Gut wohnen, besser
wohnen?
Unter schön
wohnen kann sich sicherlich jeder etwas vorstellen, auch wenn es
individuell sehr verschieden ausfällt. Aber was ist mit „besser
wohnen“ gemeint?
Besser wohnen läßt
es sich in einer Wohnumgebung, also in einem Haus oder einer Wohnung,
welche ihre Bewohner unterstützt. Hier fühlen sich die Menschen
wohl, sie schlafen gut, sie sind gesund, der Energiefluss ist
optimiert. Alles fühlt sich grundsätzlich harmonisch und freundlich
an, es „passt“ einfach, und diese stabile Basis stützt und
fördert die Bewohner. Selbst in schwierigen Zeiten, die zweifellos
jeden treffen, ist die Behausung ein stimmiger, Geborgenheit
vermittelnder Rückzugsort.
Der Gegensatz zu
einer solchen Umgebung sind Orte, die im ausgeprägten Fall
bedrückend wirken, Kraft kosten, verstörend wirken und irgendwie
befremdlich oder ungut erscheinen. Wir erholen uns dort nicht, diese
Orte sind belastet, und wegen der ungünstigen Atmosphäre wirken sie
letztlich schädlich auf unsere psychische Verfassung und körperliche
Gesundheit. Hier passt nichts, der Energiefluss ist zäh, schwer oder
er stagniert sogar.
Subtilere
Varianten einer ungünstigen Behausung sind solche, die vielleicht
ästhetisch perfekt sein mögen, aber dennoch unwohnlich, ungünstig
in der Umgebung platziert oder schlecht aufgeteilt sind, bzw. nicht
zu den Bewohnern passen. Hier herrscht oft das Gefühl einer diffusen
Unstimmigkeit vor, die unser Verstand nicht begreifen kann.
Eigentlich ist ja alles sehr hübsch gemacht, dennoch ist dieses Haus
kein Zuhause. Wo also ist das Problem? Auch hier: Der Energiefluss
stimmt nicht oder passt nicht zu den Bewohnern.
Mit Energiefluss
meine ich in diesem Zusammenhang den Fluss des Prana oder Chi, der
allgegenwärtigen feinstofflichen Umgebungsenergie. Wir haben ein
Bewusstsein für die Existenz und Balance dieser Energie in unserem
Körper, hier sammeln und lenken wir sie mit Techniken wir
Akupunktur, Yoga oder Chi Gong. Allerdings ist uns weniger klar, daß
diese Energie auch in unserer Umgebung vorhanden ist, und noch
weniger, wie wir hier damit umgehen und sie nutzen können.
Uralte
Wissenschaften wie das indische Vastu oder das chinesische Feng Shui
wissen aber um das Vorhandensein dieser Energie, sie arbeiten damit
und stellen Regeln für gutes, gesundes Wohnen bereit. Eine
entsprechende professionelle Beratung vor Ort ist eigentlich fast in
allen Fällen sinnvoll, denn es finden sich immer Möglichkeiten zur
Optimierung der Wohnumgebung, die nur ein Fachmann erkennt.
Andererseits gibt es aber auch sehr einfache Dinge, die jeder ohne
viel Geld oder großen Aufwand tun kann, um damit seine
(Wohn-)situation zu verbessern. Ich werde mich in Zukunft in einigen
Artikeln damit befassen.
Allererste Regel:
Aufräumen, putzen und entrümpeln. Im Feng Shui gilt, daß ein
prinzipiell ungünstiger Ort weniger schädlich wirkt, wenn er sauber
und ordentlich ist, und daß gute Orte noch besser werden, wenn sie
sauber und ordentlich gehalten werden, anstatt düster, verschmutzt
oder zugestellt zu sein.
Also: Weg mit dem
alten Krempel, verschaffen Sie sich Luft und Freiräume, weniger ist
hier ganz sicher mehr!
Grundsätzlich
gilt als wichtigste Regel, auch wenn es langweilig und langwierig
erscheinen mag, daß defensives Feng Shui immer Vorrang hat.
Man beseitigt also
demnach zuerst die allgemeinen Fehler, grenzt sich dann gegenüber
schädlichen Fremdeinflüssen ab, und macht man sich erst zuletzt
daran, mit positiven Maßnahmen Einfluss zu nehmen.
In diesem Sinne:
Fröhlichen Frühjahrsputz wünscht
Mirabai