In diesem Teil werde ich die Techniken zumindest anreißen, die mir
geholfen haben, mein zu schleppendes Päckchen zu verkleinern. Details
kommen dann in einzelnen Kapiteln.
Was ich schreiben werde, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ist
wissenschaftlich garantiert fragwürdig und statistisch gesehen ohne
jede Aussagekraft, weil ich allein kein Studienkollektiv stellen kann...
;o) Dieser Blog geht also bestenfalls als Sammlung meiner Hausrezepte
durch!
Vorneweg: Burn-out und Depressionen bis hin zu Suizidgedanken sind
mir gut bekannt. Auf medikamentöse Behandlung, z.B. mit Antidepressiva,
habe ich völlig verzichtet, denn im Hinterstübchen meines Hirns war mir
klar, daß mein ganzes Elend im Grunde kein Zufall war, sondern
schlichtweg hausgemacht. Wie es so schön heißt: Es gibt kein richtiges
Leben im falschen, und wenn ich ehrlich zu mir selber war, wusste ich,
daß das Leben, das ich führte, der Grund für mein Kranksein war. Der
Grund dafür, daß ich kaum noch aufstehen konnte, daß ich schlecht
schlief, daß ich ständig Horrorgefühle im Bauch hatte, daß sich mein
Körper zerschlagen wie eine einzige Wunde anfühlte und ich körperlich
Schmerzen hatte, und dafür, daß sich die entsetzlichsten
Gedankenkarusselle in meinem Kopf drehten. Ich wollte mich nicht mit
Tabletten betäuben, nur um das Elend nicht mehr spüren zu müssen, und um
weiter in meinem schrecklichen Hamsterrad zu funktionieren. Ich wollte
wirklich ein besseres Leben für mich, ich wollte, daß es mir wieder gut
ginge und daß die Sonne auch für mich wieder scheinen würde.
Insofern möchte ich meine Erfahrungen keinesfalls als Patentrezepte
verstanden wissen, jemand anders braucht vielleicht wirklich zumindest
gelegentlich Medikamente, um die tiefen Täler durchzustehen. Allerdings
glaubte ich zunächst noch an Wundertechniken, die mir helfen sollten,
mein Leben im Prinzip irgendwie doch ohne große, umwälzende
Aufräumarbeiten weiter zu führen, mit nur kleineren Korrekturen hier und
da. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß!
Was war damals mein Leben? Alleinerziehende Mutter, also generell
stark belastet, ein stressiger Vollzeitjob im Außendienst, der mir nicht
das geringste an Befriedigung gab und nur dazu da war, die Kohle für
die Miete reinzuholen, und zeitweise noch eine Beziehung mit einem Mann,
der im Grunde ein besitzergreifender Stalker war, der mich in jeder
Minute belagerte und den ich letztendlich nur mit Hilfe der Polizei los
wurde. Genug also, um sagen zu können, daß es nicht rosig war bei mir!
Und wenn Sie nach meiner Kindheit fragen, wie das ja Psychologen immer
tun, dann sage ich, daß mich keiner geschlagen hat und ich genug zu
essen hatte und ein Dach über dem Kopf. Das ist vergleichsweise nicht
ganz wenig, aber das sind eben auch nur die absoluten Basics. Glück ist
was anderes.
Zusammengefasst: Ich hatte einiges aufzuräumen!
Was hat mir wenig geholfen? Gesprächspsychotherapie. Ich bin selber
ein verkopfter Mensch, der vom hundertsten zum tausendsten kommt und
denkt und theoretisiert und philosophiert. Sollte der Intellekt bei
psychischen Problemen wirklich eine transformierende Wirkung haben, wäre
ich die gesündeste Frau der Welt gewesen! Im übrigen glaube ich, daß
der Verstand die Sprache der Seele nicht wirklich versteht, weder ihre
Mystik, ihre Bilder, noch die Sehnsüchte. Der Verstand ist ein
Buchhalter, vielleicht auch ein Ingenieur, aber die wilde, sanfte,
unlogische, irrationale, liebevolle, sehnsüchtige, weise Seele will
nicht beschnitten, klassifiziert, organisiert oder verwaltet werden. Sie
will nicht nützlich sein, nicht vernünftig, nicht effektiv, nicht brav
und nicht anständig, und sie will auch nicht erklären.
Sie ist, wie sie ist, und wenn man ein Leben gegen sie führt, wird man das früher oder später spüren.
Also, so wissenschaftlich und anerkannt Gesprächspsychotherapie auch
sein mag, für mich war das nichts. Zum Aufspüren der Untiefen, der
ureigene Themen, der unbewussten Programme eignet sich aber
Kunsttherapie ganz wunderbar! Denn hier redet die Seele in ihrer
Sprache, und ein guter Therapeut wird sie verstehen. Malen und gestalten
kann wie Ostereiersuchen sein, man stößt auf seine Schatten, auf sein
Karma. Und das ist nur der erste Schritt, danach folgt noch mehr Arbeit.
Nun habe ich ja im zweiten Teil dieses Kapitels schon ausgeführt,
daß Karma meiner Meinung nach einer Programmierung gleicht. Wir bewegen
uns nach einer unbewussten, unsichtbaren Choreographie in ausgetretenen
Pfaden, umgeben von Mauern, und diese Mechanismen lassen es schwer oder
fast unmöglich werden, auszubrechen. Das ist auch der Grund, warum
nicht immer, aber oft, eine Änderung der Lebensumstände oder
Autosuggestionen nicht funktionieren – im Unbewussten ist ein Saboteur
verborgen. Und diesen Saboteur, das unbewusste Programm, müssen wir
löschen und meist mit etwas schönerem, besserem, mit etwas gesünderem
überschreiben.
Es nützt nichts, das Programm nur zu kennen. Selbst wenn Sie den Namen
des Übeltäters wissen, seine Eigenschaften, die Speicherkapazität und
viele weitere Details, nützt das unter Umständen nur wenig, wenn das
Ding einfach läuft und bei jedem Neustart wieder mit hochfährt. Ich sage
„unter Umständen“ und „nur wenig“, denn es gibt Menschen mit einem sehr
starken Willen, die stark und präsent genug sind, um ein Programm zu
überwinden. Alle anderen sollten lieber nicht die Ausdrucke ihres
Lebensprogramms im Alltag mit Tipp-Ex übermalen, sondern mit der
Deinstallation des Schadprogramms anfangen. Und dann was besseres
aufspielen!
Wie kann man Programme auf energetischer Ebene löschen und überschreiben?
Ich weiß ein paar Techniken, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe, und die wirklich an der Wurzel ansetzen.
Kurz und knapp:
Schamanische Arbeit. Pilgern zu Kraftorten. Homöopathie. Arbeit mit Mantra. Vedische Astrologie. Ortswechsel und Feng Shui.
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