkansatz, oder besser, einen ganz anderen mystisch-philosophischen Hintergrund bietet die vedische Astrologie. Hier sind die Planeten machtvolle Wesenheiten mit unterschiedlichsten Charakteren, denen wiederum Planetengöttern übergeordnet sind. Und genauso wenig wie unsere Erde nicht nur ist ein Klumpen Dreck ist, der sinn- und planlos durch´s Weltall rast, sind die anderen Planeten nicht nur tote Anhäufungen von anorganischem Material und giftigen Gasen in für uns Menschen unwirtlichsten Bereichen des Sonnensystems.
Mit diesen Planetenwesen und deren Göttern kann der Mensch Frieden schließen und sie um Nachsicht bitten, das ist die tröstliche Einladung des Jyotish, der indischen Astrologie.

Ich selber habe als Klientin bisher nur zweimal Erfahrungen mit der Astrologie gemacht. Einmal bei der wunderbaren Christa Heidecke, die ich wärmstens empfehlen kann, ebenso wie ihren Blog 2012sternenlichter. Sie war es auch, die mir geraten hat, alle Eindrücke, die auf meine empfindlichen Antennen einprasseln, unbedingt und lebensnotwendigerweise (!!) kreativ auszudrücken. Sie lesen soeben meinen blog, was ja eine Möglichkeit hierfür darstellt.
Und einmal in Chennai, einer Eingebung kurz vor meiner Abreise aus Deutschland folgend. Noch von Deutschland aus vereinbarte ich einen Termin. Das besagte Astrologenteam dort bietet sowohl Nadi readings an, also Beratungen aufgrund einer Lesung der berühmten Palmblatt-Bibliotheken, als auch klassische vedische Astrologie. 
Und die gute Nachricht ist: Um den ungünstigen Einfluss eines Planeten im Geburtshoroskop zu lindern, gibt es spezielle Heilmittel. Das kann beispielsweise ein Mantra, ein Yantra oder ein bestimmter Edelstein sein. Wie ein Yoga-Meister und Jyotish-Astrologe so schön sagte: „You do not need an astrologer to tell you that your life is a mess. You need someone to tell you how to fix it!“ (Sie brauchen keinen Astrologen, der Ihnen sagt, daß Ihr Leben eine Katastrophe ist. Sie brauchen jemanden der Ihnen sagt, wie Sie das in den Griff kriegen können!)
Ja, wirklich, so jemanden konnte ich dringend brauchen. Ich brauchte eine Medizin, die mein Leben heilt.

Und zum Schluß noch für alle Skeptiker:
Jyotish wird in Indien als exakte Wissenschaft anerkannt, so wie bei uns die Physik und die Chemie auch.
Und die Planeten, einschließlich unserer Erde, besitzen ihr jeweils eigenes torusförmiges Magnetfeld. Genau so wie alle anderen Lebewesen auch.

Dienstag, 1. Januar 2013

Chennai

Chennai, das frühere Madras, ist die Hauptstadt des südöstlichsten indischen Bundesstaates Tamil Nadu und ein Moloch mit fast fünf Millionen Einwohnern. Lieben Sie z.B. Kairo, Bangkok oder andere asiatische und afrikanische Großstädte? Wunderbar! Wenn das so ist, dann besuchen Sie doch auch mal Chennai! Die sechstgrößte Stadt des Subkontinents ist hübsch an der Koromandelküste am Golf von Benagalen gelegen, und ein lokales, stetig wachsendes Wirtschaftszentrum. Diverse Fluggesellschaften fliegen teilweise mehrmals täglich von allen großen deutschen Flughäfen, inklusive stop over in Dubai sind Sie auch nur um die 13 Stunden unterwegs.

Wenn Sie es aber auch nur ein klitzekleines bißchen beschaulicher mögen, so wie ich als geborenes Landei etwa, dann sehen Sie besser zu, daß Sie Land gewinnen. Tun Sie sich das nicht an. Auch ohne Zyklonausläufer, Sturm, schweren Regen und überflutete Straßen ist Chennai anstrengend genug. Die Hotels sind verhältnismäßig teuer, die Straßen überfüllt, Kühe sind wie überall in Indien auch hier durchaus mit unterwegs, es ist heiß und staubig oder wahlweise auch feuchtheiß und staubig, an den Abgasgeruch gewöhnt man sich kaum, und bis auf ein paar ruhigere Stunden in der Nacht erwartet Sie das allgegenwärtige indische Hupkonzert.

Positiv und erlebenswert ist, hier geht es weit indischer und damit landestypischer zu als in anderen Großstädten, die sich mehr auf internationale Gäste und Bedürfnisse einstellen. Ich habe in Chennai beispielsweise weder große internationale Drogerien noch H & M oder Chanel gefunden. Chennai kauft lieber bei Pothy´s oder Kumaran ein. Das sind riesige Bekleidungshäuser, die auf mehreren Etagen dafür Sorge tragen, daß Damen, Herren und Kinder zu allen Gelegenheiten traditionell ordentlich indisch eingekleidet sind. Für Damen gibt es Saris und dreiteilige Salwar Kameez aus Hose, Bluse und Schal, sowohl fertig konfektioniert als auch beim hauseigenen Schneider in Extraanfertigung geordert. Wenn Sie sich schon einfacherweise für die „ready mades“ interessieren, rechnen Sie dennoch damit, daß im Grunde jedes Teil ein Einzelstück ist. Fragen wie „Hätten Sie das Teil hier auch eine Nummer größer?“ oder „Gibt´s das auch noch in Blau?“ sind völlig sinnlos, und nicht etwa wegen sprachlicher Probleme. Vergessen Sie´s, so läuft das nicht. Es gibt nicht wie bei uns Modefarben, must-haves und einen Schnitt in allen Größen und mehreren Farben zur Auswahl. Es gibt das, was da ist, und das ist eine ganze Menge, es gibt aber eben auch nur das.

Ich hab mich auch gleich versorgt! Hätte stundenlang wühlen können, und die Verkäufer dort sind auch die reinsten Engel an Geduld und Hilfsbereitschaft. Einen Sari kann ich leider nicht wickeln, man muss es sich ja auch nicht zu schwer machen, aber ein Salwar ist einfach eine wunderschön aufeinander abgestimmte Kombination. Sehr weiblich und schmeichelhaft auch für Figuren, die wir mit unseren strengen westlichen Augen in die B-Riege verweisen. Es ging also rasend schnell, und keiner hätt´s mehr gedacht daß ich eigentlich keine Inderin bin!! Nun ja, bis auf die Sommersprossen, die rötlichen Haare und die sehr helle Haut halt. 

Und vielleicht fragen Sie jetzt noch, ob ich nur wegen des jet lags und zwecks Akklimatisierung und Geschenke shoppen drei ganze Tage in Chennai verbracht habe. Und ich antworte Ihnen dann, nein, Kleider kaufen kann man auch anderswo. 
Der Grund war ein ganz anderer, ich hatte Termine dort.
Wo? 
Beim indischen Astrologen.