Freitag, 11. Januar 2013

Arunachala

Der Berg, oder vielleicht besser der Hügel? Arunachala liegt in Tamil Nadu, Südindien, und ist eine uralte Gesteinsformation, ein nur knapp 1000 m hoher erloschener Vulkankegel aus rötlichem Stein. Es ist ein sehr heiliger, sehr mystischer Ort, und es gibt Yogis, welche behaupten, der Arunachala sei der heiligste Platz im gesamten Universum, denn der Gott Siva ist hier Brahma und Vishnu in Form einer Feuersäule erschienen. Der eigentlich viel bekanntere Berg Kailash in Tibet gilt als die Wohnstatt Sivas und seiner Gefährtin Parvati, während der eher versteckte Arunachala aber Siva selber als Feuerlingam ist. Und das Element Feuer wiederum verbindet unsere dichte, physische Realität mit den höheren den Dimensionen der Engel und Götter, es durchdringt die Ebenen. Botschaften an die Götter im Rahmen einer Feuerzeremonie gelten deshalb auch als besonders wirkungsvoll.

Den Arunachala anzuschauen, am besten natürlich persönlich in und um Tiruvannamalai, ersatzweise aber auch auf Bildern, ist dasselbe wie Gott von Angesicht zu Angesicht sehen. Und die Erscheinung eines Gottes gilt als höchste Gnade, als höchster Segen, den ein Mensch überhaupt empfangen kann. Rishi Agastya sagt, daß keine spirituelle Praxis der rituellen Umrundung des Arunachala, des Girivalam, ebenbürtig ist, denn schon ein einziger Girivalam kann das Karma von zehn Millionen früheren Leben auflösen. Auch heißt es, daß Millionen von erleuchteten Siddha-Meistern die höheren Dimensionen um den Arunachala bevölkern, und daß diese Siddhas die Pilger segnen. Sicherlich liegt auch der Segen des Meisters Ramana Maharishi auf dem Ort, der als Jugendlicher zum Arunachala gerufen wurde und fast sein ganzes Leben dort verbrachte. Sein ganzes Wissen, seine ganze Weisheit verdanke er alleine dem Berg, erklärte der Meister.

Die feinen, hohen Energien der Präsenz Sivas und der Siddhas dort sollen auch der Grund dafür sein, daß viele Besucher in Tiruvannamalai nicht schlafen können – aber trotzdem kaum müde sind. Ich kann das bestätigen. Daheim eher dauermüde und geschlaucht, am Fuß des Arunachla aber mit nur wenigen Stunden Schlaf wach, ohne überdreht oder müde zu sein. Nur in der ersten Nacht in Tiruvannamalai habe ich geschlafen wie ein Kind – als ob mich eine liebevolle Präsenz hielte.
Dank an die Schamanen und Ahnenlinien der Q´eros in Peru, deren heilige Einweihungs-Zeremonien mich zu diesem Ort geführt haben!

Im Zeitalter des Internets, welches hier den Segen über die Entfernung vermittelt, verweise ich noch auf eine website, die vom Ramana Maharishi – Ashram in Tiruvannamalai betrieben wird. Eine live-webcam überträgt minütlich aktualisierte Bilder des Arunachala in alle Welt: www.arunachala-live.com

Lord Siva said: “What cannot be acquired without great pains – the true import of Vedanta (Self-Realization) – can be attained by anyone who looks at (this hill) from where it is visible, or even mentally thinks of it from afar.”                    - Arunachala Mahatmyam (Skanda Purana)






Montag, 7. Januar 2013

Aktuelles - Feng Shui Tipp für Januar (05.01. bis 03.02.2013)

Braucht jemand Rückenwind im neuen Jahr?
Wer seinem Glück ein bißchen auf die Sprünge helfen will, kann´s ja mal mit Feng Shui, der altchinesischen Kunst der Gestaltung harmonischer, glückverheißender Häuser (oder entsprechend Wohnungen) versuchen.
Hier mein Tipp vom 05.01. bis einschließlich 03.02.2013:

Einen Zimmerbrunnen im Nordbereich des Wohnzimmers oder Arbeitszimmers aufstellen und plätschern lassen! Dabei immer darauf achten, daß das Wasser sauber ist und nicht veralgt.

Der Nordbereich wird folgendermaßen ermittelt: Man stellt sich in die Mitte des Zimmers, nimmt einen kleinen, aber vertrauenswürdigen Kompass und peilt den Norden an, das ist der Kompassbereich von 337,5° bis 22,5°. In diesem Bereich (sieht aus wie ein Tortenstück) wird der Brunnen aufgestellt.

Achtung: Entsprechend der Methode, die ich hier für die Ermittlung eines guten Platzes verwende, muss der Brunnen monatsweise seinen Platz wechseln. Der Brunnen wandert also durch die verschiedenen Himmelsrichtungen. Wem das zu aufwendig ist, d.h., wer den Brunnen lieber irgendwo auf Dauer platzieren möchte, muss eine andere Methode anwenden.
Für maximalen Erfolg also überlegen, ob Ihr bereit seid, Standortwechsel vorzunehmen, und erst dann loslegen und mitmachen!

Viel Erfolg!

Sonntag, 6. Januar 2013

Tiruvannamalai


Von Chennai nach Tiruvannamalai sind´s so um die 150 km Wegstrecke. Es fahren wohl auch ziemlich komfortable Nachtbusse auf der Strecke, aber weil die Entfernung für eine Nachtfahrt doch zu gering war und weil ich auf mehrfaches Nachfragen nach einer Busverbindung im Hotel immer direkt auf Koyambedu, Channais großen Busbahnhof, verwiesen worden bin, hab ich es dann einfach genommen, wie´s kam. Ich hab hab mich in einen der wirklich uralten Busse ohne Türen gesetzt und mich auf die Fünfstundenfahrt nach Tiruvannamalai gemacht, mit dabei meinen großen Trolley. Mit jenseits der 40 Jahre verspürte ich einfach keine Lust mehr, mir als Rucksacktouristin einen abzuschleppen und nur zerknitterte Kleider zu tragen. Man wird offensichtlich anspruchsvoll (oder zickig?) im Lauf der Zeit!

Und warum braucht der Bus für eine doch relativ geringe Entfernung einen guten halben Tag?
Es liegt überhaupt nicht daran, daß an jedem Gartenzaun angehalten wird. Es liegt an den Straßen. Die Straßen mit den tiefen Schlaglöchern und großen Beulen, welche dauernd umfahren werden müssen, erlauben einfach kein schnelleres Vorwärtskommen. In Indien ist eigentlich Linksverkehr, aber generell ist es außerhalb der Städte und weg von den großen autobahnähnlichen Straßen so, daß jeder auf der Seite fährt, wo die Strecke gerade am besten ist. Die Reihenfolge, oder vielleicht auch die Rangfolge?, der Fahrer hat wohl etwas mit PS-Stärke und Fahrzeuggröße zu tun, und ansonsten läuft die Kommunikation über die Hupe.

Mir ist auch aufgefallen, daß manchmal ein ungefähr Parkbucht-großes Stück der Landstraße einfach abgesperrt wurde, weil Bauern dort ihre Gewürze getrocknet haben. Man nimmt es dort mit Geduld, aber stellen Sie sich mal unsere Polizei vor, und auch die anderen Verkehrsteilnehmer, wenn ich mal eben rausfahren würde und mir dort ein Stückchen von der Bundesstraße abgrenze, weil´s auf dem Teer so schön trocken und heiß ist und meine Ware da besser dörrt als daheim im Hof auf der Erde. Da fehlen uns einfach die Worte! Dinge wie diese liegen einfach außerhalb unserer Vorstellungen. Oder wenn mitten auf der Autobahn mal eben das Fahrzeug geparkt wird und Leute pinkeln gehen. Raststätten gibt’s ja nicht, also tut man das naheliegende.

Ich erzähle das alles nicht, weil ich mich westlich überlegen und zivilisiert fühle, sondern weil ich einfach die völlig anderen Denk- und Verhaltensweisen zeigen möchte. Ich habe es mit Staunen genossen. Es hat mir auf eine gewisse Art das Hirn durchlüftet, weil viele Dinge, die im europäischen Denksystem einfach unmöglich sind, dort ganz alltäglich und normal erscheinen. Das sich-einlassen auf das Land hatte insofern etwas von Brainstorming und davon, Denkblockaden einfach wegzuwischen. Viele Dinge sind in Indien unglaublich einfach, während andere Sachen, gerade wenn die betonköpfige Bürokratie ins Spiel kommt, wohl entsetzlich kompliziert sind und nur als reine Tortur bezeichnet werden können. Aber zum Glück ist die Bürokratie dort meist fern!

Man fährt durch wunderschöne Landschaft und quirlige Städte auf dem Weg nach Tiruvannamalai: Um Gingee mit seiner bekannten Festung herum führt der Weg durch eine Hügellandschaft aus rotem Stein, die wirklich Lust machte, darin zu wandern. Ich hab´s mir verkniffen mit meinem Trolley dort auszusteigen!

Als die ersten Schilder Tiruvannamalai anzeigten, kamen mir die Tränen, ohne daß ich wußte warum. Ich bin nicht wirklich hellsichtig, aber da ich habe sehen können, wie ein alter, dunkler Schatten über meinem Herzzentrum weggewischt wurde. Ich habe mit mir gekämpft und gekämpft, denn die Inder wundern sich sowieso schon genug, wenn sich eine Touristin in einem Bus in diese Landstriche verirrt. Da braucht sie nicht auch noch weinen.

Irgendwann hat sich dann der Berg Arunachala in der Ferne abgezeichnet, ich hab ihn gleich erkannt. Mein Berg! Der Grund meiner ganzen Reise! Roter Fels, ein uralter erloschener Vulkan. Menschen, welche die Energien sehen können, sagen, daß er eine ganz lichte Aura um sich hat.
Tiruvannamalai ist die Stadt am Fuß des Berges, für indische Verhältnisse nicht besonders groß mit ca. 130 000 Einwohnern, ein Pilgerort, der zu Vollmondzeiten oder insbesondere zu Deepam, einem großen alljährlichen religiösen Fest zum Jahresende hin, von gläubigen Hindus regelrecht überrannt wird.

Mein Hotel dort war sooo schön, für die verwöhnte Deutsche mit modernem Bad und großem Bett ausgestattet und mit den freundlichsten und hilfsbereitesten Angestellten überhaupt. Ich denke immer noch an diese besonderen Menschen dort, die nicht nur professionell und serviceorientiert waren, sondern denen es wirklich ein Herzensanliegen war, zu helfen und den Aufenthalt dort angenehm und schön zu gestalten. Es war nicht nur ein gutes Hotel mit westlichem Standard, es war dort etwas von wirklicher Gastfreundschaft zu spüren.

Nach meiner Ankunft bin ich gleich in die Stadt, in den Tempel. In Tiruvannamalai befindet sich der Arunachaleswara-Tempel, eine der größten Tempelanlagen Südindiens, ungefähr 10 ha in der Fläche und mit vier großen Gopurams in jede Himmelsrichtung. Hier wird der Gott Siva in seiner Erscheinung als Arunachala verehrt. Ich durfte sogar zum Darshan ins Allerheiligste in den innersten Bereich, dorthin, wo der heilige Siva-Lingam steht und wo die Gläubigen alleine durch den Anblick des Symbols der Gottheit Segen empfangen.

Im Reiseführer steht, daß in Indien Touristen nie in die inneren Bereiche dürfen, und daß es keine Ausnahmen für Nicht-Hindus gibt, egal wie ärgerlich das für die weitgereisten Ausländer auch sein mag. Selbst Auslands-Inder hätten mit Schwierigkeiten zu rechnen.
Ich kann das nicht bestätigen, ich durfte überall rein.
Vielleicht haben sich ja die Vorschriften geändert? Oder vielleicht haben mich die Hindus auch als eine der ihren adoptiert!

Donnerstag, 3. Januar 2013

Palmblatt-Bibliotheken

Haben Sie schon von den faszinierenden Palmblatt-Bibiotheken Südindiens gehört?

Es heißt, daß die Rishis, die Weisen des alten Indiens, die Fähigkeit hatten, die Zeit in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu überblicken. Sie konnten sehen, wie eine Seele viele Inkarnationen durchlebte, um schließlich zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort zu kommen, um ihre dort ureigene Geschichte zu erfragen. Diese Geschichte haben die Rishis in klitzekleiner alter tamilischer Schrift in Palmblätter eingraviert, unterteilt in 13 Kapitel, von denen eines sich den Heilmitteln und Ritualen widmet, die zur Erleichterung der karmischen Lasten aus vielen Leben durchgeführt werden sollen.

Während der Kolonialzeit der Briten sind viele dieser Palmblattsammlungen verschwunden oder zerstört worden, es gab jedoch auch indische Familien, die den Wert dieser Nadi-Blätter kannten und sie aufkauften, um sie sorgfältig zu pflegen und für die Zukunft aufzubewahren. Heute können Sie deshalb zu speziell ausgebildeten Nadi-Astrologen gehen um zu sehen, ob Ihr persönliches Blatt existiert. Dies entscheidet sich anhand Ihres Daumenabdruckes und diverser Fragen, auf die Sie immer nur mit „ja“ oder „nein“ antworten müssen.

Ich hab´s probiert, ich war beim Nadi-Astrologen. An einem Tag wurde ich identifiziert, am anderen wurden mir die Kapitel vorgelesen. Dies geschieht in Form eines Gedichtes, und bei mir war ein noch Übersetzer anwesend, weil die alttamilische Sprache nicht eben zu meinen besten Fähigkeiten gehört.
Ob die Lesung und das, was über meine vergangen Leben erzählt wurde, so wirklich original und authentisch ist? Ich möchte das weder behaupten noch bestreiten. Ich bin da etwas skeptisch. Die gute Nachricht ist aber, daß der Astrologe nach der Identifizierung meines Nadis meine Geburtsdaten bekommen hat, um auch damit zu arbeiten und Heilmittel zu finden. Und in diese Arbeit habe ich wirklich Vertrauen.

So kam es also, daß ich drei Tage im Moloch Chennai geblieben bin, bleiben musste!!, während denen ich die indischen Kleidungshäuser nach passenden Salwars durchwühlt habe, mich durch indisch-vegetarische Restaurants futterte um schließlich, mit den Anweisungen für die Heilmittel in der Tasche, nach Tiruvannamalai zum Arunachala weitergereist bin.


Mittwoch, 2. Januar 2013

Astrologie

Welche Kräfte wirken auf einen Menschen zu der besonderen Zeit, wenn er seinen allerersten Atemzug nimmt? Welche Auswirkungen haben diese Kräfte für sein zukünftiges Leben, in welche Bahnen lenken diese dann den Menschen?
Vorausgesetzt es gibt solche Kräfte, woher kommen diese, was ist deren Ursprung? Und ganz wichtig: Wenn diese Kräfte dazu führen, daß der Lebensweg eines Menschen eher einer holprigen Schlaglochpiste durch unwegsames Gelände, gespickt mit mit Abgründen und Hindernissen, gleicht, gibt es dann vielleicht doch noch irgend eine Möglichkeit, von diesem Weg auf eine ebene Bahn mit Rückenwind abzubiegen?

Die Astrologie, die subtile Schwester der Astronomie, geht davon aus, daß die zum Geburtszeitpunkt wirkenden Planetenkräfte den künftigen Lebensweg des Menschen maßgeblich beeinflussen. Wer dies für Unsinn hält, könnte sich vielleicht auch einmal Gedanken darüber machen, daß im Grunde sämtliche altertümlichen Hochkulturen den Lauf der Sterne beobachteten, daß diese zum Teil über erstaunliches astronomisches Wissen verfügten und daß das Wissen über Planetenkonstellationen selbst das (Alltags-)Leben der Menschen beeinflusste. Und der Nutzen und Einfluß dieses Wissens erschöpfte sich nicht nur darin, daß Seeleute den Polarstern als Navigationshilfe in der Nacht nutzten.

Wie können Sterne Kräfte sein, wie können sie Kräfte aussenden?
Vorausgesetzt die moderne Wissenschaft akzeptiert überhaupt die Möglichkeit von Sterneneinflüssen, setzt sie diese gerne mit subtilen Schwerkrafteffekten gleich.
Einen ganz anderen Denkansatz, oder besser, einen ganz anderen mystisch-philosophischen Hintergrund bietet die vedische Astrologie. Hier sind die Planeten machtvolle Wesenheiten mit unterschiedlichsten Charakteren, denen wiederum Planetengöttern übergeordnet sind. Und genauso wenig wie unsere Erde nicht nur ist ein Klumpen Dreck ist, der sinn- und planlos durch´s Weltall rast, sind die anderen Planeten nicht nur tote Anhäufungen von anorganischem Material und giftigen Gasen in für uns Menschen unwirtlichsten Bereichen des Sonnensystems.
Mit diesen Planetenwesen und deren Göttern kann der Mensch Frieden schließen und sie um Nachsicht bitten, das ist die tröstliche Einladung des Jyotish, der indischen Astrologie.

Ich selber habe als Klientin bisher nur zweimal Erfahrungen mit der Astrologie gemacht. Einmal bei der wunderbaren Christa Heidecke, die ich wärmstens empfehlen kann, ebenso wie ihren Blog 2012sternenlichter. Sie war es auch, die mir geraten hat, alle Eindrücke, die auf meine empfindlichen Antennen einprasseln, unbedingt und lebensnotwendigerweise (!!) kreativ auszudrücken. Sie lesen soeben meinen blog, was ja eine Möglichkeit hierfür darstellt.
Und einmal in Chennai, einer Eingebung kurz vor meiner Abreise aus Deutschland folgend. Noch von Deutschland aus vereinbarte ich einen Termin. Das besagte Astrologenteam dort bietet sowohl Nadi readings an, also Beratungen aufgrund einer Lesung der berühmten Palmblatt-Bibliotheken, als auch klassische vedische Astrologie. 
Und die gute Nachricht ist: Um den ungünstigen Einfluss eines Planeten im Geburtshoroskop zu lindern, gibt es spezielle Heilmittel. Das kann beispielsweise ein Mantra, ein Yantra oder ein bestimmter Edelstein sein. Wie ein Yoga-Meister und Jyotish-Astrologe so schön sagte: „You do not need an astrologer to tell you that your life is a mess. You need someone to tell you how to fix it!“ (Sie brauchen keinen Astrologen, der Ihnen sagt, daß Ihr Leben eine Katastrophe ist. Sie brauchen jemanden der Ihnen sagt, wie Sie das in den Griff kriegen können!)
Ja, wirklich, so jemanden konnte ich dringend brauchen. Ich brauchte eine Medizin, die mein Leben heilt.

Und zum Schluß noch für alle Skeptiker:
Jyotish wird in Indien als exakte Wissenschaft anerkannt, so wie bei uns die Physik und die Chemie auch.
Und die Planeten, einschließlich unserer Erde, besitzen ihr jeweils eigenes torusförmiges Magnetfeld. Genau so wie alle anderen Lebewesen auch.

Dienstag, 1. Januar 2013

Chennai

Chennai, das frühere Madras, ist die Hauptstadt des südöstlichsten indischen Bundesstaates Tamil Nadu und ein Moloch mit fast fünf Millionen Einwohnern. Lieben Sie z.B. Kairo, Bangkok oder andere asiatische und afrikanische Großstädte? Wunderbar! Wenn das so ist, dann besuchen Sie doch auch mal Chennai! Die sechstgrößte Stadt des Subkontinents ist hübsch an der Koromandelküste am Golf von Benagalen gelegen, und ein lokales, stetig wachsendes Wirtschaftszentrum. Diverse Fluggesellschaften fliegen teilweise mehrmals täglich von allen großen deutschen Flughäfen, inklusive stop over in Dubai sind Sie auch nur um die 13 Stunden unterwegs.

Wenn Sie es aber auch nur ein klitzekleines bißchen beschaulicher mögen, so wie ich als geborenes Landei etwa, dann sehen Sie besser zu, daß Sie Land gewinnen. Tun Sie sich das nicht an. Auch ohne Zyklonausläufer, Sturm, schweren Regen und überflutete Straßen ist Chennai anstrengend genug. Die Hotels sind verhältnismäßig teuer, die Straßen überfüllt, Kühe sind wie überall in Indien auch hier durchaus mit unterwegs, es ist heiß und staubig oder wahlweise auch feuchtheiß und staubig, an den Abgasgeruch gewöhnt man sich kaum, und bis auf ein paar ruhigere Stunden in der Nacht erwartet Sie das allgegenwärtige indische Hupkonzert.

Positiv und erlebenswert ist, hier geht es weit indischer und damit landestypischer zu als in anderen Großstädten, die sich mehr auf internationale Gäste und Bedürfnisse einstellen. Ich habe in Chennai beispielsweise weder große internationale Drogerien noch H & M oder Chanel gefunden. Chennai kauft lieber bei Pothy´s oder Kumaran ein. Das sind riesige Bekleidungshäuser, die auf mehreren Etagen dafür Sorge tragen, daß Damen, Herren und Kinder zu allen Gelegenheiten traditionell ordentlich indisch eingekleidet sind. Für Damen gibt es Saris und dreiteilige Salwar Kameez aus Hose, Bluse und Schal, sowohl fertig konfektioniert als auch beim hauseigenen Schneider in Extraanfertigung geordert. Wenn Sie sich schon einfacherweise für die „ready mades“ interessieren, rechnen Sie dennoch damit, daß im Grunde jedes Teil ein Einzelstück ist. Fragen wie „Hätten Sie das Teil hier auch eine Nummer größer?“ oder „Gibt´s das auch noch in Blau?“ sind völlig sinnlos, und nicht etwa wegen sprachlicher Probleme. Vergessen Sie´s, so läuft das nicht. Es gibt nicht wie bei uns Modefarben, must-haves und einen Schnitt in allen Größen und mehreren Farben zur Auswahl. Es gibt das, was da ist, und das ist eine ganze Menge, es gibt aber eben auch nur das.

Ich hab mich auch gleich versorgt! Hätte stundenlang wühlen können, und die Verkäufer dort sind auch die reinsten Engel an Geduld und Hilfsbereitschaft. Einen Sari kann ich leider nicht wickeln, man muss es sich ja auch nicht zu schwer machen, aber ein Salwar ist einfach eine wunderschön aufeinander abgestimmte Kombination. Sehr weiblich und schmeichelhaft auch für Figuren, die wir mit unseren strengen westlichen Augen in die B-Riege verweisen. Es ging also rasend schnell, und keiner hätt´s mehr gedacht daß ich eigentlich keine Inderin bin!! Nun ja, bis auf die Sommersprossen, die rötlichen Haare und die sehr helle Haut halt. 

Und vielleicht fragen Sie jetzt noch, ob ich nur wegen des jet lags und zwecks Akklimatisierung und Geschenke shoppen drei ganze Tage in Chennai verbracht habe. Und ich antworte Ihnen dann, nein, Kleider kaufen kann man auch anderswo. 
Der Grund war ein ganz anderer, ich hatte Termine dort.
Wo? 
Beim indischen Astrologen.


Fröhliches Neujahr 2013!

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern dieses noch sehr jungen Blogs – vor gerade mal drei Tagen erblickte er die Welt des Internets – ein wunderschönes, freudvolles und harmonisches neues Jahr 2013.
Allen, die mich lesend ein begleiten, möchte ich sagen, daß ich mich über Ihr Interesse und über Kommentare freue.

Was wird Sie auf dieser Seite noch erwarten?

Ich werde meine Geschichte erzählen, in kurzen Fragmenten, hoffentlich ohne dabei eitle Nabelschau zu betreiben. Ich schreibe, um Sie alle zu inspirieren, sich auf die Wunder und den Wahnsinn des Lebens einzulassen. Ich gebe diesbezüglich täglich mein Bestes, was ja schon schwierig genug ist! 

Ich werde auch meine Ansichten zu politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen ansprechen. Ich bin weder Journalistin noch irgendwie vom Fach, man verzeihe mir deshalb gegebenenfalls meine mangelhafte Bildung oder fehlende Informationen.
Ich versuche lediglich, das, was meine Augen zu sehen bekommen und was mein Herz fühlt, mit meinem hoffentlich gesunden Menschenverstandes zu verbinden. Das Resultat daraus können Sie dann an dieser Stelle lesen. 

Meine Postings sind insofern völlig persönlich. Als Teil der Gesellschaft, als Mutter, Bürgerin, Steuerzahlerin und Wählerin sollte jedoch auch meine Stimme ihr wenn auch kleines Gewicht haben.

Lassen Sie sich inspirieren! Prosit Neujahr 2013!

Ihre Mirabai