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Mittwoch, 5. Juni 2013

Feng Shui – Tipps für die Zeit von 05. Juni bis 06. Juli

Die Fliegenden Sterne 2013 für den Monat Juni sind zur Zeit besonders glückbringend im Nordwestbereich des Wohn- oder Arbeitszimmers. Ein dort aufgestellter kleiner, sanft plätschernder Zimmerbrunnen mit klarem, sauberen Wasser verstärkt den Effekt.

Und nicht vergessen: Wer den Brunnen jetzt an dieser Stelle platziert, muss ihn monatlich umpositionieren! Ein günstiger fester Platz muss anders berechnet werden!



Viel Erfolg allerseits wünscht Mirabai

Sonntag, 5. Mai 2013

Feng Shui – Tipps für die Zeit vom 05. Mai bis zum 04. Juni 2013

Die Fliegenden Sterne für Mai verraten uns, dass der günstigste Platz für einen kleinen, freundlich plätschernden Zimmerbrunnen mit frischem Wasser jetzt das Zentrum des Wohn- oder Arbeitszimmers darstellt.

Und nicht vergessen: Wer den Brunnen jetzt an dieser Stelle platziert, muss ihn monatlich umpositionieren! Ein günstiger fester Platz muss anders berechnet werden!



Viel Erfolg allerseits wünscht Mirabai

Mittwoch, 3. April 2013

Aktuelles - Feng Shui Tipps für die Zeit vom 04. April bis zum 04. Mai 2013

Alle, die mir in dieser Reihe folgen, müssen den kleinen, freundlich plätschernden Zimmerspringbrunnen mit frischem Wasser jetzt wieder umpositionieren. In der Zeit vom 4. April bis zum 4. Mai wird er in den Südostbereich des Wohnzimmers oder des Arbeitszimmers gestellt (Kompassbereich 112,5° bis 157,5°).

Weitere Informationen bitte meinen postings vom 02.02.2013 und 07.01.2013 entnehmen!


Weiterhin erholsame Osterferien und einen sonnigen Frühlingsbeginn wünscht

Mirabai

Mittwoch, 27. März 2013

Besser wohnen (4)

Hier kommen wieder ein paar hoffentlich nützliche Gedanken aus der Feng Shui – Trickkiste.

Für alle, die sich eine neue Wohnung oder ein neues Haus aussuchen ist es sicher eine gute Idee, ein Auge auf die folgenden Faustregeln zu haben. Ich sage bewusst „Faustregeln“, denn es gibt keine Behausung, die völlig ohne Herausforderung ist. Die Summer der Kleinigkeiten macht erst das Problem – und unter Umständen andere individuelle Gegebenheiten, die aber vor Ort und auf die Bewohner abgestimmt identifiziert und gelöst werden müssen. Dies zu diskutieren, sprengt weit den Rahmen eines Blogs, sogar den eines einzelnen Lehrbuches. Andererseits können aber auch förderliche Einflüsse versteckt sein – deshalb nicht verzweifeln und das große Ganze nicht aus dem Blick verlieren! 
Wo aber die Intuition gegen ein Haus oder eine Wohnung spricht, davon sollte man lieber besser die Finger lassen. Das Unterbewusstsein hat oft ein gesundes Gespür für Unstimmigkeiten oder ungünstige Energien, was früher oder später die Bewohner treffen würde.

Aber jetzt, Daumen hoch und los:

  • Ein regelmäßiger Grundriss mit quadratischen oder annähernd quadratischen Proportionen ist grundsätzlich günstiger als eine vergleichbare Wohnung, bzw. ein vergleichbares Haus mit vielen Ecken, Fehlbereichen oder Anbauten. Eine drastische Abweichung vom quadratischen Grundriss, ich nenne das jetzt mal schlauchförmig, ist auch weniger wünschenswert. Nicht umsonst spricht man bei schönen viereckigen Flächen vom Vier-Punkte-Gold.
  • Eine Wohnung im Erdgeschoss ist grundsätzlich besser als eine vergleichbare Wohnung in den oberen Etagen. Je weiter oben die Wohnräume sind, desto problematischer.
  • Eine Wohnung mit mit geraden Wänden ist grundsätzlich besser als eine vergleichbare Wohnung mit Dachschrägen. Je schräger, desto problematischer.
  • Ein freistehendes Haus mit Fenstern in allen Himmelsrichtungen ist grundsätzlich besser als ein ansonsten vergleichbares Doppel- oder Reihenhaus.
  • Eine Wohnung mit Fenstern in allen Himmelsrichtungen ist grundsätzlich besser als eine vergleichbare Wohnung im Block mit gemeinsamen Wänden. Es ist günstig, den Sonnenlauf während des Tages in den Wohnräumen erleben zu können.
  • Es ist gut, wenn der Wohnraum auf einem stabilen Fundament ruht. Zimmer über Tordurchfahrten, oder freischwebend nur auf Säulen sind vielleicht architektonisch ansprechend und optisch mal was anderes, psychologisch gesehen vermitteln sie einfach nur Unsicherheit.


Es folgen auf diesem Blog noch mehr grundsätzliche Überlegungen und einfache Tipps zum guten wohnen!

Fröhliches Ostereiersuchen wünscht
Mirabai

























Samstag, 16. März 2013

Freundschaft mit den Planeten schliessen

Die Planetenkonstellation zu der Zeit, wenn der Mensch seinen ersten Atemzug nimmt, gilt in der Astrologie als grundlegender Ausgangspunkt für seinen kommenden Lebensweg. Derjenige, der die Sternenschrift entziffern kann, gewinnt verblüffende Einsichten in das Schicksal eines einzelnen. Charakterliche Eigenschaften, Beziehungsthemen, berufliche Dispositionen, Geld und Güter, gesundheitliche Anlagen, gute und schlechte Zeiten – im Grunde kann alles wesentliche über einen Menschen vom Geburtszeitpunkt her mit seinen Entwicklungstendenzen abgelesen werden. Die Planeten sind also die Vermittler unserer ursprünglichsten Lebensumstände, unseres mit in dieses Leben gebrachte Karmas.

Dabei stecken wir aber nicht fest und sollten uns keiner defätistischen Sichtweise ergeben, sondern die Herausforderung annehmen und durch bewusste Entscheidungen und Ausnutzung günstiger Zeiten das beste aus unseren Anlagen machen. „Taking good care of the presence can even transform the past“ - dieses buddhistische Sprichwort weist darauf hin, daß uns Achtsamkeit immer helfen kann, aus unseren Automatismen auszubrechen, und sogar unsere Vergangenheit mit ihren Auswirkungen auf das Jetzt beeinflussen und klären kann. (Allerdings weiß jeder, der es schon mal versucht hat, daß die Sache mit der Achtsamkeit eine nicht so ganz einfache ist...)

Das besondere an der vedischen Astrologie, am Jyotish, ist die Tatsache, daß sie nicht nur eine Analyse unserer Anlagen, Lebensverhältnisse und Tendenzen bietet, sondern spezielle esoterische Rituale kennt, die uns helfen, die Planeteneinflüsse zum Guten hin zu verändern. Die Planeten gelten in der hinduistischen Tradition nicht nur als unbelebte Materieklumpen, die blind und wild durch´s All rasen, sondern als Wesenheiten mit bestimmten Charaktereigenschaften.

Da ist die Surya, die Sonne, Herrscher über die anderen Planeten unseres Sonnensystems, Willenskraft und Ruhm schenkend; Chandra, der mütterliche, Emotionen vermittelnde Mond; Mangala, der kriegerische Mars und Lehrer der okkulten Wissenschaften; Shukra, die künstlerische, sinnliche Venus; Buddha, der freundliche, eloquente Merkur und Gott aller Händler; Shani, der strenge Lehrmeister und Karmaherrscher Saturn; und Brihaspati, Jupiter, der große weise Lehrer und Guru. Außerdem kennt man im Jyotish noch die nicht-körperlichen Schattenplaneten Rahu und Ketu, den nördlichen und den südlichen Mondknoten. Beide haben subtilen, jedoch großen und oft verwirrenden Einfluss auf die Menschen. Rahu drängt uns in die materielle Welt und hin zu weltlichem Erfolg, Ketu dagegen zur Entsagung.

Wenn es hart zugeht in unserem Leben und das Karma uns beschwert, ist es sicher eine gute Idee, sich den Planeten (wieder) zuzuwenden, sie zu besänftigen und zu ehren, um neue Freundschaft mit ihnen zu schließen. Wie durch die Hinwendung zu einem Menschen auch können wir dadurch eine Klärung erreichen. Ein zu schwaches Band kann gefestigt und neu belebt werden, und sogar eine schädliche, vergiftete Beziehung kann sich ändern - von Feindseligkeit zu Freundschaft.

Um die Planetenwesen zu ehren können wir ihre jeweiligen Mantren rezitieren. Diese Praxis ist immer hilfreich, denn sie wirkt bei geschwächten Planeten stärkend und bei aggressiven transformierend; man braucht also keine Bedenken zu haben, ein mögliches Ungleichgewicht noch zu vergrößern.

Wer genau weiß, von welcher (Planeten-)Seite her der Schuh des Lebens drückt, d.h., wer schon einmal eine astrologische Analyse hat machen lassen, kann das Mantra des jeweiligen Planeten täglich rezitieren. Wer sich nicht weiter auskennt, kann die etwas langwierigere, aber dafür sehr gründliche Methode wählen, und den Herrscher des jeweiligen Wochentages mit seinem Mantra versöhnen – und damit sehr effektiv an seinen karmischen Lasten arbeiten. Sieben Wochentage, sieben zugeordnete Planeten, plus am Samstag Abend Zeit für Rahu und am Dienstag Abend Zeit für Ketu. Auf diese Weise wird eine völlig neue Ausrichtung und Klärung unsere Planetenbeziehungen erreicht – vorausgesetzt, wir beweisen eine gewisse Disziplin bei dieser Praxis.

Und wie geht’s jetzt hier an dieser Stelle, diesem Blog, weiter?
Ich werde täglich einen kleinen Artikel mit dem jeweiligen Planetenmantra verfassen, morgen geht’s los mit Surya, dem Sonnengott.


Den Segen der Sterne wünscht

Mirabai



P.S.:
  • Für allgemeines zur Mantra-Praxis verweise ich auf meinen vorherigen Artikel von heute.
  • Mehr zum Thema steht auch bei den drei Kapiteln zum Thema Karma von 16., 18. und 21.01.2013.
  • Einen ersten Astrologie-Artikel habe ich am 02.01.2013 verfasst.
  • Interessant für alle Beladenen und Belasteten sind sicher auch die Artikel zu Pradosham, der letzte vom 07.03.2013.

P.P.S.: Ich bin keine Astrologie-Fachfrau, aber wunderbare Analysen der westlichen Astrologie macht Christa Heidecke aus Kiel.
Für vedische Horoskope und inklusive Korrekturen empfehle ich Friedrich Asen aus Österreich.
(Beide sind übrigens weder mit mir verwandt, noch verschwägert, auch bekomme ich keinerlei Fangprämien für Kundenvermittlung! Ich gebe nur meine Meinung und Erfahrung wieder.)


Kleiner Mantra-Kurs

Eine Freundin hat mich kürzlich auf meine Artikel zu Pradosham angesprochen. Selber eine sehr spirituelle Person, aber unvertraut mit indischer Philosophie, wollte sie wissen, wie ich denn immer meine 108 Wiederholungen eines Mantra abzähle. Und da wurde mir klar, daß es eine gute Idee sein mag, wenn ich ein paar grundlegende Dinge zu Japa, der Praxis des Mantra-Rezitierens, erzähle.

Ein Mantra ist in seiner ursprünglichen Bedeutung in der Sanskrit-Sprache ein Gedankenwerkzeug, das den Geist reinigt, klärt und befreit. Japa bezeichnet den entsprechenden Meditationsprozeß des Mantra chantens, flüsterns, singens, oder auch der stillen geistigen Wiederholung.

Es gilt als sehr günstig, die heilige Zahl 108 des Hinduismus bzw. Buddhismus mit der Japa-Praxis zu verbinden, beispielsweise indem man ein Mantra 108 Mal oder ein Vielfaches davon wiederholt, oder auch 108 Minuten meditiert. Man kann wohl sehr tief in die mystische, vielschichtige Bedeutung der Zahl 108 einsteigen, aber für solche Erklärungen bin ich definitiv die falsche Person! Nur so viel: 108 stellt eine höhere kosmische Ordnungszahl dar, und sie erscheint gerne in Zusammenhang mit Vollkommenheit und Abgeschlossenheit. So gibt es 108 Namen der Gottheiten, 108 Upanishaden (heilige Schriften), Siva tanzt 108 Schritte...

Eine Mala, eine typische indische Gebetskette, besteht aus 108 Perlen und einer 109. großen sogenannten Guru-Perle, die das Ende der 108er-Reihe markiert. Die Mala hilft uns also, uns vollkommen auf ein Mantra zu konzentrieren, ohne durch zählen abgelenkt zu werden. Beim Rezitieren des Mantra sollten die Perlen der Gebetskette durch den Daumen und den Mittelfinger gleiten, bis das Ende der Reihe durch die große Perle fühlbar ist. Wer eine neue Runde beginnen will, geht nicht über die Guru-Perle hinweg, sondern dreht um und startet sozusagen neu in Gegenrichtung.

Das Material der jeweiligen Mala-Perlen hat eine besondere Bedeutung und kann bei der Auswahl berücksichtigt werden. So sind Rudraksha-Malas aus den Samen eines eines Baumes Siva heilig und werden deshalb gerne von Siva-Anhängern, bzw. für Mantren an Siva verwendet. Tulsi und Sandelholz dagegen werden für die Hinwendung zu Vishnu oder seinen Inkarnation Krishna und Rama gewählt. Edelstein-Malas wie solche aus Bergkristall eigenen sich gut für Devi-Mantras, und Rosenquarz-Perlen für die Verehrung der Göttin Lakshmi. Es gibt aber noch viele andere Materialien mit eigener Bedeutung, und wer will, kann sich beim Kauf eingehender informieren.

Ein Mantra besteht typischerweise aus einem oder mehreren ein- oder mehrsilbigen Wörtern aus dem Sanskrit, der altindischen Hochsprache. Warum verwenden wir nun Sanskrit-Mantren, und wiederholen nicht einfach Wörter aus unserer eigenen Sprache, ähnlich wie bei Affirmationen? Ein naheliegender und einleuchtender Grund ist sicherlich der, daß es für uns als Praktizierende einfacher ist, uns in ein bereits geschaffenes Energiefeld aus Klangschwingungen einzuklinken, anstatt irgendwo völlig neu zu beginnen. Denn die uralten Mantren sind in Tausenden von Jahren zigfach wiederholt worden und damit auf energetischer Ebene bereits „abgespeichert“.
Der andere Grund ist aber der, daß das Sanskrit als vollkommene Sprache gilt mit der Besonderheit, daß auf der universalen, spirituellen Ebene Sanskrit-Wort und seine Bedeutung eines sind. Der Klang des Wortes, beispielsweise shanti (Frieden) IST auf spiritueller Ebene Frieden, und nicht nur ein Ausdruck dafür.

Wenn wir also ein Mantra rezitieren, verwirklichen wir seine Bedeutung auf einer höheren, auf der spirituellen Ebene. Und da alle physische Welt auf kleinster Ebene nicht-materiell ist und aus Schwingung besteht, können wir mit dem Klang des Mantras zunächst unseren Geist reinigen und klären, aber darüber hinaus auch unsere physische Realität mit einer neuen, besseren Schwingung durchtränken. Ein Mantra entfaltet, wenn es immer und immer wieder wiederholt wird, eine große, wachsende und formende Kraft.

Spezielle einsilbige Samen-Mantren oder Samensilben (beej mantra) sind typisch für eine Gottheit und beinhalten wie ein Same die Kraft und dessen / deren Eigenschaften. Es heißt, wer solche Silben durch stetes Wiederholen verwirklicht, der verwirklicht die Eigenschaften der Gottheit, bis diese dem Praktizierenden schließlich sogar erscheint.

Die Mantra-Meditationspraxis wird idealer Weise morgens durchgeführt, Ausnahmen wie beispielsweise die Pradosham-Rituale ausgenommen. Man steht also auf, wäscht sich mindestens Gesicht und Hände, und wer einen kleinen Altar hat mit Bildern, Statuen oder Yantras kann noch eine Kerze entzünden und sich so einstimmen. Jedenfalls beginnt der Alltag auf diese Weise geklärt und mit einer höheren Schwingung.


Viel Erfolg und Segen wünscht
Mirabai


Dienstag, 12. März 2013

Besser wohnen (3)

Ich krame heute mal wieder in meiner Feng Shui – Trickkiste...

Wie schon in früheren Artikels aus der Besser-wohnen-Reihe erklärt: Wer baut oder kauft und sich festlegen will, ist ganz sicher gut bedient, wenn er sich einen Profi engagiert, der mal seinen scharfen Blick auf die Baupläne richtet.

Wer mietet und somit flexibler ist, kann sich eher selber behelfen und, wenn alles nichts hilft und die Dinge einfach zäh und mühsam verlaufen, einfach wieder umziehen. Allerdings ist für eine solche Entscheidung das Bewusstsein für die Einflüsse des Feng Shui Voraussetzung. Man muss den Zusammenhang zwischen einem Ortswechsel, also dem Umzug in neue Räume, und dem Auftreten von Widrigkeiten überhaupt erst erkennen. In der Regel treten die Stolperfallen nämlich nicht plötzlich und sofort auf, sondern schleichen sich langsam und allmählich ein. Unser westlich geprägtes Denken versteht nicht, wo die Ursache begründet wurde, und sucht die Lösung meistens im Äußeren, beispielsweise bei beruflichem Misserfolg in der Kompensation durch mehr Arbeit.

Und auf die Idee, dass durchaus auch Tendenzen zu Untreue, Prädispositionen für Krankheiten, Schul- und Lernschwierigkeiten der Kinder oder die Wahrscheinlichkeit für Unfruchtbarkeit und Schwangerschaftsabbrüche vom Fachmann aus der Wohnsituation abgelesen werden können, kommen in unseren Breiten auch die wenigsten Menschen.

Zusätzlich zum Feng Shui der Wohnung, des Hauses oder des Arbeitsplatzes hat auch die jeweilige Stadt ein spezifisches Energiemuster, welches uns beeinflusst und mit uns wechselwirkt. Durch einen größeren Umzug in eine andere Stadt oder sogar ins Ausland können ganz neue Impulse gesetzt werden und Dinge möglich werden, die unser altes räumliches Karma nicht oder nur sehr schwer zugelassen hätte.
Was ich da schreibe, hört sich vielleicht sehr trivial an – der moderne westlich denkende Mensch sagt sich, dass neue Leute und andere Orte logischerweise neuen Input bringen. Aber den wenigsten ist der versteckte Mechanismus des Ortskarmas bewusst, und die Möglichkeiten, die sich durch einen bewussten Umgang damit ergeben.

Also, langer Rede kurzer Sinn – ist alles im Lot bei Ihnen? Sehr gut.

Wenn nicht – seit wann läuft es denn unrund? Könnte es am Ort oder an der Wohnumgebung liegen? Wenn ja, dann ran und Maßnahmen ergreifen. Haus oder Wohnung entrümpeln und optimieren. Und als drastische Möglichkeit auch einen Umzug in Betracht ziehen.

Wenn es nicht die Wohnung ist – gibt es hartnäckiges Karma? Dann ist eine einfache Möglichkeit, die es sehr wert ist, probiert zu werden, Pradosham zu berücksichtigen und entsprechende Rituale über einen gewissen Zeitraum durchzuführen. Jeder kann das ganz einfach und ohne finanziellen Aufwand daheim betreiben.
Andere Techniken zum Thema habe ich schon beschrieben, angedeutet oder folgen noch nach!
Probleme, die sich wie ein roter Faden durch´s Leben ziehen, alleine mit Feng Shui - Techniken anzugehen, ist nicht so hilfreich, wirkt aber sicher unterstützend. Auch wenn sich Karma in der Wohnung wiederspiegelt - wir suchen uns schon unbewusst immer den passenden Ort, der dazu passt - braucht es mehr Engagement auch auf anderen Ebenen.

Einen wunderschönen Abend wünscht
Mirabai


Montag, 4. März 2013

Aktuelles - Feng Shui Tipps für die Zeit vom 05. März bis 03. April 2013

Wer mir in dieser Feng Shui Reihe folgt, positioniert den freundlich plätschernden Zimmerbrunnen mit frischem Wasser in der Zeit vom 05. März bis 03. April 2013 im Ostbereich des Wohnzimmers oder des Arbeitszimmers. Der Kompassbereich ist von 67,5 ° bis 112,5°.

Bitte beachtet auch meine Artikel vom 02.02.2013 und vom 07.01.2013 für weitere Details!

Viel Glück wünscht
Mirabai


Freitag, 1. März 2013

Besser wohnen (2)

Die Entscheidung, wie und wo bei uns heutzutage gebaut wird, beeinflussen im wesentlichen folgende drei Faktoren: Ästhetik, Kosten und Ökologie.

Die Lebensqualität der Bewohner findet bei der Bauplanung leider meist nur insofern Beachtung, als sie einer oder mehrerer der genannten Kriterien untergeordnet ist, beispielsweise durch die Verwendung umweltverträglicher, biologischer Baustoffe oder durch die Verminderung von Elektrosmog. Das ist sicherlich soweit sehr gut, aber feinstoffliche Aspekte wie etwa ein guter Energiefluss im Gebäude, bestimmte harmonische Proportionen oder die Vermeidung aggressiver Chi-Energie werden leider kaum beachtet, es sei denn, die Bauherren kümmern sich selbst um entsprechende Hilfe durch Fachleute des Feng Shui oder Vastu.

Denn anders kann ich mir nicht erklären, wie Gebäude, die in ihrer modernen Disharmonie eher stacheligen Igeln gleichen, vielleicht noch an belasteten Orten wie mehrspurigen Straßen oder schmutzigen Gewässern hochgezogen werden. Niedrigenergiehäuser mit Fenstern nur zur Sonnenseite mögen vom Energieverbrauch her perfekt sein, sind aber von der Licht- und Energiequalität, die auf die Bewohner einwirkt, tendenziell eher problematisch.
Und an den Styropor-Dämmwahn mit Schwammerlgarantie wollen wir erst gar nicht denken...
Kurz und bündig: Wer sich ein bisschen auskennt, sieht oft schon auf den ersten Blick, wie und wo er denn überhaupt gar nicht wohnen möchte.

Für alle, die daran denken, selber zu bauen ist es sicherlich eine gute Idee, sich vorab zu informieren und die Baupläne entsprechend überprüfen zu lassen, um gleich optimale Wohnbedingungen mit einzubringen. Schwierig wird es nämlich oft dann, wenn das fertige Haus einfach kein harmonisches Zuhause ist, und wenn der nach länger andauernden Schwierigkeiten schließlich gerufene Fachmann feststellt, dass grundlegende energetische Tabus nicht beachtet wurden und zum Umbau raten muss. Denn auch wenn westliche Feng Shui – Literatur den Anschein erwecken mag, dass Farbgebung und eine geschickte Dekoration die Zauberlösung für alle Arten von Widrigkeiten sind, kann ich nur klipp und klar sagen: Nein. Ein verbautes Haus an einem schlechten Ort ist und bleibt ein verbautes Haus an einem schlechten Ort, da hilft auch kein neuer Anstrich. Eine gewisse Besserung ist fast immer auf einfachem Weg möglich, aber um das Haus wirklich grundlegend zu ändern müssen nicht immer, aber eben doch manchmal, Lösungen her, die nicht so ganz leicht zu bewerkstelligen sind. Sparen Sie sich solche Nachbesserungen und holen Sie sich lieber vorher Rat.

Wenn Sie eine neue Behausung mieten wollen, gibt es ein paar hilfreiche Tipps, die ich Ihnen geben kann, um die Wahrscheinlichkeit einer guten Wahl zu erhöhen. Damit haben Sie immer noch keine Garantie für ein individuell passendes Heim, aber es bringt Sie für´s erste sicher weiter.
Falls Sie sich mit entsprechender Literatur selber belesen wollen ist das grundsätzlich gut, allerdings warne ich Nicht-Fachleute davor, verschiedene Methoden zu vermischen. Entscheiden Sie sich für ein System und bleiben Sie dann dabei. Die verschiedenen Schulen sind in sich konsistent und schlüssig, und Sie können eher Chaos anrichten, wenn Sie die Dinge wild vermengen. Haben Sie eine bestimmte Maßnahme durchgeführt, halten Sie für die nächste Zeit die Augen offen und beobachten Sie Veränderungen. Wie in der Homöopathie auch kann es manchmal so etwas wie eine Erstverschlechterung geben, allerdings sollte das nicht gravierend sein. Wenn sich die Dinge aber weiter merkwürdig entwickeln, ist es vielleicht besser, wieder den ursprünglichen Zustand herzustellen. Vielleicht haben Sie unwissentlich eine nicht beschriebene Ausnahme berührt.

Demnächst noch mehr auf dieser Seite!


Schönes Wochenende wünscht
Mirabai

Montag, 25. Februar 2013

Besser wohnen (1)

Gut wohnen, besser wohnen?
Unter schön wohnen kann sich sicherlich jeder etwas vorstellen, auch wenn es individuell sehr verschieden ausfällt. Aber was ist mit „besser wohnen“ gemeint?

Besser wohnen läßt es sich in einer Wohnumgebung, also in einem Haus oder einer Wohnung, welche ihre Bewohner unterstützt. Hier fühlen sich die Menschen wohl, sie schlafen gut, sie sind gesund, der Energiefluss ist optimiert. Alles fühlt sich grundsätzlich harmonisch und freundlich an, es „passt“ einfach, und diese stabile Basis stützt und fördert die Bewohner. Selbst in schwierigen Zeiten, die zweifellos jeden treffen, ist die Behausung ein stimmiger, Geborgenheit vermittelnder Rückzugsort.

Der Gegensatz zu einer solchen Umgebung sind Orte, die im ausgeprägten Fall bedrückend wirken, Kraft kosten, verstörend wirken und irgendwie befremdlich oder ungut erscheinen. Wir erholen uns dort nicht, diese Orte sind belastet, und wegen der ungünstigen Atmosphäre wirken sie letztlich schädlich auf unsere psychische Verfassung und körperliche Gesundheit. Hier passt nichts, der Energiefluss ist zäh, schwer oder er stagniert sogar.

Subtilere Varianten einer ungünstigen Behausung sind solche, die vielleicht ästhetisch perfekt sein mögen, aber dennoch unwohnlich, ungünstig in der Umgebung platziert oder schlecht aufgeteilt sind, bzw. nicht zu den Bewohnern passen. Hier herrscht oft das Gefühl einer diffusen Unstimmigkeit vor, die unser Verstand nicht begreifen kann. Eigentlich ist ja alles sehr hübsch gemacht, dennoch ist dieses Haus kein Zuhause. Wo also ist das Problem? Auch hier: Der Energiefluss stimmt nicht oder passt nicht zu den Bewohnern.

Mit Energiefluss meine ich in diesem Zusammenhang den Fluss des Prana oder Chi, der allgegenwärtigen feinstofflichen Umgebungsenergie. Wir haben ein Bewusstsein für die Existenz und Balance dieser Energie in unserem Körper, hier sammeln und lenken wir sie mit Techniken wir Akupunktur, Yoga oder Chi Gong. Allerdings ist uns weniger klar, daß diese Energie auch in unserer Umgebung vorhanden ist, und noch weniger, wie wir hier damit umgehen und sie nutzen können.

Uralte Wissenschaften wie das indische Vastu oder das chinesische Feng Shui wissen aber um das Vorhandensein dieser Energie, sie arbeiten damit und stellen Regeln für gutes, gesundes Wohnen bereit. Eine entsprechende professionelle Beratung vor Ort ist eigentlich fast in allen Fällen sinnvoll, denn es finden sich immer Möglichkeiten zur Optimierung der Wohnumgebung, die nur ein Fachmann erkennt. Andererseits gibt es aber auch sehr einfache Dinge, die jeder ohne viel Geld oder großen Aufwand tun kann, um damit seine (Wohn-)situation zu verbessern. Ich werde mich in Zukunft in einigen Artikeln damit befassen.

Allererste Regel: Aufräumen, putzen und entrümpeln. Im Feng Shui gilt, daß ein prinzipiell ungünstiger Ort weniger schädlich wirkt, wenn er sauber und ordentlich ist, und daß gute Orte noch besser werden, wenn sie sauber und ordentlich gehalten werden, anstatt düster, verschmutzt oder zugestellt zu sein.
Also: Weg mit dem alten Krempel, verschaffen Sie sich Luft und Freiräume, weniger ist hier ganz sicher mehr!

Grundsätzlich gilt als wichtigste Regel, auch wenn es langweilig und langwierig erscheinen mag, daß defensives Feng Shui immer Vorrang hat.
Man beseitigt also demnach zuerst die allgemeinen Fehler, grenzt sich dann gegenüber schädlichen Fremdeinflüssen ab, und macht man sich erst zuletzt daran, mit positiven Maßnahmen Einfluss zu nehmen.

In diesem Sinne: Fröhlichen Frühjahrsputz wünscht
Mirabai


Freitag, 18. Januar 2013

Karma (zweiter Teil)

Also, die Frage am Ende des ersten Teils lautete: Wie isses nu – gibt’s ein Karma, das uns ereilt, und dem wir mehr oder weniger hilflos ausgeliefert sind, als Ergebnis oder Sühne früherer Leben, oder haben wir wirkliche Macht über unser Leben durch unsere Gedanken, deren Qualität sich dann in unserer erlebten Wirklichkeit widerspiegelt?

Meine höchstpersönliche Idee, die sich im Laufe meines bisherigen Lebens, meiner Erfahrungen und der Lehren, die ich empfangen habe, herauskristallisiert hat ist – beides stimmt!

Jawohl, beides stimmt. Zumindest meiner Meinung nach.
Denn im Laufe eines Lebens, und zwar mindestens des einen, das wir bisher durchlebt haben, vielleicht aber auch vieler früherer, haben wir zahllose Erfahrungen gemacht und Entscheidungen getroffen, sind endlose Verpflichtungen und Bindungen eingegangen, haben Versprechen und Verträge wieder gelöst oder gebrochen, haben die Wahrheit gelebt oder gelogen, haben uns gefreut, waren traurig, wütend, hoffnungslos, fühlten uns stark und schuldig... Und all das hat seine Konsequenzen, denn die Seele erinnert sich, und auf der energetischen Ebene sind all unsere Erfahrungen und Entscheidungen gespeichert, dort sind Spuren hinterlassen.

Denken wir beispielsweise dabei an die vielen Ehen, die geschieden werden. Ich will das übrigens nicht verurteilen! Keinesfalls! Es geht mir hier nur um die Idee, wie es die Seele sieht – ist ein geschiedener Mensch jemals wieder richtig frei, oder bleibt die Bindung zum ersten Partner, das gegebene Versprechen, auf energetischer Ebene ganz subtil und einschränkend bestehen?
Wie sieht die Seele dies aus der Perspektive der Zeitlosigkeit?
Wie ist es, wenn wir jemanden belügen oder gar betrügen? Ich glaube, niemand tut das wirklich gerne und aus freien Stücken, sondern wir tun es, weil wir uns einen gewissen Vorteil davon versprechen, wie auch immer dieser aussehen mag. Wenn wir mit einer Lüge oder einem Vertrauensbruch jemandem schaden, wird die Seele das wissen und leiden – mindestens unbewusst, und auch dann, wenn unser Hirn engagiert daran arbeitet, uns von den Schuldgefühlen zu befreien und Ausreden zu finden. Und gar nicht zu reden von schlimmeren Verletzungen, die wir anderen zugefügt haben, mag die Situation auch noch so schwer und kompliziert gewesen sein.

Ich bin sicher, die Seele ist unbestechlich, und sie weiß. Auf dieser Ebene gibt es keine Ausreden, keine intellektuellen Haarspaltereien, es zählen auch nicht menschliche Gesetze und Verordnungen, sondern reines tiefes Wissen um Richtig und Falsch aus dem Blickwinkel höherer Weisheit und Liebe.

Meiner ganz persönlichen Meinung nach entstehen also aus der Diskrepanz dessen, was die Seele sieht und weiß und dem, was wir im Alltag, oft halb unbewusst, tun, für uns wirklich unerwünschte Resultate. Wir leben mit unbewusstem schlechten Gewissen, mit fortbestehenden uralten Bindungen, mit eingegangenen Verträgen, mit Versprechen und Schwüren, mit unwiderruflich gezogenen Schlußstrichen – und sind gefangen. Wir können nicht mehr frei sein und es sind eben nicht mehr alle Wege offen. Die alten Bindungen und Erfahrungen werden zu Fesseln, sie zwingen uns ausgetretene Wege auf, die uns im Kreis herum führen; es entstehen Mauern, die die Sicht auf bessere Möglichkeiten versperren - und so sind auch letztlich unsere Gedanken nicht mehr frei. Selbst die Gedanken, im Grunde unendliche Vielfalt, alle Möglichkeiten, völlige, unbegrenzte Freiheit, laufen in Rillen wie auf einer Schallplatte.
Das glauben Sie nicht? Haben Sie mal versucht, ihre Gedanken zu beobachten? Wer träumt denn bitte wirklich völlig schrankenlos? Wer ersinnt wirklich neue Welten, neue Leben, das bisher nicht gesehene und nie gedachte? Erträumen wir nicht eher das, was der Nachbar hat, bloß noch ein bisschen besser? Und im Falle einer Depression, welche ja ein echtes Gedankengefängnis ist, geht gar nichts mehr, die Gedanken laufen wie vorprogrammiert in tiefen Furchen, in engsten Kreisen, hinter hohen Mauern, und vielleicht auch noch durch die Finsternis.
Ich frage also nochmal: Wer ist wirklich kreativ? Wer denkt wirklich frei, voller Freude im gegenwärtigen Moment verankert, unbelastet von der Vergangenheit, frei von Sorgen um die Zukunft?

Und genau das ist Karma, es ist dieses Gefangensein selbst unserer schöpferischen Gedanken. Karma ist nichts, was uns zustößt – es ist etwas, das wir auf einer tiefen Ebene akzeptiert haben, und etwas, das für uns Sinn macht. Es ist auf subtiler, feiner, energetischer Ebene die Summe all dessen, was wir getan und entschieden haben, plus der Versuch, manche Sachen wieder ins Lot zu bringen. Es ist Ehrlichkeit pur. Weil unsere Seele unbestechlich ist, sich erinnert und weiß und in der Zeitlosigkeit existiert.

Ich persönlich glaube auch, daß im Bezug auf Karma auch die Planetenkräfte ins Spiel kommen, welche uns zum Zeitpunkt unserer Geburt schon auf eine bestimmte Bahn lenken, und die uns immer wieder mit unseren Themen konfrontieren und uns erinnern, damit wir die Fesseln lösen können. Und ich glaube, daß es unendliche Klugheit, Erfahrung und auch Weisheit erfordert, die Sprache der Sterne wirklich entziffern zu können. Meinen Respekt all jenen, die das beherrschen! Ja, und auch meinen Dank an allen, die mir bisher geholfen haben, in den Sternen zu lesen und mir zu helfen, die ausgetretenen Pfade hinter mir zu lassen. Noch nicht alle – aber schon einige!

Und so kommen wir demnächst zum dritten Teil des Kapitels, in dem ich erzählen werde, was mir geholfen hat, einen Teil meines Karmas aufzulösen. Weil ich es einfach leid war, die uralten Lasten weiter zu schleppen, mich noch länger in Kreisen zu bewegen, und weil ich schrecklich müde war.

Also, bis dann!
Mirabai

Montag, 31. Dezember 2012

Ankunft

Gut ein halbes Jahr nachdem ich den Alto Mesayoq – Ritus empfangen habe, buchte ich den Flug nach Chennai. Ich wollte zunächst abwarten, bis die Monsunzeit zu Ende war, denn der trockenere, relativ kühlen Winter ist die bessere Reisezeit. Aber was heißt kühl in Südindien? 30 °C sind´s immer... Nein, mir macht das nichts aus, ich liebe das warme Wetter, und auch die höhere Luftfeuchtigkeit. Als Frau mit trockener Haut gibt’s nix besseres! Keine Creme, die ich je probiert habe, schafft es wirklich, das Spannungsgefühl nachhaltig wegzukriegen, und keine Haarkur macht schönere Locken als tropisches Klima! Hey, ihr Kosmetikentwickler! Denkt mal drüber nach!
Naja, der Monsun war in diesem Jahr im Grunde ausgefallen, und wenn es nicht so gewesen wäre, wäre ich mit meiner Planung wohl im wahrsten Sinne des Wortes im Regen gestanden. Die Klimatabellen, die im Internet zu finden sind, sollte man besser vergessen. Im Reisebüro kann man auch nicht alles wissen. Aber es heißt ja, daß derjenige, der seinem Ruf folgt, beschützt ist. Auch wenn sich zu der Zeit, als ich im Flugzeug saß, gerade ein Zyklon bereit machte, vom offenen Meer an Land zu gehen. In Chennai und Umgebung wurden die Menschen angewiesen, wegen schwerster zu erwartender Unwetter zu Hause zu bleiben. Ich gebe zu, daß mich das schreckliche Geruckele und Geschaukele des Fliegers über doch Vorzeichen nachdenken ließ...

Anders herum heißt es allerdings auch, daß es sehr unangenehm werden kann, wenn man sich nicht auf den Weg macht. Mit Apus ist nicht zu spaßen, und von andinen Schamanen ist bekannt, daß Apus ihre eigenen, nicht wirklich zartfühlenden Methoden habe, um ihren Auserwählten klar zu machen daß es an der Zeit wäre, sich mal auf die Socken zu machen. Seltsame Dinge passieren dann, bis die Person sich endlich ihrem Schicksal unterwirft. Dazu muss man wissen, daß der Beruf oder die Berufung als Schamane in praktisch allen Kulturen nichts ist, was man sich für ein leichtes, unbeschwertes Leben wünscht. Schamanen haben oft ein hartes Leben, verbringen viel Zeit alleine und übernehmen eine Menge Verantwortung für die ihnen Anvertrauten. Einweihungen geschehen traditionell durch Blitzschläge, am besten dreimalig, andere schwere Krankheiten sind aber auch möglich. Nicht jeder überlebt. Da drückt man sich doch schon mal gerne!

Ich weiß nicht, ob „mein“ Apu zu solch drastischen Methoden gegriffen hätte. Ich glaube, eher nicht. Ich begreife den Ruf eher als eine Art Einladung oder als ein Angebot, endlich nach Hause zu kommen. Auch weiß ich immer noch nicht, ob es bei mir darum geht, letztlich heilerisch tätig zu sein und solche Verantwortung zu übernehmen. Sollte ich gebraucht werden und um Hilfe gebeten, wäre ich bereit, aber diesbezüglich war ich nie gefordert.
Ich habe mich auf den Weg durch das Medizinrad gemacht, weil dies ein Weg der Selbstheilung ist, und weil mein Leben einfach nur die Hölle war. Ich wußte keinen anderen Ausweg mehr und bin vom Leben oder von meiner Seele gezwungen geworden, den falschen Alltag sein zu lassen endlich die Täler zu durchqueren, meine Schatten und Wunden anzusehen und an deren Heilung zu arbeiten. Vielleicht lauern irgendwo immer noch welche und wollen eines Tages freigelassen werden. Und dieser Weg, der Jahre gedauert hat und immer noch nicht zu Ende ist, hat mich zu der Einweihung zum Alto Mesayoq geführt, und diese Einweihung wiederum brachte mich nach Indien.

Ein Leben wie eine Schnitzeljagd – ich kann von meiner jetzigen Position kein Muster, keinen Weg erkennen. Ich gehe von Ort zu Ort, suche Hinweis nach Hinweis, und hoffe und vertraue, daß alles im Nachhinein Sinn machen wird und mich zu einem Ziel führen wird. Phasen der Wut und der Angst, weil dies ein Weg des totalen Kontrollverlustes ist, kann ich versichern...

Sonntag, 30. Dezember 2012

Indien


Was wird nicht alles über dieses Land geschrieben...
Ein „Anschlag auf die Sinne“ sei es, ein „Land der Extreme“, eine „Herausforderung“, und auch, daß man es entweder lieben oder hassen muss, und manchmal auch beides gleichzeitig tut.

Nun ja. Meine Sinne sind sicher nicht unsensibel, lassen sich aber von dieser Seite her nicht veranschlagen. Extreme haben wir in Deutschland ebenso (im Süden Berge, im Norden das Meer, in Indien ist´s halt umgekehrt), es gibt jede Menge sehr Reiche und laut Statistik werden es immer mehr bei einer gleichzeitig steigenden Zahl von Menschen, die die Stromrechnung nicht begleichen können. Und welche Frau könnte ihren Mann nicht manchmal erschlagen?? Andersrum ist das wohl genauso.
Was an diesen einigermaßen hilflosen Etikettierungen für Indien deutlich wird, ist meines Erachtens die Tatsache, daß es sich unseren westlichen, insbesondere unseren deutschen, Definitionen und Maßstäben völlig entzieht. Hermann Hesse hat mal sinngemäß sowas gesagt wie daß Indien für all jene, die einmal mit dem Herzen dort waren, immer ein Heimwehland bleiben wird. Und das ist das Geheimnis – es geht um´s Herz. Es geht um das persönliche. Und damit bildet wohl der gesamte Subkontinent mitsamt seinen Bewohnern einen vollkommenen Gegensatz zu unserer Kultur, zu unserer Lebensart und, diesen Prägungen geschuldet, letztlich sogar zu unseren Persönlichkeiten.

Sollten Sie jemals nach Indien fahren, erlauben Sie mir, Ihnen das folgende mitzugeben: Lassen Sie alles hinter sich und tauchen Sie einfach ein. Vergessen Sie Vorschriften, legen Sie keine Maßstäbe an, urteilen Sie nicht. Gehen Sie einfach hin wie ein Kind, schauen Sie, nehmen Sie auf, nehmen Sie hin, und haben Sie Zeit. Ich verspreche, dann werden Sie eine wundervolle Zeit erleben, mit Menschen, die Anteil nehmen, die auf respektvolle Weise persönliches Interesse an Ihnen zeigen, die hilfsbereit sind ohne aufdringlich oder arrogant zu sein, die neidlos ihren relativen westlichen Reichtum anerkennen, die Ihnen nahe kommen ohne die Grenzen zu überschreiten. Lassen Sie sich auf allgegenwärtige und öffentlich gelebte Religiosität ein, auf jahrtausende alte Kultur, auf heilige Plätze mit ganz besonderen, selbst für Westler spürbaren, Energien und Atmosphären, und freuen Sie sich an wunderschöner Landschaft.

Lassen Sie sich durch dieses Land tragen – ich hab´s probiert, es geht wirklich.



Der Berg ruft...


Berge rufen?? Und wenn ja, macht das nur das Matterhorn im entsprechenden Film? Verhalten sich denn auch noch andere so? Schallen die Rufe der Berge quer durch die Welt? Oder geht’s hier etwa doch um die alljährliche Erlanger Bergkirchweih zu Pfingsten, die unter dem selbem Motto steht?

Meiner Erfahrung nach kann ich sagen... Ja, Berge können tatsächlich rufen. Mich hat mal einer gerufen. Es war nach einer Einweihung, nach dem Alto Mesayoq – Ritus. Und schon muss ich abschweifen, ausholen: Ein Alto Mesayoq ist ein Schamane Perus, ein Q´ero-Schamane, der besonders mit den Geistern der Berge verbunden ist. Die Q´ eros wiederum, um vom abschweifen abzuschweifen, sind ein Stamm Indigener, die von sich sagen, die direkten  Nachfahren der Inka zu sein. Für sehr lange Zeit und seit der Eroberung durch die Spanier sind sie in die unwirtlichen Höhen der Anden geflüchtet um dort zu  überleben. Ihre Kultur und Tradition gilt als sehr rein und unbeeinflusst. Erst in den 50er Jahren kamen sie aus ihrer Abgeschiedenheit zurück und zeigten sich der Welt.

Also, nochmal: Ich empfange die Alto Mesayoq – Einweihung, der Same wird gelegt, und wer berufen ist oder eine Verbindung zu den Bergwesen, den Apus, hat, wird einen Ruf hören. Ich konnte es kaum fassen, was ich da bei meinem schamanischen Seminar hörte. Das ging sogar mir ein bißchen zu weit. Was sollte das sein, der Ruf eines Apu? Vielleicht eine Traumerscheinung? Man versicherte mir aber, mitten in Deutschland und aus seriösem Munde, daß wenn ich überhaupt gerufen würde, die Sache eindeutig und klar sei. Wie auch immer der Ruf dann aussehen würde.
Nachdem ich nochmal drüber nachgedacht habe kam ich zu dem Schluß, daß ich, wenn ich denn gerufen würde, die Sache wohl eh´nicht verstehen würde, oder aber, was noch viel wahrscheinlicher sei, ich gar nicht berufen sein würde. Wie auch. Bei dem ganzen Training, durch das ich mich zwei Jahre gequält habe (ich betone: gequält!), weil ich nämlich am Ende war mit burn out, Depressionen, Schlaflosigkeit, latenten Suizidgedanken, ohne Perspektiven, dafür mit entsetzlichen Gedankenkarussellen, der ganzen Packung also, war ich nie das schamanische Licht... Eher so der Depp... Völlig deplatziert als nüchterner Mensch unter feinfühligen Profi-Esoterikern (man verzeihe die Spitze, es waren auch wunderbare Menschen dort, zwei meiner jetzt allerbesten Freunde, und ich bin froh, die beiden zu kennen)... Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte, und ich erzähle sie vielleicht später.

Als ich an einem Sonntag Abend jedenfalls, am Tag nach der besagten Einweihung, zum Flughafen fuhr um meine Tochter abzuholen, wie immer in irgendwelchen unsinnigen Alltagsgedanken versunken, hörte ich laut und deutlich in meinem Kopf das Wort „Arunachala!!“ klingen. Hoppla, wie der Franke sagt. War das ein Ruf?? Ich wusste, der Arunachala ist ein Berg. In Indien, irgendwo im Süden. Hab ich schon mal gehört. Einmal im Jahr werden dort rituell Feuer angezündet. Und das war dann im Grunde schon alles.
Daheim, nach einer Internet-Recherche wusste ich: Dieser Berg ist bekannt für sowas. Den hochverehrten Ramana Maharishi hat er auch gerufen, und nie wieder losgelassen, aber ansonsten waren und sind da noch viele andere, bekannte und unbekannte Pilger, die ihm zuströmen, weil er sie zu sich zieht. Und auch den Apu des Berges kennt man: Es ist der Gott Siva selber. Der, der mich immer so berührt hat, in Bildern und Darstellungen, in Geschichten über ihn, und auch durch die Bhajans, die hingebungsvollen religiösen Gesänge, welche mich zu Tränen rühren können. Nehmen wir zum Beispiel den wundervollen Rudrastakam, von Swami Tulsidas vor vielen Jahrhunderten komponiert, und gesungen vom verehrten Ramesh Bhai Oza. Sehe ich mir noch eine gute Übersetzung des Textes aus dem Sanskrit an - schon ist es passiert.

Und am anderen Morgen, als ich mich wieder im Internet eingeloggt habe, um wie alle Tage in der Frühe die Morgenzeitung online zu lesen, war ein Lesezeichen zur live webcam mit minütlich aktualisierten Bildern des Arunachala in meiner Symbolleiste abgelegt. Mitten drin, zwischen den links zur e-mail, zu meinen bevorzugten Zeitungen und Blogs. Ich schwör´s. Ich war mir keine Sekunde bewusst, das Lesezeichen gesetzt zu haben.