Wir
erinnern uns: Es ist gut drei Wochen her, dass sich weltweit
Aktivisten und Demonstranten beim March against Monsanto gegen die
Marktmacht dieser Konzernkrake aussprachen und auf die Straßen
gingen.
Daraufhin
machte Monsanto einen (Schein-)Rückzieher und gab beleidigt bekannt,
sein Gentech-Engagement in Europa zurückfahren zu wollen. Die
Trauben waren offensichtlich zunächst mal zu sauer, oder zumindest
wurde das wohlfeil behauptet.
Und
jetzt lesen meine Augen dies: Semini, ein Monsanto-Ableger, sichert
sich vom Europäischen Patentamt die Rechte an einer konventionellen
Brokkoli-Sorte. Grund: Dieser Brokkoli wächst schön hoch und lässt
sich gut maschinell ernten (vielleicht lässt sich ja auch eine Sorte
finden, die gleich von sich aus in die Tiefkühlbeutel springt, das
wäre dann selbstredend noch besser!)
Um
es zusammen zu fassen:
- Trotz der Proteste des Bundestages und des Europäischen Parlamentes erteilt das Europäische Patentamt weiter Rechte an konventionellen Züchtungen. Erster Skandal.
- Trotz weltweiter Bürgerproteste verfolgt Monsanto energisch weiter seine Strategie, sich die Nahrungsmittelversorgung der Menschheit über Patentrechte unter die Nägel zu reißen. Zweiter Skandal.
- Trotz der wohlklingenden Ankündigung, sich zukünftig aus Europa raushalten zu wollen kommt Monsanto über die Hintertüre wieder zurück und zeigt so sein wahres Gesicht der Öffentlichkeitstäuschung. Dritter Skandal.
Hier
die (Brokkoli-)Quelle:
http://www.genfoodneindanke.de/wp/2013/06/monsanto-tochter-lasst-sich-brokkoli-patentieren/
Schönen
Abend wünscht
Mirabai