Dienstag, 23. April 2013

Finger weg von der Natur! Brüssel will allen Ernstes freies Saatgut verbieten!

Man muss an sich halten, denn bei dem, was wieder aus dem Brüsseler Bürokraten-Elfenbeinturm quillt, ist akute Bluthochdruck-Gefahr gegeben.

Allen Ernstes soll laut EU-Plänen zukünftig nur noch registriertes und genehmigtes Saatgut zur Verwendung kommen, d.h., angebaut werden dürfen. Dies sieht eine Neuüberarbeitung des EU-Saatgutverkehrsrechts vor. Privater Tausch soll (zumindest zunächst) weiterhin erlaubt sein, in den Verkauf sollen aber nur noch solche Sorten gelangen, die den Brüsseler „genehmigt“-Stempel tragen. Den Bauern wird damit die Verwendung bestimmtem Saatgutes aufgezwungen. Der Möglichkeit, selbst erzeugte Saaten zu nutzen, wird konsequenterweise auch ein Riegel vorgeschoben, denn es sind bürokratische Hürden und Dokumentationspflichten vorgesehen, die diese seit ewigen Zeiten übliche Praxis erschweren, bzw. verhindern.

Welche Sorten sollen denn dann in Zukunft noch erlaubt sein? Na, logisch, die EU-registrierten von Monsanto, Syngenta and friends! Hat wer was anderes erwartet?

Folgen für die Natur: Die Sortenvielfalt wird drastisch eingeschränkt werden, denn wer kann es sich schon leisten, bei ungewissem Ausgang eine Registrierung für seltene Sorten zu beantragen?
Folgen für die Bauern: Höherer Bürokratieaufwand, teures Saatgut, Abhängigkeit von den Saatgutkonzernen.
Folgen für die Verbraucher: Hohe Preise bei keinesfalls besserer Qualität.

Die Brüsseler Gottspieler haben es sich also zum Ziel gesetzt, die Natur regulieren zu wollen. Und dazu werden dann in Zukunft auch Kontrolleure ausgeschickt werden, die mit der Lupe Karöttchen und Kartöffelchen in Bezug auf ihre genehmigte Abstammung überprüfen – was natürlich der Endverbraucher mitbezahlt.

Wenn es nicht so traurig, so abgehoben wäre, wenn es nicht von einer so unendlichen Hybris zeugen würde, man könnte fast lachen – aber auch nur fast.

Hier die Quellen:
http://homment.com/Saatgut-1
http://www.mmnews.de/index.php/politik/12757-eu-will-freies-saatgut-verbieten

Einen sonnigen Frühlingstag wünscht

Mirabai

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