Der Berg, oder vielleicht besser der
Hügel? Arunachala liegt in Tamil Nadu, Südindien, und ist eine
uralte Gesteinsformation, ein nur knapp 1000 m hoher erloschener
Vulkankegel aus rötlichem Stein. Es ist ein sehr heiliger, sehr
mystischer Ort, und es gibt Yogis, welche behaupten, der Arunachala
sei der heiligste Platz im gesamten Universum, denn der Gott Siva ist
hier Brahma und Vishnu in Form einer Feuersäule erschienen. Der
eigentlich viel bekanntere Berg Kailash in Tibet gilt als die
Wohnstatt Sivas und seiner Gefährtin Parvati, während der eher
versteckte Arunachala aber Siva selber als Feuerlingam ist. Und das
Element Feuer wiederum verbindet unsere dichte, physische Realität
mit den höheren den Dimensionen der Engel und Götter, es
durchdringt die Ebenen. Botschaften an die Götter im Rahmen einer
Feuerzeremonie gelten deshalb auch als besonders wirkungsvoll.
Den Arunachala anzuschauen, am besten
natürlich persönlich in und um Tiruvannamalai, ersatzweise aber
auch auf Bildern, ist dasselbe wie Gott von Angesicht zu Angesicht
sehen. Und die Erscheinung eines Gottes gilt als höchste Gnade, als
höchster Segen, den ein Mensch überhaupt empfangen kann. Rishi
Agastya sagt, daß keine spirituelle Praxis der rituellen Umrundung
des Arunachala, des Girivalam, ebenbürtig ist, denn schon ein
einziger Girivalam kann das Karma von zehn Millionen früheren Leben
auflösen. Auch heißt es, daß Millionen von erleuchteten
Siddha-Meistern die höheren Dimensionen um den Arunachala bevölkern,
und daß diese Siddhas die Pilger segnen. Sicherlich liegt auch der
Segen des Meisters Ramana Maharishi auf dem Ort, der als Jugendlicher
zum Arunachala gerufen wurde und fast sein ganzes Leben dort
verbrachte. Sein ganzes Wissen, seine ganze Weisheit verdanke er
alleine dem Berg, erklärte der Meister.
Die feinen, hohen Energien der Präsenz
Sivas und der Siddhas dort sollen auch der Grund dafür sein, daß
viele Besucher in Tiruvannamalai nicht schlafen können – aber
trotzdem kaum müde sind. Ich kann das bestätigen. Daheim eher
dauermüde und geschlaucht, am Fuß des Arunachla aber mit nur
wenigen Stunden Schlaf wach, ohne überdreht oder müde zu sein. Nur
in der ersten Nacht in Tiruvannamalai habe ich geschlafen wie ein
Kind – als ob mich eine liebevolle Präsenz hielte.
Dank an die Schamanen und Ahnenlinien
der Q´eros in Peru, deren heilige Einweihungs-Zeremonien mich zu
diesem Ort geführt haben!
Im Zeitalter des Internets, welches
hier den Segen über die Entfernung vermittelt, verweise ich noch
auf eine website, die vom Ramana Maharishi – Ashram in
Tiruvannamalai betrieben wird. Eine live-webcam überträgt minütlich
aktualisierte Bilder des Arunachala in alle Welt:
www.arunachala-live.com