Sonntag, 5. Mai 2013

Das Kleingedruckte zur neuen EU-Saatgutverordnung

Aha! Danke, EU!
Wie kürzlich bekannt und an dieser Stelle auch berichtet wurde, sollen Kleinbauern, Gartenbetriebe und Landwirte in Zukunft nur noch anhand eines teuren Verfahrens registrierte Sämereien verwenden dürfen. Jeder kann sich also ohne viel Hirnschmalz-Einsatz ausmalen, was das sowohl für die Artenvielfalt als auch für die Preise von Obst und Gemüse bedeutet. Einziger Profiteur dieses Ungesetzes (ich weigere mich, solch ein Machwerk Gesetz zu nennen!): Großkonzerne wie Monsanto, Syngenta und Co., deren Macht im Zuge solcher Verordnungen enorm ausgebaut wird.

Als Schlupfloch für die Weitergabe von nicht registriertem Saatgut und damit als Trostpflästerchen wurden bis jetzt Ausnahmen für Privatpersonen genannt, denen der Tausch von unregistrierten Sämereien weiterhin gestattet bleiben soll.

Aber halt: Da hat man doch glatt vergessen zu deklarieren, wer, bzw. was eine Privatperson ist! Na, sowas! Kann es also sein, dass jeder, der mehr als drei Radieschen pro Dekade erntet, in Zukunft Kleinbauer ist? Und mit Verwaltungsstrafen zu rechnen hat, weil er Ableger verschenkt??


Allerseits ein schönes Wochenende,
Mirabai





















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