Man muss an sich halten, denn bei dem, was wieder aus dem Brüsseler
Bürokraten-Elfenbeinturm quillt, ist akute Bluthochdruck-Gefahr gegeben.
Allen Ernstes soll laut EU-Plänen zukünftig nur noch registriertes
und genehmigtes Saatgut zur Verwendung kommen, d.h., angebaut werden
dürfen. Dies sieht eine Neuüberarbeitung des EU-Saatgutverkehrsrechts
vor. Privater Tausch soll (zumindest zunächst) weiterhin erlaubt sein,
in den Verkauf sollen aber nur noch solche Sorten gelangen, die den
Brüsseler „genehmigt“-Stempel tragen. Den Bauern wird damit die
Verwendung bestimmtem Saatgutes aufgezwungen. Der Möglichkeit, selbst
erzeugte Saaten zu nutzen, wird konsequenterweise auch ein Riegel
vorgeschoben, denn es sind bürokratische Hürden und
Dokumentationspflichten vorgesehen, die diese seit ewigen Zeiten übliche
Praxis erschweren, bzw. verhindern.
Welche Sorten sollen denn dann in Zukunft noch erlaubt sein? Na,
logisch, die EU-registrierten von Monsanto, Syngenta and friends! Hat
wer was anderes erwartet?
Folgen für die Natur: Die Sortenvielfalt wird drastisch
eingeschränkt werden, denn wer kann es sich schon leisten, bei
ungewissem Ausgang eine Registrierung für seltene Sorten zu beantragen?
Folgen für die Bauern: Höherer Bürokratieaufwand, teures Saatgut, Abhängigkeit von den Saatgutkonzernen.
Folgen für die Verbraucher: Hohe Preise bei keinesfalls besserer Qualität.
Die Brüsseler Gottspieler haben es sich also zum Ziel gesetzt, die
Natur regulieren zu wollen. Und dazu werden dann in Zukunft auch
Kontrolleure ausgeschickt werden, die mit der Lupe Karöttchen und
Kartöffelchen in Bezug auf ihre genehmigte Abstammung überprüfen – was
natürlich der Endverbraucher mitbezahlt.
Wenn es nicht so traurig, so abgehoben wäre, wenn es nicht von einer
so unendlichen Hybris zeugen würde, man könnte fast lachen – aber auch
nur fast.
Hier die Quellen:
http://homment.com/Saatgut-1
http://www.mmnews.de/index.php/politik/12757-eu-will-freies-saatgut-verbieten
Einen sonnigen Frühlingstag wünscht
Mirabai
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