Lobbyist,
ick hör dir trapsen!
Zur
Zeit gäbe es so viel zu berichten und zu bloggen, ich weiß gar
nicht, wo ich anfangen soll, aber hier in diesem Fall verweise ich
einfach mal gerne auf Einar Schlereths Blog. Er nimmt sich der
skandalösen Tatsache an, dass, aufgemerkt!, in Frankreich ein
Weitergabeverbot von Informationen über Brennnesseln existiert.
Brennnesseln dürfen auch nicht angewendet, bzw. verwendet werden.
Man
reibt sich verdutzt die Augen! Die traditionell bekannte Anwendung
von Brennnesseljauche im heimischen Garten beispielsweise ist damit
im Nachbarland verboten. Die bedeutet de facto auch das Verbot
bestimmter biologisch-dynamischer Verfahrensweisen, die sonst aber
anerkannt und in ihrer Wirkung belegt sind. Die Anwendung
konventioneller, chemischer Pestizide hingegen ist erlaubt!
Die
Verwendung von Brennnesseln als Tee oder Tinktur, wie bei uns
beispielsweise in der entschlackenden Frühjahrskur – verboten.
Bücher und Dokumente oder Rezepte über Anwendungen von Brennnesseln
wurden bei einem Autoren bereits beschlagnahmt. Und das Beste – bei
Zuwiderhandlungen gegen solch sinnvolle Maßnahmen zum Schutze der
Bevölkerung vor der Brennnesselgefahr drohen Strafen bis zu 75.000
Euro.
(Ich
hab mal irgendwo gehört, dass Vergehen und Strafe im Zusammenhang
stehen sollen. Müssen die Pharma- und Agrobusiness-Lobbyisten wohl
schlimmste Schmerzen leiden, wenn ahnungslose Gärtner oder
Kräutersammler das Kraut verwenden??)
Also
– es fällt einem schwerlich noch was ein bei derartig dreister
Anbiederei an Firmen, bei dieser frechen Art, über den Kopf der
Bürger hinweg Lobbyarbeit zum Gesetz zu erklären.
Hier
lesen, mit weiterführenden links:
http://einarschlereth.blogspot.se/2013/07/frankreich-brennesseln-verboten.html
Und
wir sollten uns hier nicht zu sicher fühlen – Ja, Frankreich ist
(noch) nicht Deutschland, aber
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