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Samstag, 4. Mai 2013

Vergesst die Grüne Gentechnik – die genmanipulierten Insekten sind los!

Auch wenn es sich vielleicht zunächst so anhört, so ist die Überschrift zu diesem Artikel leider kein Witz. Während die gesundheits- und verantwortungsbewussten Bürger dieser Welt noch wie David gegen Goliath gegen Gen-Mais und neue EU-Saatgutverordnungen kämpfen, sind einige Firmen schon etliche Schritte weiter.

Heuer werden über die 80 000 Einwohner der brasilianischen Stadt Jacobina Millionen von genmanipulierten Insekten herfallen. Diese Insekten sind alle männlich und derart erbgutverändert, daß sie mit wild lebenden Weibchen keine lebensfähigen Nachkommen zeugen können. Die Larven sterben schon in einem frühen Entwicklungsstadium ab, was zur Folge hat, daß die örtliche Population der Moskitos drastisch zurück geht.
Positiver Effekt dieser Maßnahme: Das von Moskitos übertragene und in einigen Fällen sogar tödlich verlaufende Dengue-Fieber wird seltener.
Negative Effekte dieser Maßnahme: Weiß keiner oder verrät keiner. Die verantwortliche britische Firma Oxitec, welche derartige Versuche mit genmanipulierten Insekten auch schon in weiteren brasilianischen Dörfern, in Malaysia und auf den Kayman-Inseln durchgeführt hat, hält sich diesbezüglich nämlich bedeckt.

Kritik an dieser Vorgehensweise erntet Oxitec beispielsweise von Seiten des Max-Planck-Institutes, welches ja keinesfalls im Verdacht steht, wissenschaftsfeindlich zu sein. Ein Evolutionsbiologe des Institus bemängelt fehlende Aufklärung und Einverständnis der lokalen Bevölkerung sowie sehr lässig abgefasste Zulassungsunterlagen. Andere europäische Organisationen weisen darauf hin, daß Oxitec eng mit dem Agrarkonzern Syngenta verbandelt ist. Und die Lobby-Power von Monsanto, Syngenta und Konsorten ist ja mittlerweile landauf, landab bekannt.

So wundert es denn auch nicht, daß Oxitec plant, Feldversuche mit genmanipulierten Insekten in Europa durchzuführen. Schließlich gibt’s hier auch jede Menge Schädlinge wie die Olivenfliege, den Baumwollkapselwurm oder die Kohlmotte beispielsweise, denen man völlig altruistisch zu Leibe rücken möchte.

Merke: Alles, was aus den Gentech-Labors zu uns geflogen kommt oder auf dem Teller landet, ist der reine Segen! Oder??


Bitte weiter verbreiten, Augen offen halten, und heiter bleiben!
Mirabai