Donnerstag, 24. Januar 2013

Pradosham: Karma auflösen am 13. Mondtag

Heute ist der 13. Tag des zunehmenden Mondes und damit ein besonderes Zeitfenster. An jedem 13. Mondtag, gleich ob in der zunehmenden oder in der abnehmenden Phase, können Karma und karmische Gedanken durch bestimmte Rituale und die Gebete zu Siva besonders effektiv aufgelöst werden.

Während der Dämmerung, in der Zeit zwischen Tag und Nacht ungefähr eine bis eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang gesungene Mantras zum Auflösen des Karmas gelten dann als besonders wirkungsvoll. Natürlich kann die Dämmerung täglich für Pradosham, was wörtlich die Auflösung von Sünden bedeutet, genutzt werden. Das ist sicherlich eine gute Idee für all jene, die das Gefühl haben, festzustecken und die es leid sind, sich in ausgetretenen Lebensbahnen zu bewegen; alles Zeichen dafür, daß das Karma einen Menschen fest im Schraubstock-Griff hat. An einem 13. Mondtag sind die Energien jedoch besonders stark, und sollte der 13. Mondtag noch auf einen Samstag oder einen Montag fallen, sind die Zeiten am günstigsten.

Bei mir im Nürnberger Umland geht heute die Sonne um 16:51 Uhr unter, und ich werde die Dämmerung nutzen, um 108 mal das Mantra „Thiru Neela Kantam“ zu rezitieren und dabei ein blaues Licht auf meinem Halschakra visualisieren.
Neela Kantam ist übrigens einer der 108 Namen Sivas, der auf den blauen Fleck auf seinem Hals hinweist, dem Zeichen dafür, dass Siva das Gift der Welt getrunken hatte, und ihn seine Gemahlin Parvati rettete, indem sie seinen fest Hals zudrückte.

Wer mehr wissen möchte, kann über das Pradosham-Zeitfenster und zum Thiru Neela Kantam – Mantra bei Astroved (www.Astroved.com) oder Sivababa unter http://www.pillaicenter.com/teachings/13th_moon/ nachlesen, bei youtube finden sich auch Videos zur korrekten Aussprache.





Montag, 21. Januar 2013

Karma (dritter Teil)

In diesem Teil werde ich die Techniken zumindest anreißen, die mir geholfen haben, mein zu schleppendes Päckchen zu verkleinern. Details kommen dann in einzelnen Kapiteln.
Was ich schreiben werde, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ist wissenschaftlich garantiert fragwürdig und statistisch gesehen ohne jede Aussagekraft, weil ich allein kein Studienkollektiv stellen kann... ;o) Dieser Blog geht also bestenfalls als Sammlung meiner Hausrezepte durch!

Vorneweg: Burn-out und Depressionen bis hin zu Suizidgedanken sind mir gut bekannt. Auf medikamentöse Behandlung, z.B. mit Antidepressiva, habe ich völlig verzichtet, denn im Hinterstübchen meines Hirns war mir klar, daß mein ganzes Elend im Grunde kein Zufall war, sondern schlichtweg hausgemacht. Wie es so schön heißt: Es gibt kein richtiges Leben im falschen, und wenn ich ehrlich zu mir selber war, wusste ich, daß das Leben, das ich führte, der Grund für mein Kranksein war. Der Grund dafür, daß ich kaum noch aufstehen konnte, daß ich schlecht schlief, daß ich ständig Horrorgefühle im Bauch hatte, daß sich mein Körper zerschlagen wie eine einzige Wunde anfühlte und ich körperlich Schmerzen hatte, und dafür, daß sich die entsetzlichsten Gedankenkarusselle in meinem Kopf drehten. Ich wollte mich nicht mit Tabletten betäuben, nur um das Elend nicht mehr spüren zu müssen, und um weiter in meinem schrecklichen Hamsterrad zu funktionieren. Ich wollte wirklich ein besseres Leben für mich, ich wollte, daß es mir wieder gut ginge und daß die Sonne auch für mich wieder scheinen würde.
Insofern möchte ich meine Erfahrungen keinesfalls als Patentrezepte verstanden wissen, jemand anders braucht vielleicht wirklich zumindest gelegentlich Medikamente, um die tiefen Täler durchzustehen. Allerdings glaubte ich zunächst noch an Wundertechniken, die mir helfen sollten, mein Leben im Prinzip irgendwie doch ohne große, umwälzende Aufräumarbeiten weiter zu führen, mit nur kleineren Korrekturen hier und da. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß!

Was war damals mein Leben? Alleinerziehende Mutter, also generell stark belastet, ein stressiger Vollzeitjob im Außendienst, der mir nicht das geringste an Befriedigung gab und nur dazu da war, die Kohle für die Miete reinzuholen, und zeitweise noch eine Beziehung mit einem Mann, der im Grunde ein besitzergreifender Stalker war, der mich in jeder Minute belagerte und den ich letztendlich nur mit Hilfe der Polizei los wurde. Genug also, um sagen zu können, daß es nicht rosig war bei mir! Und wenn Sie nach meiner Kindheit fragen, wie das ja Psychologen immer tun, dann sage ich, daß mich keiner geschlagen hat und ich genug zu essen hatte und ein Dach über dem Kopf. Das ist vergleichsweise nicht ganz wenig, aber das sind eben auch nur die absoluten Basics. Glück ist was anderes.
Zusammengefasst: Ich hatte einiges aufzuräumen!

Was hat mir wenig geholfen? Gesprächspsychotherapie. Ich bin selber ein verkopfter Mensch, der vom hundertsten zum tausendsten kommt und denkt und theoretisiert und philosophiert. Sollte der Intellekt bei psychischen Problemen wirklich eine transformierende Wirkung haben, wäre ich die gesündeste Frau der Welt gewesen! Im übrigen glaube ich, daß der Verstand die Sprache der Seele nicht wirklich versteht, weder ihre Mystik, ihre Bilder, noch die Sehnsüchte. Der Verstand ist ein Buchhalter, vielleicht auch ein Ingenieur, aber die wilde, sanfte, unlogische, irrationale, liebevolle, sehnsüchtige, weise Seele will nicht beschnitten, klassifiziert, organisiert oder verwaltet werden. Sie will nicht nützlich sein, nicht vernünftig, nicht effektiv, nicht brav und nicht anständig, und sie will auch nicht erklären.
Sie ist, wie sie ist, und wenn man ein Leben gegen sie führt, wird man das früher oder später spüren.

Also, so wissenschaftlich und anerkannt Gesprächspsychotherapie auch sein mag, für mich war das nichts. Zum Aufspüren der Untiefen, der ureigene Themen, der unbewussten Programme eignet sich aber Kunsttherapie ganz wunderbar! Denn hier redet die Seele in ihrer Sprache, und ein guter Therapeut wird sie verstehen. Malen und gestalten kann wie Ostereiersuchen sein, man stößt auf seine Schatten, auf sein Karma. Und das ist nur der erste Schritt, danach folgt noch mehr Arbeit.

Nun habe ich ja im zweiten Teil dieses Kapitels schon ausgeführt, daß Karma meiner Meinung nach einer Programmierung gleicht. Wir bewegen uns nach einer unbewussten, unsichtbaren Choreographie in ausgetretenen Pfaden, umgeben von Mauern, und diese Mechanismen lassen es schwer oder fast unmöglich werden, auszubrechen. Das ist auch der Grund, warum nicht immer, aber oft, eine Änderung der Lebensumstände oder Autosuggestionen nicht funktionieren – im Unbewussten ist ein Saboteur verborgen. Und diesen Saboteur, das unbewusste Programm, müssen wir löschen und meist mit etwas schönerem, besserem, mit etwas gesünderem überschreiben.
Es nützt nichts, das Programm nur zu kennen. Selbst wenn Sie den Namen des Übeltäters wissen, seine Eigenschaften, die Speicherkapazität und viele weitere Details, nützt das unter Umständen nur wenig, wenn das Ding einfach läuft und bei jedem Neustart wieder mit hochfährt. Ich sage „unter Umständen“ und „nur wenig“, denn es gibt Menschen mit einem sehr starken Willen, die stark und präsent genug sind, um ein Programm zu überwinden. Alle anderen sollten lieber nicht die Ausdrucke ihres Lebensprogramms im Alltag mit Tipp-Ex übermalen, sondern mit der Deinstallation des Schadprogramms anfangen. Und dann was besseres aufspielen!

Wie kann man Programme auf energetischer Ebene löschen und überschreiben?
Ich weiß ein paar Techniken, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe, und die wirklich an der Wurzel ansetzen.
Kurz und knapp:
Schamanische Arbeit. Pilgern zu Kraftorten. Homöopathie. Arbeit mit Mantra. Vedische Astrologie. Ortswechsel und Feng Shui.

Freitag, 18. Januar 2013

Karma (zweiter Teil)

Also, die Frage am Ende des ersten Teils lautete: Wie isses nu – gibt’s ein Karma, das uns ereilt, und dem wir mehr oder weniger hilflos ausgeliefert sind, als Ergebnis oder Sühne früherer Leben, oder haben wir wirkliche Macht über unser Leben durch unsere Gedanken, deren Qualität sich dann in unserer erlebten Wirklichkeit widerspiegelt?

Meine höchstpersönliche Idee, die sich im Laufe meines bisherigen Lebens, meiner Erfahrungen und der Lehren, die ich empfangen habe, herauskristallisiert hat ist – beides stimmt!

Jawohl, beides stimmt. Zumindest meiner Meinung nach.
Denn im Laufe eines Lebens, und zwar mindestens des einen, das wir bisher durchlebt haben, vielleicht aber auch vieler früherer, haben wir zahllose Erfahrungen gemacht und Entscheidungen getroffen, sind endlose Verpflichtungen und Bindungen eingegangen, haben Versprechen und Verträge wieder gelöst oder gebrochen, haben die Wahrheit gelebt oder gelogen, haben uns gefreut, waren traurig, wütend, hoffnungslos, fühlten uns stark und schuldig... Und all das hat seine Konsequenzen, denn die Seele erinnert sich, und auf der energetischen Ebene sind all unsere Erfahrungen und Entscheidungen gespeichert, dort sind Spuren hinterlassen.

Denken wir beispielsweise dabei an die vielen Ehen, die geschieden werden. Ich will das übrigens nicht verurteilen! Keinesfalls! Es geht mir hier nur um die Idee, wie es die Seele sieht – ist ein geschiedener Mensch jemals wieder richtig frei, oder bleibt die Bindung zum ersten Partner, das gegebene Versprechen, auf energetischer Ebene ganz subtil und einschränkend bestehen?
Wie sieht die Seele dies aus der Perspektive der Zeitlosigkeit?
Wie ist es, wenn wir jemanden belügen oder gar betrügen? Ich glaube, niemand tut das wirklich gerne und aus freien Stücken, sondern wir tun es, weil wir uns einen gewissen Vorteil davon versprechen, wie auch immer dieser aussehen mag. Wenn wir mit einer Lüge oder einem Vertrauensbruch jemandem schaden, wird die Seele das wissen und leiden – mindestens unbewusst, und auch dann, wenn unser Hirn engagiert daran arbeitet, uns von den Schuldgefühlen zu befreien und Ausreden zu finden. Und gar nicht zu reden von schlimmeren Verletzungen, die wir anderen zugefügt haben, mag die Situation auch noch so schwer und kompliziert gewesen sein.

Ich bin sicher, die Seele ist unbestechlich, und sie weiß. Auf dieser Ebene gibt es keine Ausreden, keine intellektuellen Haarspaltereien, es zählen auch nicht menschliche Gesetze und Verordnungen, sondern reines tiefes Wissen um Richtig und Falsch aus dem Blickwinkel höherer Weisheit und Liebe.

Meiner ganz persönlichen Meinung nach entstehen also aus der Diskrepanz dessen, was die Seele sieht und weiß und dem, was wir im Alltag, oft halb unbewusst, tun, für uns wirklich unerwünschte Resultate. Wir leben mit unbewusstem schlechten Gewissen, mit fortbestehenden uralten Bindungen, mit eingegangenen Verträgen, mit Versprechen und Schwüren, mit unwiderruflich gezogenen Schlußstrichen – und sind gefangen. Wir können nicht mehr frei sein und es sind eben nicht mehr alle Wege offen. Die alten Bindungen und Erfahrungen werden zu Fesseln, sie zwingen uns ausgetretene Wege auf, die uns im Kreis herum führen; es entstehen Mauern, die die Sicht auf bessere Möglichkeiten versperren - und so sind auch letztlich unsere Gedanken nicht mehr frei. Selbst die Gedanken, im Grunde unendliche Vielfalt, alle Möglichkeiten, völlige, unbegrenzte Freiheit, laufen in Rillen wie auf einer Schallplatte.
Das glauben Sie nicht? Haben Sie mal versucht, ihre Gedanken zu beobachten? Wer träumt denn bitte wirklich völlig schrankenlos? Wer ersinnt wirklich neue Welten, neue Leben, das bisher nicht gesehene und nie gedachte? Erträumen wir nicht eher das, was der Nachbar hat, bloß noch ein bisschen besser? Und im Falle einer Depression, welche ja ein echtes Gedankengefängnis ist, geht gar nichts mehr, die Gedanken laufen wie vorprogrammiert in tiefen Furchen, in engsten Kreisen, hinter hohen Mauern, und vielleicht auch noch durch die Finsternis.
Ich frage also nochmal: Wer ist wirklich kreativ? Wer denkt wirklich frei, voller Freude im gegenwärtigen Moment verankert, unbelastet von der Vergangenheit, frei von Sorgen um die Zukunft?

Und genau das ist Karma, es ist dieses Gefangensein selbst unserer schöpferischen Gedanken. Karma ist nichts, was uns zustößt – es ist etwas, das wir auf einer tiefen Ebene akzeptiert haben, und etwas, das für uns Sinn macht. Es ist auf subtiler, feiner, energetischer Ebene die Summe all dessen, was wir getan und entschieden haben, plus der Versuch, manche Sachen wieder ins Lot zu bringen. Es ist Ehrlichkeit pur. Weil unsere Seele unbestechlich ist, sich erinnert und weiß und in der Zeitlosigkeit existiert.

Ich persönlich glaube auch, daß im Bezug auf Karma auch die Planetenkräfte ins Spiel kommen, welche uns zum Zeitpunkt unserer Geburt schon auf eine bestimmte Bahn lenken, und die uns immer wieder mit unseren Themen konfrontieren und uns erinnern, damit wir die Fesseln lösen können. Und ich glaube, daß es unendliche Klugheit, Erfahrung und auch Weisheit erfordert, die Sprache der Sterne wirklich entziffern zu können. Meinen Respekt all jenen, die das beherrschen! Ja, und auch meinen Dank an allen, die mir bisher geholfen haben, in den Sternen zu lesen und mir zu helfen, die ausgetretenen Pfade hinter mir zu lassen. Noch nicht alle – aber schon einige!

Und so kommen wir demnächst zum dritten Teil des Kapitels, in dem ich erzählen werde, was mir geholfen hat, einen Teil meines Karmas aufzulösen. Weil ich es einfach leid war, die uralten Lasten weiter zu schleppen, mich noch länger in Kreisen zu bewegen, und weil ich schrecklich müde war.

Also, bis dann!
Mirabai

Mittwoch, 16. Januar 2013

Aktuelles - Petition "Abschaffung der GEZ"

Wer ärgert sich nicht über die ab 2013 geltende Haushaltsabgabe, auch "Demokratieabgabe" des neuen "Beitragsservice" genannt (bestes Orwell´sches Neusprech, btw!), für nie gesehene oder bestellte Propagandaformate, Verblödungsserien oder Volksmusiksendungen?

Hat jemand Lust, mit seiner sauer verdienten Kohle die Millionen für Jauch, Gottschalk und Konsorten heranzuschaffen? Möchte jemand ausrangierten Politikern, deren Anhang inklusive Wasserträgern ein überaus komfortabels Leben finanzieren? Und hat jemand Lust auf neue Steuern, auch wenn Sie im vorteilhaften Gewande einer "Gebühr" daherkommen?

Ich verweise all jene, denen auch bald mal der Kragen platzt, auf eine Seite Partei der Vernunft (PDV), die eine Petition gegen die Zumutung GEZ organisiert hat. Bitte unterschreibt alle, damit endlich mal klar wird in diesem Lande, daß sich die Bürger zwar viel gefallen lassen und überaus geduldig sind, daß aber doch irgendwann man das Fässchen voll ist.
http://www.parteidervernunft.de/gez

Bei der Gelegenheit könnt Ihr euch ja auch mal die interessanten Ideen dieser (noch) Kleinstpartei angucken, die von den Medien übersehen und totgeschwiegen wird. Es ist ja schließlich bald Wahl!

Schöne Grüße vonne Mirabai

Achtung! Wer unterschrieben hat, kriegt noch eine mail mit Bestätigungslink, ohne den die Sache nicht funktioniert und die Unterschrift nicht gezählt werden kann.
Diese mail landet gerne im SPAM-Fach, bitte kontrollieren!

Karma (erster Teil)

Wir Westler verwenden den Begriff „Karma“ gerne synonym für bemerkenswerte Zufälle - „schlechtes Karma“ heißt dann salopp gesprochen soviel wie „Pecht gehabt“. Gutes Karma gibt’s auch, das ist dann entsprechend „Glück gehabt“.
Und dieser bemerkenswerte Zufall Karma kann sogar so groß sein, daß er unser ganzes Leben einschließt!

Ansonsten schwingt in dem Begriff Karma sicherlich auch der Schuldbegriff mit. Hat jemand Schuld auf sich geladen, wird er dafür die Strafe erhalten, im Sinne einer ausgleichenden Gerechtigkeit und verbunden mit einem strafenden Gott(vater). Schuldgefühle sind in unserer christlich geprägten Kultur weit verbreitet. Oder sind sie sogar allgegenwärtig? Diffus und unhinterfragt lauern sie tief im Unbewussten vergraben und zeigen sich vielleicht nur als negative Erwartungshaltungen, als Ängste und Sorgen. Viele Menschen meinen, sie hätten mit den Kirchen nichts am Hut, und wären insofern frei von der Idee der Erbsünde, aber sie vergessen dabei, wie tief die Kirche über Jahrtausende und Generationen hinweg unser Denken, Fühlen und die ganze Gesellschaft prägen konnte. So tief, daß wir die Wurzeln unserer Schwäche in den kirchlichen Lehren gar nicht mehr wahrnehmen.

Karma steht auch im Zusammenhang mit dem Gedanken der Wiedergeburt und muss deshalb irgendwie mit unserer christlichen Denkweise kollidieren, wonach die Seele am Ende des Lebens entweder zum Himmel aufsteigt oder aber in der Hölle brät.
Verlassen wir uns in diesem Spiel dann auf Christus, der für uns am Kreuz gestorben ist, und wir als die Getauften haben einen Premiumplatz im Himmel sicher? Gilt das auch unabhängig davon, wie wir uns zu Lebzeiten aufgeführt haben? Oder ist es vielleicht doch so – einmal schwach gewesen, den einzigen Schuß versiebt, und dann ab ins ewige Fegefeuer?
Mir fällt gerade jetzt, wo ich meine Gedanken für dieses Kapitel sortiere, auf, daß sich über die Lebenszeit des Universums dann ganz schöne Mengen Seelen im Himmel und auch in der Hölle ansammeln. Und jeden Tag werden es mehr! Gerade in der Hölle! Da muss ordentlich Betrieb sein!

Wird aber der Gedanke der Wiedergeburt akzeptiert, bedeutet Karma dann nur den einfachen Mechanismus, daß der Sünder im Ausgleich für alle seine schlechten Taten im nächsten Leben bezahlen muss, indem er sie am eigenen Leib erfährt? Auge um Auge, Zahn um Zahn?
Ist Karma demnach gleichbedeutend mit einem unentrinnbaren Schicksal, dem der Mensch hilflos ausgeliefert ist?
Ob wir uns bemühen oder nicht – es liegt dann zunächst nicht in unserer Hand. Wir dürfen uns demnach nur gedulden, nur erdulden, um auf diese Weise die selber eingebrockte Suppe irgendwann ausgelöffelt zu haben, und um uns von diesem Punkt aus wieder hochzuarbeiten.
Und gilt entsprechend, daß eine Seele für erlittenes Leid, Buße und gute Taten im nächsten Leben belohnt wird? Vielleicht mit viel Geld und schöne Frauen?

Aber wie passen diese ganzen fatalistischen Vorstellungen und Konzepte eigentlich zu den Sprüchen der Heere von Esoterikern, New-Age-Gurus, Trainern, Berufs-Motivierern, Gute-Laune-Verbreitern, welche Ihnen sagen, daß alles ganz allein an Ihnen, an Ihren Entscheidungen, an Ihren Gedanken, in Ihren Händen liegt?
Haben Sie vielleicht sogar so einen Chef, der Sie so zu Höchstleistungen antreiben will?
„Siegen beginnt im Kopf!“ „Gestalten Sie sich das Leben, daß Sie sich wünschen!“ „Denken Sie nach und werden Sie reich!“ „Die Gedanken bestimmen Ihre Welt!“ „Alles ist möglich!“ „Grenzen gibt es nur im Kopf!“ „Bestellen Sie es sich einfach!“
HURRAAA!!!

Also - wenn mein Leben jetzt irgendwie nicht so doll läuft – bin ich dann einfach nur zu dumm oder zu faul, ordentlich zu denken und richtig zu entscheiden??

Fatalismus versus grenzenlose Gestaltungsmacht? Irgendwelche Schattierungen dazwischen?
Wie isses denn nu eigentlich??

Ich möchte im zweiten Teil dieses Kapitels einmal meine Gedanken zum Karma-Konzept darlegen.
Was sich über Jahre hinweg aus vielerlei Literatur, Lehren, esoterischem Wissen, Forschung, Nachdenken und eigener Erfahrung dabei für mich herauskristallisiert hat, was für mich Sinn macht, was bei mir etwas zum Klingen bringt und was ich akzeptieren kann. Und dazu werde ich über ein paar Techniken und Lösungsansätze schreiben, die ich selber probiert habe, um aus dem Affenkäfig rauszukommen, plus meine Erfahrungen dabei erzählen. Alles ohne Gewähr, Anspruch auf Vollständigkeit, Anspruch auf Gültigkeit. Nur so zum teilen... ;o)

Also, bis demnächst, Fortsetzung folgt!
Die Mirabai war´s!

Montag, 14. Januar 2013

Girivalam

Der Girivalam ist die rituelle Umrundung des heiligen Berges Arunachala im Uhrzeigersinn (Giri = Hügel, Valam = Umrundung); Giripradakshina hat dieselbe Bedeutung.

Im Jahr 2011 sind über 8 Millionen Besucher nach Tiruvannamalai gekommen, davon waren sicherlich die meisten Pilger welche sich aufmachten, die knapp 14 km lange Strecke zu gehen - oder auch zu fahren. Auch die Fußkranken und die Gebrechlichen müssen nicht verzweifeln, der Girivalam ist auch mit dem Auto, Taxi, Bus, Riksha oder Fahrrad erlaubt!
Besonders zu Vollmond strömen die Gläubigen in die Stadt, und natürlich zu Deepam im Tamil-Monat Karttigai (nach unserem Kalender ein Tag Ende November / Anfang Dezember).
An diesem größten aller religiösen Festivals im Ort steht der Mond in Konjunktion mit dem Sternenhaufen der Plejaden, riesige Ghee-Feuer werden dann auf dem Berggipfel entzündet und Tiruvannamalai wird von Wallfahrern regelrecht überrannt. Die Stadt mit gut über 100 000 Einwohnern verzeichnet ungefähr die zehnfache Anzahl Besucher.
Sollten Sie also zum Arunachala reisen wollen, verspüren auch Sie einen Ruf – Deepam ist sicher wunderschön, aber vielleicht ist es für Europäer doch besser, sich zunächst zu einer weniger belebten Zeit auf den Weg zu machen.

Es gibt einen inneren Weg durch die Felder und einen entlang der Straße, wobei die Straße außerhalb von Tiruvannamalai allerdings recht ruhig ist. Man kann diesen Weg also unbesorgt gehen.
Um den Berg herum sind acht physische Siva Lingams angeordnet, die zum Darshan besucht werden können, aber es heißt, daß auch es sehr, sehr viele subtile, energetische Siva Lingams unter und entlang der Strecke gibt, welche ihre feinen Energien verströmen.
Die Pilger sollten zum Girivalam saubere Kleider tragen und in meditativer Stimmung sein. Man darf auf dem Weg alle Arten von Wundern erwarten, und man soll ein großzügiges Herz haben – der Bettler am Wegrand könnte eine Inkarnation eines Verwandten sein, oder vielleicht sogar ein verkleideter Gott! Nehmen Sie also viel kleines Geld zum Spenden mit, Sie werden es brauchen, ich kam am ersten Tag praktisch pleite ins Hotel zurück. Sogar meine Kekse für unterwegs haben sich die Kinder geholt.
Es macht auch einen Unterschied, an welchem Wochentag man den heiligen Berg umrundet, jeder Tag steht für eine bestimmte Qualität des Girivalam 

Es gibt sicherlich noch eine Reihe weiterer Vorschriften für die Pilger, und ich habe im Hotel auch gefragt, ob ich wohl in den Tempel gehen müsse, oder bestimmte Rituale durchführen, aber der nette Rezeptionist hat nur gelächelt und den Kopf geschüttelt. „For tourists – not necessary!“
Gut, ich habe das dann als eine Art Absolution für Nicht-Hindus genommen.
Ich war einfach dort in Tiruvannamalai und bin gelaufen, ganz nahe bei meinem Apu, und ich hatte das feste Vertrauen, daß das mehr als genug war, und ich bin ganz sicher, daß ich einen großen Segen empfangen habe. Es heißt, daß das Feuerelement des Hügels auch das schlimmste Karma zu verbrennen vermag, und daß Siva denen, die ihn dort besuchen, alle Wünsche erfüllt.
Und auch, daß es schon eine große Menge gutes Karma erfordert, damit ein Mensch überhaupt an diesen Ort gelangt. Oder ein Bild des Arunachala sieht. Oder überhaupt nur an den Berg denkt!

Ich bin den Girivalam an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gelaufen – einmal für mich, und einmal für meine Tochter. Am zweiten Tag bin ich schon mit Blasen an den Füßen gestartet, aber jede Mutter kann sich sicher vorstellen, daß solche Kleinigkeiten kaum eine Rolle spielen, wenn es um das Wohl des Kindes geht, auch wenn es das weniger greifbare spirituelle Wohl ist.
Zum Glück habe ich aber an diesem Tag in der Frühe noch die wunderbare Toby, eine alleine reisende Psychotherapeutin aus Kalifornien, kennengelernt. Wir sind zusammen gelaufen, haben geredet und erzählt wie das nur unter Frauen passieren kann, wenn man sich gerade kennengelernt hat und sich im nächsten Moment gleich das Herz ausschüttet wie unter besten, alten Freundinnen.
Ich habe bei ihr im Resort auch eine Pause eingelegt. Im Swimmingpool, zum abkühlen und ausruhen. Sie hat meine Füße für den restlichen Weg zu meinem Hotel mit Moleskin, einem sagenhaften Pflaster, welches es offensichtlich nur in den Staaten gibt, versorgt, denn sonst hätte ich diesen zweiten Girivalam wohl nur in der Riksha vollenden können.
Zugegeben, der zweite Girivalam für mein Kind war weniger besinnlich, aber ich vertraue darauf, daß Sivas Segen auch auf ihr liegt.

Freitag, 11. Januar 2013

Aktuelles - Gefahren im Zuge der Privatisierung unserer Wasserversorgung

Der Zugang zu sauberen Trinkwasser ist für einen jeden Menschen (über-)lebensnotwendig.
Wasser IST Leben und muss auch in Zukunft erschwinglich bleiben – für alle.
Dem stehen aber die Absichten diverser Konzerne entgegen, die sich die jetzt noch meist öffentliche Wasserversorgung Schrittchen für Schrittchen unter den Nagel reißen, um das Wasser dann möglichst gewinnbringend zu verkaufen – Gewinne natürlich nur für wenige.

Diesbezüglich Erfahrungen wurden schon in Cochabamba, Bolivien, gemacht. Das Land war pleite, brauchte Kredite, und musste deshalb im Gegenzug das Tafelsilber in Form der Wasserversorgung verscherbeln. Der Bechtel-Konzern aus den USA ist dort eingestiegen, und in Folge davon wurde Wasser regelrecht zum Luxusgut, für viele kaum mehr erschwinglich.
Sogar das Sammeln von Regenwasser wurde verboten!

In der EU schreiten die Pläne klammheimlich auch immer weiter fort, EU-Kommissar Barnier spricht dazu im ARD-Monitor.
Portugal ist übrigens auch pleite, und deshalb wird auch gefordert, die Wasserversorgung zu dort privatisieren, bzw. ist das teilweise schon passiert. Und Griechenland ist pleite!
Es ist wie bei den zehn kleinen Negerlein – wer ist der nächste unter „Refomzwang“?

Zusammenfassend noch eine ARTE-Doku über das System der Public Private Partnership PPP der Wasserversorgung und über die Situation in Frankreich. Dieser Film sollte so eigentlich nicht ausgestrahlt werden, der Veolia-Konzern wehrte sich und hat die Filmemacher verklagt:
„Water makes money“


Wer nicht will, daß die Wasserversorgung in Hände kommt, die sich mit einem Gut der absolut lebensnotwendigen Grundversorgung eine goldene Nase verdienen möchten, kann hier unterzeichnen.




Mit der Bitte, das Ganze publik zu machen und weiter zu verbreiten,

Schönes Wochenende von Mirabai


Nachtrag: Bestens zusammengefasst wird diese Thematik auch von Jens Blecker auf IKnews, hier der link:
http://www.iknews.de/2013/01/15/private-public-partnership-wenn-menschenrechte-von-eu-lobbyisten-verramscht-werden/