Posts mit dem Label Homöopathie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Homöopathie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 21. Januar 2013

Karma (dritter Teil)

In diesem Teil werde ich die Techniken zumindest anreißen, die mir geholfen haben, mein zu schleppendes Päckchen zu verkleinern. Details kommen dann in einzelnen Kapiteln.
Was ich schreiben werde, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ist wissenschaftlich garantiert fragwürdig und statistisch gesehen ohne jede Aussagekraft, weil ich allein kein Studienkollektiv stellen kann... ;o) Dieser Blog geht also bestenfalls als Sammlung meiner Hausrezepte durch!

Vorneweg: Burn-out und Depressionen bis hin zu Suizidgedanken sind mir gut bekannt. Auf medikamentöse Behandlung, z.B. mit Antidepressiva, habe ich völlig verzichtet, denn im Hinterstübchen meines Hirns war mir klar, daß mein ganzes Elend im Grunde kein Zufall war, sondern schlichtweg hausgemacht. Wie es so schön heißt: Es gibt kein richtiges Leben im falschen, und wenn ich ehrlich zu mir selber war, wusste ich, daß das Leben, das ich führte, der Grund für mein Kranksein war. Der Grund dafür, daß ich kaum noch aufstehen konnte, daß ich schlecht schlief, daß ich ständig Horrorgefühle im Bauch hatte, daß sich mein Körper zerschlagen wie eine einzige Wunde anfühlte und ich körperlich Schmerzen hatte, und dafür, daß sich die entsetzlichsten Gedankenkarusselle in meinem Kopf drehten. Ich wollte mich nicht mit Tabletten betäuben, nur um das Elend nicht mehr spüren zu müssen, und um weiter in meinem schrecklichen Hamsterrad zu funktionieren. Ich wollte wirklich ein besseres Leben für mich, ich wollte, daß es mir wieder gut ginge und daß die Sonne auch für mich wieder scheinen würde.
Insofern möchte ich meine Erfahrungen keinesfalls als Patentrezepte verstanden wissen, jemand anders braucht vielleicht wirklich zumindest gelegentlich Medikamente, um die tiefen Täler durchzustehen. Allerdings glaubte ich zunächst noch an Wundertechniken, die mir helfen sollten, mein Leben im Prinzip irgendwie doch ohne große, umwälzende Aufräumarbeiten weiter zu führen, mit nur kleineren Korrekturen hier und da. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß!

Was war damals mein Leben? Alleinerziehende Mutter, also generell stark belastet, ein stressiger Vollzeitjob im Außendienst, der mir nicht das geringste an Befriedigung gab und nur dazu da war, die Kohle für die Miete reinzuholen, und zeitweise noch eine Beziehung mit einem Mann, der im Grunde ein besitzergreifender Stalker war, der mich in jeder Minute belagerte und den ich letztendlich nur mit Hilfe der Polizei los wurde. Genug also, um sagen zu können, daß es nicht rosig war bei mir! Und wenn Sie nach meiner Kindheit fragen, wie das ja Psychologen immer tun, dann sage ich, daß mich keiner geschlagen hat und ich genug zu essen hatte und ein Dach über dem Kopf. Das ist vergleichsweise nicht ganz wenig, aber das sind eben auch nur die absoluten Basics. Glück ist was anderes.
Zusammengefasst: Ich hatte einiges aufzuräumen!

Was hat mir wenig geholfen? Gesprächspsychotherapie. Ich bin selber ein verkopfter Mensch, der vom hundertsten zum tausendsten kommt und denkt und theoretisiert und philosophiert. Sollte der Intellekt bei psychischen Problemen wirklich eine transformierende Wirkung haben, wäre ich die gesündeste Frau der Welt gewesen! Im übrigen glaube ich, daß der Verstand die Sprache der Seele nicht wirklich versteht, weder ihre Mystik, ihre Bilder, noch die Sehnsüchte. Der Verstand ist ein Buchhalter, vielleicht auch ein Ingenieur, aber die wilde, sanfte, unlogische, irrationale, liebevolle, sehnsüchtige, weise Seele will nicht beschnitten, klassifiziert, organisiert oder verwaltet werden. Sie will nicht nützlich sein, nicht vernünftig, nicht effektiv, nicht brav und nicht anständig, und sie will auch nicht erklären.
Sie ist, wie sie ist, und wenn man ein Leben gegen sie führt, wird man das früher oder später spüren.

Also, so wissenschaftlich und anerkannt Gesprächspsychotherapie auch sein mag, für mich war das nichts. Zum Aufspüren der Untiefen, der ureigene Themen, der unbewussten Programme eignet sich aber Kunsttherapie ganz wunderbar! Denn hier redet die Seele in ihrer Sprache, und ein guter Therapeut wird sie verstehen. Malen und gestalten kann wie Ostereiersuchen sein, man stößt auf seine Schatten, auf sein Karma. Und das ist nur der erste Schritt, danach folgt noch mehr Arbeit.

Nun habe ich ja im zweiten Teil dieses Kapitels schon ausgeführt, daß Karma meiner Meinung nach einer Programmierung gleicht. Wir bewegen uns nach einer unbewussten, unsichtbaren Choreographie in ausgetretenen Pfaden, umgeben von Mauern, und diese Mechanismen lassen es schwer oder fast unmöglich werden, auszubrechen. Das ist auch der Grund, warum nicht immer, aber oft, eine Änderung der Lebensumstände oder Autosuggestionen nicht funktionieren – im Unbewussten ist ein Saboteur verborgen. Und diesen Saboteur, das unbewusste Programm, müssen wir löschen und meist mit etwas schönerem, besserem, mit etwas gesünderem überschreiben.
Es nützt nichts, das Programm nur zu kennen. Selbst wenn Sie den Namen des Übeltäters wissen, seine Eigenschaften, die Speicherkapazität und viele weitere Details, nützt das unter Umständen nur wenig, wenn das Ding einfach läuft und bei jedem Neustart wieder mit hochfährt. Ich sage „unter Umständen“ und „nur wenig“, denn es gibt Menschen mit einem sehr starken Willen, die stark und präsent genug sind, um ein Programm zu überwinden. Alle anderen sollten lieber nicht die Ausdrucke ihres Lebensprogramms im Alltag mit Tipp-Ex übermalen, sondern mit der Deinstallation des Schadprogramms anfangen. Und dann was besseres aufspielen!

Wie kann man Programme auf energetischer Ebene löschen und überschreiben?
Ich weiß ein paar Techniken, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe, und die wirklich an der Wurzel ansetzen.
Kurz und knapp:
Schamanische Arbeit. Pilgern zu Kraftorten. Homöopathie. Arbeit mit Mantra. Vedische Astrologie. Ortswechsel und Feng Shui.