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Donnerstag, 23. Mai 2013

Mal was erhebend schönes – Hörmeditation Suni Ai

Als Kundalini-Yogini möchte ich heute mal auf etwas, wie ich finde, wunderschönes zum Anhören aufmerksam machen...

Während auf dieser Welt die EU-Bürokraten wahrscheinlich neue Gesetzes-Undinge ausbrüten, die Syrer sich gegen die Angriffe fremdfinanzierte Söldner verteidigen, England unter Schock wegen des widerwärtigen Mordes an einem Soldaten steht, Schweden nächtliche Krawalle in bestimmten Wohnvierteln erdulden muss, und unser Finanzminister Schäuble sich ein anderes Volk wünscht, weil das, was er zu vertreten verdammt ist, sämtliche elitäre Großprojekte wie Stuttgart 21 oder Flughafen BER zum Scheitern bringt (allen Ernstes – das sagt er hier: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/23/schaeuble-bevoelkerung-ist-schuld-an-stuttgart-21-und-berliner-flughafen/ , man lese es und staune), spiele ich hier Snatam Kaurs Fassung von „Suni Ai“ ab. Einfach Göttlich!


Hier Text und Übersetzung (aus Spirit Voyage, Quelle: http://www.spiritvoyage.com/mantra/Suniai/MAN-000250.aspx )

Das Mantra aus dem Heiligen Buch der Sikhs:
Suniai sidh peer sur naath
Suniai dharat dhaval aakaas
Suniai deep loa paataal
Suniai pohe na sakay kaal
Naanak bhagtaa sadaa vigaas
Suniai dookh paap ka naas (8)
(Language: Gurmukhi, Source: Siri Guru Granth Sahib, Author: Guru Nanak Dev Ji)

Übersetzt:
Listening, the siddhas (beings of spiritual perfection),
The spiritual teachers, the heroic warriors, the Yogic Masters.
Listening, the earth, it's support, and the akaashic ethers.
Listening, the oceans, lands, and peoples of the world,
And the nether regions of the underworld.
Listening, death cannot touch you.
O Nanak, the devotees are forever in bliss.
Listening, pain and sin are erased. (8)

Herzliche Grüße und Sat Nam
von Mirabai





Sonntag, 7. April 2013

Zeit, um Karma aufzulösen – Pradosham am Sonntag, den 07. April

Heute ist wieder der 13. Mondtag eines Zyklus, diesmal des abnehmenden, und damit ist nach vedischer Auffassung in der Stunde der Abenddämmerung bis zum Sonnenuntergang wieder eine gute Zeit zum beten, meditieren und Mantra rezitieren. Karma auflösen ist angesagt!

Sonnenuntergang ist bei mir im Nürnberger Land um 19:54 Uhr.

Das entsprechende Mantra ist „Thiru Neela Kantam“, mindestens 108 mal rezitiert, besser ein Vielfaches davon, oder gleich 1008 Mal.


Viele herzliche Sonntagsgrüße von

Mirabai


P.S.:
  • Für allgemeines zur Mantra-Praxis verweise ich auf meinen Artikel „Kleiner Mantra-Kurs“ vom 16.03.2013.
  • Artikel zu Pradosham habe ich am 24.03.2013, am 07.03.2013, am 22.02.2013 und am 24.01.2013 verfasst.
  • Mehr zum Thema Karma steht in den drei Kapiteln vom 16., 18. und 21.01.2013.
  • Einen ersten Astrologie-Artikel habe ich am 02.01.2013 veröffentlicht.



Samstag, 23. März 2013

Samstag - Saturngott Shani gnädig stimmen

In der vedischen Astrologie heißt der Planet Saturn Shani. Seine Farbe ist Blau oder Schwarz, sein Element ist die Luft. Shani gilt als der mächtigste Planetengott überhaupt, aber er wird im allgemeinen als ungünstig angesehen und gefürchtet. Im Shani Mahatmyam steht geschrieben, daß er einen König zum Bettler machen kann – und umgekehrt.
Shani verkörpert den strengen Lehrer; er repräsentiert Disziplin, Anstrengung, Geduld und Ausdauer. Er ist der Herr des Karmas: Gnädig und belohnend gegenüber denen, welche sich bemühen, aufrichtig sind und den Wegen des Guten folgen, aber hart und strafend zu jenen, die von den rechten Wegen abgekommen sind.

Sein Mantra:

„Om Shanicharaaya namaha“, 108 mal wiederholt

oder

„Om namo bhagavate Khurmadevaaya“, 108 mal wiederholt,

oder

„Nilaanjanam samaabhasam raviiputram yamaagrajam, chayaa martanda sambhutam tam namaami Shanishwaram“, 108 mal wiederholt.
(hier eine Aufnahme, weil´s wirklich nicht so einfach ist: http://www.youtube.com/watch?v=TYdgdKjOv3E).

Die übergeordnete Gottheit für Herrn Shani ist Siva, bzw. seine Inkarnation Hanuman. Alle Verehrung Sivas oder Hanumans besänftigt auch Herrn Shani.

„Om namah Shivay“, 108 mal wiederholt

oder

Sivas Gayatri:
„Om Tatpurushaaya vidmahe, Mahadevaaya dhimahi, tanno Rudra prachodayaat“,
108 mal wiederholt,

oder

Siva Mahamrityunjaya Mantra:
„Om tryambakam yajaamahe, sugandhim pushti vardhanam, urvaarukamiva bandhanaan, mrityor mukshia maamritat“, 108 mal wiederholt.


Hanumans Gayatri:

„Om Anjanajaaya vidmahe, vaya Puthraaya dimahi, tanno Hanumath prachodayaat“, 108 mal wiederholt.


Wenn es wirklich hart, zäh und anstrengend zugeht im Leben, ist es immer gut, sich mit Herrn Shani auszusöhnen. Dann können oder sollen die Mantren auch jeden Tag rezitiert werden, besonders wirksam sind die Rituale aber samstags. Außerdem ist in solchen Fällen Pradosham sicher empfehlenswert!


Den Segen des mächtigen Saturnherrschers wünscht

Mirabai


P.S.: Die Einleitung zur Planeten-Mantra-Reihe steht im Artikel vom 16.03.2013 „Freundschaft mit den Planeten schliessen“, für allgemeines zur Mantra-Praxis bitte meinen Artikel vom 16.03.2013 „Kleiner Mantra-Kurs“ beachten!
P.P.S.: Bezüglich der Aussprache der Mantren – bei YouTube gibt es unzählige Aufnahmen!


Freitag, 22. März 2013

Zeit, um Karma aufzulösen – Pradosham am Sonntag, den 24. März

Am kommenden Sonntag ist der 13. Tag im zunehmenden Mondzyklus, und damit ergibt sich ein günstiges Zeitfenster für esoterische Rituale zum auflösen hartnäckigen Karmas. An diesem Tag in der Stunde der Abenddämmerung und zum Zeitpunkt des Sonnenuntergangs rezitierte Mantren und Gebete zu Siva gelten in der vedischen Astrologie als besonders kraftvoll. Wer sich im Trott gefangen fühlt, Endlosschleifen an Mühen erlebt oder einfach Hilfe und Gnade braucht, kann sich (nicht nur dann) vertrauensvoll Siva zuwenden.

Mantra für Pradosham: „Thiru neela kantam“, mindestens 108 mal wiederholt, besser ein Vielfaches oder gleich 1008 oder 10008 Wiederholungen.

In Nürnberg geht die Sonne am Sonntag um 18:32 Uhr unter, und ich werde auf jeden Fall wieder meine Mantra-Praxis ausüben, um meine Lasten Stück für Stück immer weiter abzulegen.


Alles Liebe,

Mirabai


P.S.:
  • Für allgemeines zur Mantra-Praxis verweise ich auf meinen Artikel „Kleiner Mantra-Kurs“ vom 16.03.2013.
  • Artikel zu Pradosham habe ich am 07.03.2013, am 22.02.2013 und am 24.01.2013 verfasst.
  • Mehr zum Thema Karma steht in den drei Kapiteln vom 16., 18. und 21.01.2013.
  • Einen ersten Astrologie-Artikel habe ich am 02.01.2013 veröffentlicht.



Freitag - mit der schönen Venus feiern

Der vedische Gott des Planeten Venus heißt Shukra. Sein Element ist das Wasser, seine Farbe ist Weiß. Er wird assoziiert mit Liebe, Heirat, Komfort und Bequemlichkeit, Wohlstand, Luxus, Schönheit, den Künsten, Sinnlichkeit und Sexualität. Shukra ist von freundlichem Wesen.

Shukras Mantra:
„Om Shukrayaa namaha“, 108 mal wiederholt

oder

„Om namo bhagavate paarashuuramaaya“, 108 mal wiederholt.

Die übergeordnete Gottheit von Shukra ist Lakshmi, die gütige Göttin des Glücks, der Freude, des Reichtums und der Schönheit. Besonders die indischen Frauen beten zu ihr und verehren sie. Ihre Samensilbe, das beej Mantra, ist shreem.

Lakshmis Mantra:

„Om shreem Lakshmiyai namaha“, 108 mal wiederholt.
Lakshmis Gayatri:

„Om Mahaadevyai cha vidmahe, Vishnupatniyai cha dimahi, tanno Lakshmi prachodayaat“, 108 mal wiederholt.

Es gilt als glückbringend, am Lakshmi-Tag Freitag den Kanakadhara-Stotram zu singen (für Europäer genügt es vielleicht, ihn nur anzuhören). Shankaracharya, der verehrte Reformator des Hinduismus, hat diese Hymne komponiert.

Adi Shankara zog als junger Mönch besitzlos und bettelnd umher, wie es eben Brauch war. Dabei kam er auch zu der Hütte einer Brahmanin, die sehr arm war, aber eine nobles, großzügiges Herz hatte. Sie hatte nichts weiter zu essen im Haus außer einer kleinen Amla-Beere, die sie dem jungen Bettelmönch schenkte, denn sie wollte ihn nicht ohne eine Gabe wegschicken. Adi Shankara war so bewegt von der Selbstlosigkeit dieser Frau, daß er spontan überwältigt den Kanakadhara Stotram zu Ehren Mahalakshmis erdichtete und sang. Die Göttin wiederum war so gerührt von der Hymne des Mönches, daß sie in diesem Moment Goldstücke, welche die Form von Amlabeeren hatten, über das Haus der armen Brahmanenfrau regnen ließ.

Hier ein link zum Kanakadhara Stotram, gesungen von Uma Mohan (sehr schön, aber leider gekürzt!):

Hier eine lange Version (aber sehr indisch...):


Den reichen Segen der wunderbaren Muttergöttin Lakshmi wünscht

Mirabai


P.S.: Die Einleitung zur Planeten-Mantra-Reihe steht im Artikel vom 16.03.2013 „Freundschaft mit den Planeten schliessen“, für allgemeines zur Mantra-Praxis bitte meinen Artikel vom 16.03.2013 „Kleiner Mantra-Kurs“ beachten!
P.P.S.: Bezüglich der Aussprache der Mantren – bei YouTube gibt es unzählige Aufnahmen!




Donnerstag, 21. März 2013

Donnerstag – dem Lehrmeister der Götter, Jupiter, die Ehre erweisen

Der Gott des Planeten Jupiter heißt in Indien Brihaspati und ist der weise Lehrer und Priester der Götter, der Götter-Guru. Er repräsentiert höheres Wissen uns Spiritualität. Seine Farbe ist (gold)gelb, sein Element ist Aakash oder Äther. Brihaspati gilt als der wohlwollendste aller Planeten.

Mantra für Brihaspati:

„Om Gurave namaha“, 108 mal wiederholt.
oder

„Om namo bhagavate vamanadevaaya“, 108 mal wiederholt.


Die übergeordnete Gottheit Brihaspatis ist Siva, es wird auch Brahma beschrieben. Mantren, die Siva, bzw. Brahma gewidmet sind, besänftigen und transformieren auch Brihaspati.

„Om namah shivay“, 108 mal wiederholt

oder

„Om tatpurushaaya vidmahe, mahadevaaya dimahi, tanno rudra prachodayaat“, 108 mal wiederholt

oder

„Om chathur mukhaaya vidmahe, hamasroodaaya dimahi, tanno Brahma prachodayaat“, 108 mal wiederholt.



Den reichen Segen des Götter-Gurus wünscht
Mirabai


P.S.: Die Einleitung zur Planeten-Mantra-Reihe steht im Artikel vom 16.03.2013 „Freundschaft mit den Planeten schliessen“, für allgemeines zur Mantra-Praxis bitte meinen Artikel vom 16.03.2013 „Kleiner Mantra-Kurs“ beachten!
P.P.S.: Bezüglich der Aussprache der Mantren – bei YouTube gibt es unzählige Aufnahmen!



Mittwoch, 20. März 2013

Mittwoch - ein neues Band zum Götterboten Merkur knüpfen

Der vedische Gott des Planeten Merkur heißt Budha. Seine Farbe ist grün, sein Element ist die Erde. Er ist der Gott des Handels und der Händler und repräsentiert Kommunikation, Intelligenz, Urteilsfähigkeit und Humor. Im Horoskop gut platziert, fördert er Wohlstand und Einkommen. Budha gilt als milde, flink und inspirierend.

Budhas Mantra:

„Om Budhaya namaha“, 108 mal wiederholt,

oder

„Om namo bhagavate Budhadevaaya“, 108 mal wiederholt.


Budha übergeordnet ist Vishnu. Alle Verehrung für Vishnu ist auch förderlich und ausgleichend für Budha.

Vishnus Gayatri:
„Om Naraayanaaya vidmahe, Vasudvaaya dimahi, tanno Vishnu prachodayaat“, 108 mal

oder
„Om namo naraayanaaya“, 108 mal.


Einen schwungvollen, inspirierten Mittwoch wünscht

Mirabai


P.S.: Die Einleitung zur Planeten-Mantra-Reihe steht im Artikel vom 16.03.2013 „Freundschaft mit den Planeten schliessen“, für allgemeines zur Mantra-Praxis bitte meinen Artikel vom 16.03.2013 „Kleiner Mantra-Kurs“ beachten!
P.P.S.: Bezüglich der Aussprache der Mantren – bei YouTube gibt es unzählige Aufnahmen!



Dienstag, 19. März 2013

Dienstag - den Marsgott versöhnen

Der vedische Gott des Planeten Mars heißt Mangala, Angaraka oder Kuja. Seine Farbe ist rot, sein Element ist das Feuer. Er ist der Gott des Krieges und Oberster Befehlshaber der Himmlischen Armee. Sein Naturell ist impulsiv und mutig, er ist eine geborene Führerpersönlichkeit.

Planetenmantra für Mangala:

„Om Mangalyai namaha“, 108 mal wiederholen

oder:

Mantra an Narasingha Dev:
„Om namo bhagavate Narasinghaya“, 108 mal wiederholen.


Die übergeordnete Gottheit für Mangala ist Skanda, auch Muruga, Subramanya oder Kumara genannt. Alle Verehrung, die Muruga entgegen gebracht wird, besänftigt auch Mangala.

Murugas Mantra:
„Om shaaravaanabhavaaya namaha“, 108 mal wiederholt.


Den Segen des mächtigen Gottes Mangala wünscht
Mirabai


P.S.: Die Einleitung zur Planeten-Mantra-Reihe steht im Artikel vom 16.03.2013 „Freundschaft mit den Planeten schliessen“, für allgemeines zur Mantra-Praxis bitte meinen Artikel vom 16.03.2013 „Kleiner Mantra-Kurs“ beachten!
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Montag, 18. März 2013

Montag - den Mondgott ehren

Der vedische Mondgott heißt Chandra oder auch Soma. Seine Farbe ist weiß, sein Element ist das Wasser. Er gilt als Herrscher über die Gedanken- und Gefühlswelt und ist freundlich und spirituell.

Planetenmantras für Chandra, bzw. Soma:

„Om chandrayai namaha“, 108 mal wiederholt

oder

„Om somayai namaha“, 108 mal wiederholt

oder

Krishna-Mantra:
„Om namo bhagavate vasudevaaya“, 108 mal wiederholt.


Die übergeordnete Gottheit für Chandra, bzw. Soma ist die Große Muttergöttin, Mahadevi oder Parvati. Alle Mantren und alle Verehrung, die ihr gewidmet sind, besänftigen auch Chandra.

„Om kleem parvatiyai namaha“, 108 mal wiederholt

oder

Parvati Sloka:
"Om sarva mangala maangalye, shive sarvaartha saadhike, sharanye tryambake gaurii, naaraayanii namostute" , 108 mal wiederholt.


Allen Segen der Muttergöttin wünscht
Mirabai


P.S.: Die Einleitung zur Planeten-Mantra-Reihe steht im Artikel vom 16.03.2013 „Freundschaft mit den Planeten schließen“, für allgemeines zur Mantra-Praxis bitte meinen Artikel vom 16.03.2013 „Kleiner Mantra-Kurs“ beachten!
P.P.S.: Bezüglich der Aussprache der Mantren – bei YouTube gibt es unzählige Aufnahmen.





Sonntag, 17. März 2013

Sonntag - Freundschaft mit dem Sonnengott schliessen

Der Sonntag ist, wie der Name schon sagt, dem Sonnengott geweiht.
Seine Farbe ist orange-rot. Sein Element ist das Feuer. Seine Qualität ist maskulin.


Mantra für den Sonnengott Surya:

„Om suryaye namaha“, 108 mal wiederholt

oder

Ramas Mantra:
„Om namo bhagavate ramachandraaya“, 108 mal wiederholt

oder

Gayatri Mantra an Savitar:
„Om bhur bhuvah svaha, tat savitur varenyam, bhargo devasya dhimahi, dhiyo yonah prachodayaat“,
108 mal wiederholt.

Die übergeordnete Gottheit Suryas ist Siva. Alle Mantren, die Siva gewidmet sind, besänftigen auch Herrn Surya.

„Om namah shivay“, 108 mal wiederholt

oder

Sivas Gayatri:
„Om Tatpurushaaya vidmahe, Mahadevaaya dhimahi, tanno Rudra prachodayaat“,
108 mal wiederholt.



Om namah shivay,
Mirabai

P.S.: Für allgemeines zur Mantra-Praxis bitte meinen Artikel vom 16.03.2013 beachten!
P.P.S.: Bezüglich der Aussprache der Mantren – bei YouTube gibt es unzählige Aufnahmen.


Samstag, 16. März 2013

Freundschaft mit den Planeten schliessen

Die Planetenkonstellation zu der Zeit, wenn der Mensch seinen ersten Atemzug nimmt, gilt in der Astrologie als grundlegender Ausgangspunkt für seinen kommenden Lebensweg. Derjenige, der die Sternenschrift entziffern kann, gewinnt verblüffende Einsichten in das Schicksal eines einzelnen. Charakterliche Eigenschaften, Beziehungsthemen, berufliche Dispositionen, Geld und Güter, gesundheitliche Anlagen, gute und schlechte Zeiten – im Grunde kann alles wesentliche über einen Menschen vom Geburtszeitpunkt her mit seinen Entwicklungstendenzen abgelesen werden. Die Planeten sind also die Vermittler unserer ursprünglichsten Lebensumstände, unseres mit in dieses Leben gebrachte Karmas.

Dabei stecken wir aber nicht fest und sollten uns keiner defätistischen Sichtweise ergeben, sondern die Herausforderung annehmen und durch bewusste Entscheidungen und Ausnutzung günstiger Zeiten das beste aus unseren Anlagen machen. „Taking good care of the presence can even transform the past“ - dieses buddhistische Sprichwort weist darauf hin, daß uns Achtsamkeit immer helfen kann, aus unseren Automatismen auszubrechen, und sogar unsere Vergangenheit mit ihren Auswirkungen auf das Jetzt beeinflussen und klären kann. (Allerdings weiß jeder, der es schon mal versucht hat, daß die Sache mit der Achtsamkeit eine nicht so ganz einfache ist...)

Das besondere an der vedischen Astrologie, am Jyotish, ist die Tatsache, daß sie nicht nur eine Analyse unserer Anlagen, Lebensverhältnisse und Tendenzen bietet, sondern spezielle esoterische Rituale kennt, die uns helfen, die Planeteneinflüsse zum Guten hin zu verändern. Die Planeten gelten in der hinduistischen Tradition nicht nur als unbelebte Materieklumpen, die blind und wild durch´s All rasen, sondern als Wesenheiten mit bestimmten Charaktereigenschaften.

Da ist die Surya, die Sonne, Herrscher über die anderen Planeten unseres Sonnensystems, Willenskraft und Ruhm schenkend; Chandra, der mütterliche, Emotionen vermittelnde Mond; Mangala, der kriegerische Mars und Lehrer der okkulten Wissenschaften; Shukra, die künstlerische, sinnliche Venus; Buddha, der freundliche, eloquente Merkur und Gott aller Händler; Shani, der strenge Lehrmeister und Karmaherrscher Saturn; und Brihaspati, Jupiter, der große weise Lehrer und Guru. Außerdem kennt man im Jyotish noch die nicht-körperlichen Schattenplaneten Rahu und Ketu, den nördlichen und den südlichen Mondknoten. Beide haben subtilen, jedoch großen und oft verwirrenden Einfluss auf die Menschen. Rahu drängt uns in die materielle Welt und hin zu weltlichem Erfolg, Ketu dagegen zur Entsagung.

Wenn es hart zugeht in unserem Leben und das Karma uns beschwert, ist es sicher eine gute Idee, sich den Planeten (wieder) zuzuwenden, sie zu besänftigen und zu ehren, um neue Freundschaft mit ihnen zu schließen. Wie durch die Hinwendung zu einem Menschen auch können wir dadurch eine Klärung erreichen. Ein zu schwaches Band kann gefestigt und neu belebt werden, und sogar eine schädliche, vergiftete Beziehung kann sich ändern - von Feindseligkeit zu Freundschaft.

Um die Planetenwesen zu ehren können wir ihre jeweiligen Mantren rezitieren. Diese Praxis ist immer hilfreich, denn sie wirkt bei geschwächten Planeten stärkend und bei aggressiven transformierend; man braucht also keine Bedenken zu haben, ein mögliches Ungleichgewicht noch zu vergrößern.

Wer genau weiß, von welcher (Planeten-)Seite her der Schuh des Lebens drückt, d.h., wer schon einmal eine astrologische Analyse hat machen lassen, kann das Mantra des jeweiligen Planeten täglich rezitieren. Wer sich nicht weiter auskennt, kann die etwas langwierigere, aber dafür sehr gründliche Methode wählen, und den Herrscher des jeweiligen Wochentages mit seinem Mantra versöhnen – und damit sehr effektiv an seinen karmischen Lasten arbeiten. Sieben Wochentage, sieben zugeordnete Planeten, plus am Samstag Abend Zeit für Rahu und am Dienstag Abend Zeit für Ketu. Auf diese Weise wird eine völlig neue Ausrichtung und Klärung unsere Planetenbeziehungen erreicht – vorausgesetzt, wir beweisen eine gewisse Disziplin bei dieser Praxis.

Und wie geht’s jetzt hier an dieser Stelle, diesem Blog, weiter?
Ich werde täglich einen kleinen Artikel mit dem jeweiligen Planetenmantra verfassen, morgen geht’s los mit Surya, dem Sonnengott.


Den Segen der Sterne wünscht

Mirabai



P.S.:
  • Für allgemeines zur Mantra-Praxis verweise ich auf meinen vorherigen Artikel von heute.
  • Mehr zum Thema steht auch bei den drei Kapiteln zum Thema Karma von 16., 18. und 21.01.2013.
  • Einen ersten Astrologie-Artikel habe ich am 02.01.2013 verfasst.
  • Interessant für alle Beladenen und Belasteten sind sicher auch die Artikel zu Pradosham, der letzte vom 07.03.2013.

P.P.S.: Ich bin keine Astrologie-Fachfrau, aber wunderbare Analysen der westlichen Astrologie macht Christa Heidecke aus Kiel.
Für vedische Horoskope und inklusive Korrekturen empfehle ich Friedrich Asen aus Österreich.
(Beide sind übrigens weder mit mir verwandt, noch verschwägert, auch bekomme ich keinerlei Fangprämien für Kundenvermittlung! Ich gebe nur meine Meinung und Erfahrung wieder.)


Kleiner Mantra-Kurs

Eine Freundin hat mich kürzlich auf meine Artikel zu Pradosham angesprochen. Selber eine sehr spirituelle Person, aber unvertraut mit indischer Philosophie, wollte sie wissen, wie ich denn immer meine 108 Wiederholungen eines Mantra abzähle. Und da wurde mir klar, daß es eine gute Idee sein mag, wenn ich ein paar grundlegende Dinge zu Japa, der Praxis des Mantra-Rezitierens, erzähle.

Ein Mantra ist in seiner ursprünglichen Bedeutung in der Sanskrit-Sprache ein Gedankenwerkzeug, das den Geist reinigt, klärt und befreit. Japa bezeichnet den entsprechenden Meditationsprozeß des Mantra chantens, flüsterns, singens, oder auch der stillen geistigen Wiederholung.

Es gilt als sehr günstig, die heilige Zahl 108 des Hinduismus bzw. Buddhismus mit der Japa-Praxis zu verbinden, beispielsweise indem man ein Mantra 108 Mal oder ein Vielfaches davon wiederholt, oder auch 108 Minuten meditiert. Man kann wohl sehr tief in die mystische, vielschichtige Bedeutung der Zahl 108 einsteigen, aber für solche Erklärungen bin ich definitiv die falsche Person! Nur so viel: 108 stellt eine höhere kosmische Ordnungszahl dar, und sie erscheint gerne in Zusammenhang mit Vollkommenheit und Abgeschlossenheit. So gibt es 108 Namen der Gottheiten, 108 Upanishaden (heilige Schriften), Siva tanzt 108 Schritte...

Eine Mala, eine typische indische Gebetskette, besteht aus 108 Perlen und einer 109. großen sogenannten Guru-Perle, die das Ende der 108er-Reihe markiert. Die Mala hilft uns also, uns vollkommen auf ein Mantra zu konzentrieren, ohne durch zählen abgelenkt zu werden. Beim Rezitieren des Mantra sollten die Perlen der Gebetskette durch den Daumen und den Mittelfinger gleiten, bis das Ende der Reihe durch die große Perle fühlbar ist. Wer eine neue Runde beginnen will, geht nicht über die Guru-Perle hinweg, sondern dreht um und startet sozusagen neu in Gegenrichtung.

Das Material der jeweiligen Mala-Perlen hat eine besondere Bedeutung und kann bei der Auswahl berücksichtigt werden. So sind Rudraksha-Malas aus den Samen eines eines Baumes Siva heilig und werden deshalb gerne von Siva-Anhängern, bzw. für Mantren an Siva verwendet. Tulsi und Sandelholz dagegen werden für die Hinwendung zu Vishnu oder seinen Inkarnation Krishna und Rama gewählt. Edelstein-Malas wie solche aus Bergkristall eigenen sich gut für Devi-Mantras, und Rosenquarz-Perlen für die Verehrung der Göttin Lakshmi. Es gibt aber noch viele andere Materialien mit eigener Bedeutung, und wer will, kann sich beim Kauf eingehender informieren.

Ein Mantra besteht typischerweise aus einem oder mehreren ein- oder mehrsilbigen Wörtern aus dem Sanskrit, der altindischen Hochsprache. Warum verwenden wir nun Sanskrit-Mantren, und wiederholen nicht einfach Wörter aus unserer eigenen Sprache, ähnlich wie bei Affirmationen? Ein naheliegender und einleuchtender Grund ist sicherlich der, daß es für uns als Praktizierende einfacher ist, uns in ein bereits geschaffenes Energiefeld aus Klangschwingungen einzuklinken, anstatt irgendwo völlig neu zu beginnen. Denn die uralten Mantren sind in Tausenden von Jahren zigfach wiederholt worden und damit auf energetischer Ebene bereits „abgespeichert“.
Der andere Grund ist aber der, daß das Sanskrit als vollkommene Sprache gilt mit der Besonderheit, daß auf der universalen, spirituellen Ebene Sanskrit-Wort und seine Bedeutung eines sind. Der Klang des Wortes, beispielsweise shanti (Frieden) IST auf spiritueller Ebene Frieden, und nicht nur ein Ausdruck dafür.

Wenn wir also ein Mantra rezitieren, verwirklichen wir seine Bedeutung auf einer höheren, auf der spirituellen Ebene. Und da alle physische Welt auf kleinster Ebene nicht-materiell ist und aus Schwingung besteht, können wir mit dem Klang des Mantras zunächst unseren Geist reinigen und klären, aber darüber hinaus auch unsere physische Realität mit einer neuen, besseren Schwingung durchtränken. Ein Mantra entfaltet, wenn es immer und immer wieder wiederholt wird, eine große, wachsende und formende Kraft.

Spezielle einsilbige Samen-Mantren oder Samensilben (beej mantra) sind typisch für eine Gottheit und beinhalten wie ein Same die Kraft und dessen / deren Eigenschaften. Es heißt, wer solche Silben durch stetes Wiederholen verwirklicht, der verwirklicht die Eigenschaften der Gottheit, bis diese dem Praktizierenden schließlich sogar erscheint.

Die Mantra-Meditationspraxis wird idealer Weise morgens durchgeführt, Ausnahmen wie beispielsweise die Pradosham-Rituale ausgenommen. Man steht also auf, wäscht sich mindestens Gesicht und Hände, und wer einen kleinen Altar hat mit Bildern, Statuen oder Yantras kann noch eine Kerze entzünden und sich so einstimmen. Jedenfalls beginnt der Alltag auf diese Weise geklärt und mit einer höheren Schwingung.


Viel Erfolg und Segen wünscht
Mirabai


Freitag, 8. März 2013

Maha Sivaratri - Die lange Nacht Sivas am 10. März 2013

Für Hindus und für alle, die Siva lieben, ist die Neumond-Nacht im Monat Phalguna, welche heuer auf den 10. März fällt, die heiligste Nacht des ganzen Jahres.

Die Gläubigen nehmen schon am Morgen ein Bad (das ist ja in Indien nicht immer selbstverständlich), man kleidet sich idealer Weise neu, besucht den Tempel mit Opfergaben und sponsert vielleicht sogar ein Feuerritual, ein Sivalinga-Pooja, und begeht den Tag fastend in Gedanken an Siva. Die wichtigste Zeit ist aber die dunkle Nacht, die die Gläubigen durchwachen. Dabei werden Seine Mantren rezitiert - „Om namah Shivay“ oder Sein Gayatri Mantra, Seine Hymne „Om Tatpurushaaya vidmahe, Mahadevaaya dimahi, Tanno Rudra prachodayaat“, immer mindestens 108 Mal, besser ein Vielfaches davon oder gleich 1008 bzw. 100008 Mal. Man hört sich auch Gesänge an, die Ihm gewidmet sind, wie z.B. den Rudrastakam, den ich so sehr gerne habe, eine Komposition von Swami Tulsidas. 
Wichtig ist, wirklich die ganze Nacht wach zu bleiben, und das Fasten erst am anderen Morgen zu brechen. Wer Sivaratri vertrauensvoll begeht und sich ganz Sivas Verehrung hingibt, von dem heißt es, dass sein Karma aufgelöst wird und der Kreislauf aus Sterben und Wiedergeburt durchbrochen wird.

In unseren Breiten hat sicherlich nicht jeder einen Sivalingam daheim stehen, Bilwa-Blätter, die dem Gott heilig sind, können auch nicht so einfach geopfert werden, und mit trainierten Brahmanen für Rituale wie Poojas und Abhishekams ist es auch nicht wirklich gut bestellt.
Nichtsdestotrotz können sich vielleicht doch etliche Europäer mit dem Gedanken anfreunden, sich dieser Gottheit in dieser besonderen Nacht zuzuwenden. Kerzen oder vielleicht ein bisschen Räucherwerk und Blumen machen Ihm sicher auch Freude, und Mantren oder Gebete zu Ihm haben in dieser Nacht eine besondere Kraft. Wer meditiert, wird in dieser Nacht viel einfacher in einen erweiterten, höheren Geisteszustand kommen. Das Göttliche ist uns in dieser Nacht greifbarer.

Ich habe mich schon die vorherigen Jahre bemüht, aber ich schaffe es einfach nicht, wirklich eine Nacht wach zu bleiben. Ich geb´s zu, ich bin da ein Weichei, und ich hoffe, Er sieht es mir nach. Aber mich rührt diese Nacht immer wieder tief an, und ich werde sie auch dieses Jahr wieder feiern.
Für alle, die es interessiert, füge ich hier ein paar YouTube-links mit Bhajans, mit Gesängen, an, die ich besonders mag:

Rudrastakam gesungen von Ramesh Bhai Oza: http://www.youtube.com/watch?v=tPw3A1k6N58

eine andere Fassung, auch sehr schön: http://www.youtube.com/watch?v=wtMOHnvJ5kU

Hier der Text in einer guten Übersetzung: http://www.lyricsmania.com/rudrashtakam_shiva_stuti_lyrics_krishna_das.html

Ramesh Bhai Oza singt den Siva Panchakshara Stotram: http://www.youtube.com/watch?v=bajfTIutLtI


Eine segensreiche Nacht wünscht

Mirabai




Donnerstag, 7. März 2013

Karma auflösen am 13. Mondtag - Saturn Pradosham am Samstag, den 09. März 2013

Am kommenden Samstag ergibt sich in der Stunde der Abenddämmerung bis zum Zeitpunkt des Sonnenunterganges nach hinduistischer Tradition wieder eine sehr gute Möglichkeit, Karma rituell aufzulösen.

Dieses Zeitfenster vor dem Sonnenuntergang kann prinzipiell jeden Tag genutzt werden, besonders günstig ist diese Zeit jedoch am 13. Tag des zu- oder abnehmenden Mondes. Fällt dieser 13. Mondtag dazu noch auf einen Samstag, gibt es ein Großes Pradosham oder Maha Pradosham, auch Saturn Pradosham oder Shani Pradosham genannt.

Der Sonnenuntergang ist hierzulande kurz nach 18.00 Uhr abends, und vertrauensvolle Gebete zu Siva um Hilfe sowie das Rezitieren Seines Mantras „Thiru Neela Kantam“, mindestens 108 Mal, besser ein Vielfaches davon oder gleich 1008 Male, sind dann sehr viel wirkungsvoller als sonst.

Wer wirklich schwer an seiner Vergangenheit trägt, wer sich nach Veränderung sehnt und doch nicht aus seiner alten Spur herauskommt, dem sei diese Zeit besonders ans Herz gelegt. Denn es gilt, zuerst das Alte wegzuräumen um Platz zu schaffen, und dann erst das Neue einzuladen.
Übrigens sollte man sich nicht wundern, wenn in der Nacht des Shani Pradosham heftig geträumt wird! Daran wird sehr sichtbar, wie das Ritual, das Mantra, arbeiten.

Alles Liebe, alles Licht wünscht
Mirabai

P.S.: Ich verweise für mehr Infos noch auf meine früheren Artikel zu Pradosham!

Freitag, 22. Februar 2013

Karma auflösen am 13. Mondtag - Saturn Pradosham am Samstag, den 23. Februar 2013

An jedem 13. Mondtag, egal ob bei zunehmendem oder abnehmendem Mond, gibt es in der Stunde der Abenddämmerung bis zum Sonnenuntergang ein besonderes Zeitfenster. Laut der vedische Astrologie Jyotish gilt Pradosham, dieses besondere Zeitspanne, als sehr erfolgversprechend für Rituale zur Auflösung negativen Karmas. Gebete zu Siva um Erleichterung und das Rezitieren des Mantra „Thiru Neela Kantam“ sind dann besonders wirksam.

Starkes Karma zeigt sich u.a. dann, wenn der Lebensweg einer tiefen, ausgetretenen Furche gleicht, die endlos im Kreis herum führt. Déjà-vues der langweiligen, oder schlimmer noch, der mühsamen und leidvollen Sorte!
Jede neue Runde ist nicht anders als die vorherige, der neue Partner entpuppt sich als sein verkleideter Vorgänger, den Jobwechsel hätten wir uns sparen können und minimale Korrekturen unseres Lebens, wenn sie denn überhaupt stattfinden, kosten viel Kraft.

Was neues gefällig? Probieren Sie´s doch mal mit spirituellen Techniken zur Karma-Auflösung aus. Jetzt, in diesem Mondzyklus, trifft es sich, daß der hierfür günstige 13. Mondtag auf einen Samstag fällt. Lord Shani, der Saturn-Gott, regiert den Samstag, und Shani verkörpert den harten, strengen Lehrmeister in unserem Leben, den Herrn über das Karma. Er konfrontiert uns immer und immer wieder mit unseren Themen, so lange, bis wir endlich verstanden haben. Durch Leid und Härten bringt er uns zum Umdenken und zur Umkehr zum Besseren, nicht im Sinne einer Bestrafung, aber als Chance zur Klärung und Bereinigung.

Siva ist derjenige, der Macht über Lord Shani besitzt, der ihn besänftigt und bändigt, damit er seinen eisernen Griff auf uns lockert. Sich Siva an Maha Pradosham anzuvertrauen, zu ihm zu beten und sein Mantra „Thiru Neela Kantam“ in der Abenddämmerung zu singen oder zu chanten gilt als vielversprechende esoterische Technik, um die Last des Karmas leichter werden zu lassen. Das Mantra sollte mindestens 108 Mal, besser ein Vielfaches davon oder gleich 1008 Mal wiederholt werden.

Weitere hilfreiche Infos zu Pradosham und zum Karma busting habe ich schon in meinem post vom 24. Januar 2013 geschrieben.

Viel Glück und Segen wünscht
Mirabai

Donnerstag, 24. Januar 2013

Pradosham: Karma auflösen am 13. Mondtag

Heute ist der 13. Tag des zunehmenden Mondes und damit ein besonderes Zeitfenster. An jedem 13. Mondtag, gleich ob in der zunehmenden oder in der abnehmenden Phase, können Karma und karmische Gedanken durch bestimmte Rituale und die Gebete zu Siva besonders effektiv aufgelöst werden.

Während der Dämmerung, in der Zeit zwischen Tag und Nacht ungefähr eine bis eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang gesungene Mantras zum Auflösen des Karmas gelten dann als besonders wirkungsvoll. Natürlich kann die Dämmerung täglich für Pradosham, was wörtlich die Auflösung von Sünden bedeutet, genutzt werden. Das ist sicherlich eine gute Idee für all jene, die das Gefühl haben, festzustecken und die es leid sind, sich in ausgetretenen Lebensbahnen zu bewegen; alles Zeichen dafür, daß das Karma einen Menschen fest im Schraubstock-Griff hat. An einem 13. Mondtag sind die Energien jedoch besonders stark, und sollte der 13. Mondtag noch auf einen Samstag oder einen Montag fallen, sind die Zeiten am günstigsten.

Bei mir im Nürnberger Umland geht heute die Sonne um 16:51 Uhr unter, und ich werde die Dämmerung nutzen, um 108 mal das Mantra „Thiru Neela Kantam“ zu rezitieren und dabei ein blaues Licht auf meinem Halschakra visualisieren.
Neela Kantam ist übrigens einer der 108 Namen Sivas, der auf den blauen Fleck auf seinem Hals hinweist, dem Zeichen dafür, dass Siva das Gift der Welt getrunken hatte, und ihn seine Gemahlin Parvati rettete, indem sie seinen fest Hals zudrückte.

Wer mehr wissen möchte, kann über das Pradosham-Zeitfenster und zum Thiru Neela Kantam – Mantra bei Astroved (www.Astroved.com) oder Sivababa unter http://www.pillaicenter.com/teachings/13th_moon/ nachlesen, bei youtube finden sich auch Videos zur korrekten Aussprache.





Montag, 21. Januar 2013

Karma (dritter Teil)

In diesem Teil werde ich die Techniken zumindest anreißen, die mir geholfen haben, mein zu schleppendes Päckchen zu verkleinern. Details kommen dann in einzelnen Kapiteln.
Was ich schreiben werde, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ist wissenschaftlich garantiert fragwürdig und statistisch gesehen ohne jede Aussagekraft, weil ich allein kein Studienkollektiv stellen kann... ;o) Dieser Blog geht also bestenfalls als Sammlung meiner Hausrezepte durch!

Vorneweg: Burn-out und Depressionen bis hin zu Suizidgedanken sind mir gut bekannt. Auf medikamentöse Behandlung, z.B. mit Antidepressiva, habe ich völlig verzichtet, denn im Hinterstübchen meines Hirns war mir klar, daß mein ganzes Elend im Grunde kein Zufall war, sondern schlichtweg hausgemacht. Wie es so schön heißt: Es gibt kein richtiges Leben im falschen, und wenn ich ehrlich zu mir selber war, wusste ich, daß das Leben, das ich führte, der Grund für mein Kranksein war. Der Grund dafür, daß ich kaum noch aufstehen konnte, daß ich schlecht schlief, daß ich ständig Horrorgefühle im Bauch hatte, daß sich mein Körper zerschlagen wie eine einzige Wunde anfühlte und ich körperlich Schmerzen hatte, und dafür, daß sich die entsetzlichsten Gedankenkarusselle in meinem Kopf drehten. Ich wollte mich nicht mit Tabletten betäuben, nur um das Elend nicht mehr spüren zu müssen, und um weiter in meinem schrecklichen Hamsterrad zu funktionieren. Ich wollte wirklich ein besseres Leben für mich, ich wollte, daß es mir wieder gut ginge und daß die Sonne auch für mich wieder scheinen würde.
Insofern möchte ich meine Erfahrungen keinesfalls als Patentrezepte verstanden wissen, jemand anders braucht vielleicht wirklich zumindest gelegentlich Medikamente, um die tiefen Täler durchzustehen. Allerdings glaubte ich zunächst noch an Wundertechniken, die mir helfen sollten, mein Leben im Prinzip irgendwie doch ohne große, umwälzende Aufräumarbeiten weiter zu führen, mit nur kleineren Korrekturen hier und da. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß!

Was war damals mein Leben? Alleinerziehende Mutter, also generell stark belastet, ein stressiger Vollzeitjob im Außendienst, der mir nicht das geringste an Befriedigung gab und nur dazu da war, die Kohle für die Miete reinzuholen, und zeitweise noch eine Beziehung mit einem Mann, der im Grunde ein besitzergreifender Stalker war, der mich in jeder Minute belagerte und den ich letztendlich nur mit Hilfe der Polizei los wurde. Genug also, um sagen zu können, daß es nicht rosig war bei mir! Und wenn Sie nach meiner Kindheit fragen, wie das ja Psychologen immer tun, dann sage ich, daß mich keiner geschlagen hat und ich genug zu essen hatte und ein Dach über dem Kopf. Das ist vergleichsweise nicht ganz wenig, aber das sind eben auch nur die absoluten Basics. Glück ist was anderes.
Zusammengefasst: Ich hatte einiges aufzuräumen!

Was hat mir wenig geholfen? Gesprächspsychotherapie. Ich bin selber ein verkopfter Mensch, der vom hundertsten zum tausendsten kommt und denkt und theoretisiert und philosophiert. Sollte der Intellekt bei psychischen Problemen wirklich eine transformierende Wirkung haben, wäre ich die gesündeste Frau der Welt gewesen! Im übrigen glaube ich, daß der Verstand die Sprache der Seele nicht wirklich versteht, weder ihre Mystik, ihre Bilder, noch die Sehnsüchte. Der Verstand ist ein Buchhalter, vielleicht auch ein Ingenieur, aber die wilde, sanfte, unlogische, irrationale, liebevolle, sehnsüchtige, weise Seele will nicht beschnitten, klassifiziert, organisiert oder verwaltet werden. Sie will nicht nützlich sein, nicht vernünftig, nicht effektiv, nicht brav und nicht anständig, und sie will auch nicht erklären.
Sie ist, wie sie ist, und wenn man ein Leben gegen sie führt, wird man das früher oder später spüren.

Also, so wissenschaftlich und anerkannt Gesprächspsychotherapie auch sein mag, für mich war das nichts. Zum Aufspüren der Untiefen, der ureigene Themen, der unbewussten Programme eignet sich aber Kunsttherapie ganz wunderbar! Denn hier redet die Seele in ihrer Sprache, und ein guter Therapeut wird sie verstehen. Malen und gestalten kann wie Ostereiersuchen sein, man stößt auf seine Schatten, auf sein Karma. Und das ist nur der erste Schritt, danach folgt noch mehr Arbeit.

Nun habe ich ja im zweiten Teil dieses Kapitels schon ausgeführt, daß Karma meiner Meinung nach einer Programmierung gleicht. Wir bewegen uns nach einer unbewussten, unsichtbaren Choreographie in ausgetretenen Pfaden, umgeben von Mauern, und diese Mechanismen lassen es schwer oder fast unmöglich werden, auszubrechen. Das ist auch der Grund, warum nicht immer, aber oft, eine Änderung der Lebensumstände oder Autosuggestionen nicht funktionieren – im Unbewussten ist ein Saboteur verborgen. Und diesen Saboteur, das unbewusste Programm, müssen wir löschen und meist mit etwas schönerem, besserem, mit etwas gesünderem überschreiben.
Es nützt nichts, das Programm nur zu kennen. Selbst wenn Sie den Namen des Übeltäters wissen, seine Eigenschaften, die Speicherkapazität und viele weitere Details, nützt das unter Umständen nur wenig, wenn das Ding einfach läuft und bei jedem Neustart wieder mit hochfährt. Ich sage „unter Umständen“ und „nur wenig“, denn es gibt Menschen mit einem sehr starken Willen, die stark und präsent genug sind, um ein Programm zu überwinden. Alle anderen sollten lieber nicht die Ausdrucke ihres Lebensprogramms im Alltag mit Tipp-Ex übermalen, sondern mit der Deinstallation des Schadprogramms anfangen. Und dann was besseres aufspielen!

Wie kann man Programme auf energetischer Ebene löschen und überschreiben?
Ich weiß ein paar Techniken, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe, und die wirklich an der Wurzel ansetzen.
Kurz und knapp:
Schamanische Arbeit. Pilgern zu Kraftorten. Homöopathie. Arbeit mit Mantra. Vedische Astrologie. Ortswechsel und Feng Shui.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Astrologie

Welche Kräfte wirken auf einen Menschen zu der besonderen Zeit, wenn er seinen allerersten Atemzug nimmt? Welche Auswirkungen haben diese Kräfte für sein zukünftiges Leben, in welche Bahnen lenken diese dann den Menschen?
Vorausgesetzt es gibt solche Kräfte, woher kommen diese, was ist deren Ursprung? Und ganz wichtig: Wenn diese Kräfte dazu führen, daß der Lebensweg eines Menschen eher einer holprigen Schlaglochpiste durch unwegsames Gelände, gespickt mit mit Abgründen und Hindernissen, gleicht, gibt es dann vielleicht doch noch irgend eine Möglichkeit, von diesem Weg auf eine ebene Bahn mit Rückenwind abzubiegen?

Die Astrologie, die subtile Schwester der Astronomie, geht davon aus, daß die zum Geburtszeitpunkt wirkenden Planetenkräfte den künftigen Lebensweg des Menschen maßgeblich beeinflussen. Wer dies für Unsinn hält, könnte sich vielleicht auch einmal Gedanken darüber machen, daß im Grunde sämtliche altertümlichen Hochkulturen den Lauf der Sterne beobachteten, daß diese zum Teil über erstaunliches astronomisches Wissen verfügten und daß das Wissen über Planetenkonstellationen selbst das (Alltags-)Leben der Menschen beeinflusste. Und der Nutzen und Einfluß dieses Wissens erschöpfte sich nicht nur darin, daß Seeleute den Polarstern als Navigationshilfe in der Nacht nutzten.

Wie können Sterne Kräfte sein, wie können sie Kräfte aussenden?
Vorausgesetzt die moderne Wissenschaft akzeptiert überhaupt die Möglichkeit von Sterneneinflüssen, setzt sie diese gerne mit subtilen Schwerkrafteffekten gleich.
Einen ganz anderen Denkansatz, oder besser, einen ganz anderen mystisch-philosophischen Hintergrund bietet die vedische Astrologie. Hier sind die Planeten machtvolle Wesenheiten mit unterschiedlichsten Charakteren, denen wiederum Planetengöttern übergeordnet sind. Und genauso wenig wie unsere Erde nicht nur ist ein Klumpen Dreck ist, der sinn- und planlos durch´s Weltall rast, sind die anderen Planeten nicht nur tote Anhäufungen von anorganischem Material und giftigen Gasen in für uns Menschen unwirtlichsten Bereichen des Sonnensystems.
Mit diesen Planetenwesen und deren Göttern kann der Mensch Frieden schließen und sie um Nachsicht bitten, das ist die tröstliche Einladung des Jyotish, der indischen Astrologie.

Ich selber habe als Klientin bisher nur zweimal Erfahrungen mit der Astrologie gemacht. Einmal bei der wunderbaren Christa Heidecke, die ich wärmstens empfehlen kann, ebenso wie ihren Blog 2012sternenlichter. Sie war es auch, die mir geraten hat, alle Eindrücke, die auf meine empfindlichen Antennen einprasseln, unbedingt und lebensnotwendigerweise (!!) kreativ auszudrücken. Sie lesen soeben meinen blog, was ja eine Möglichkeit hierfür darstellt.
Und einmal in Chennai, einer Eingebung kurz vor meiner Abreise aus Deutschland folgend. Noch von Deutschland aus vereinbarte ich einen Termin. Das besagte Astrologenteam dort bietet sowohl Nadi readings an, also Beratungen aufgrund einer Lesung der berühmten Palmblatt-Bibliotheken, als auch klassische vedische Astrologie. 
Und die gute Nachricht ist: Um den ungünstigen Einfluss eines Planeten im Geburtshoroskop zu lindern, gibt es spezielle Heilmittel. Das kann beispielsweise ein Mantra, ein Yantra oder ein bestimmter Edelstein sein. Wie ein Yoga-Meister und Jyotish-Astrologe so schön sagte: „You do not need an astrologer to tell you that your life is a mess. You need someone to tell you how to fix it!“ (Sie brauchen keinen Astrologen, der Ihnen sagt, daß Ihr Leben eine Katastrophe ist. Sie brauchen jemanden der Ihnen sagt, wie Sie das in den Griff kriegen können!)
Ja, wirklich, so jemanden konnte ich dringend brauchen. Ich brauchte eine Medizin, die mein Leben heilt.

Und zum Schluß noch für alle Skeptiker:
Jyotish wird in Indien als exakte Wissenschaft anerkannt, so wie bei uns die Physik und die Chemie auch.
Und die Planeten, einschließlich unserer Erde, besitzen ihr jeweils eigenes torusförmiges Magnetfeld. Genau so wie alle anderen Lebewesen auch.