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Freitag, 21. Juni 2013

Verraten und verkauft...

...ist der Steuerzahler, jetzt, in der Zukunft und neuerdings auch rückwirkend für die Vergangenheit.

Man fragt sich, wo es sowas gibt?
Na, in Michelland, wo der Finanzminister kalt grinsend einen weiteren Vorstoß macht, das Land in Europa aufgehen zu lassen.

Hat er uns Wahldeppen gefragt, ob wir das so wollen? Nö, ist ihm egal. Seinen Kumpels in Brüssel und in den Bankzentralen auch.

Hat irgend einer mal geguckt, ob das alles rechtens ist? Nö, auch das ist nicht wichtig. Hauptsache, der Rubel rollt weiter im Casino.

Und Stelzner denkt allen Ernstes, Schäuble ist über´n Tisch gezogen worden... Hahaaaa! Da bin ich schon weiter. Der Mann weiß, was er tut! http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/bankenunion-rettungspolitik-a-la-tina-12239364.html

Das neueste gesetzliche Unding also nach bail-out, bail-in, ESM erst mit Deckel und künftig aber wohl ohne, dafür gehebelt: Die rückwirkende Bankenkapitalisierung. Natürlich wird alles streng geprüft blabla, ob alle Voraussetzungen vorliegen! Nur in Einzelfällen geht das sauer verdiente Geld des Steuerzahlers für die Zockereien der Vergangenheit über den Jordan.

Ja, alles klar, ich kann nur leider das Gewäsch nicht mehr hören. Ich kann diese elende, täglich schlimmer werdende soap opera nicht mehr sehen, die uns blöden malochenden Deppen vorgespielt wird. Diese Darsteller, diese Gestalten, Anzugträger ohne Gewissen und Ahnung, dafür fließend verschwurbeltes Neusprech absondernd, begabte Worthülsen-Zauberer aber ansonsten ohne gesunden Menschenverstand und auch ohne jeden Skrupel, mit Sorgenfalten auf der Stirn, von Termin zu Termin hetzend, immer in Sorge „um Europa! Denn scheitert der Euro!!!“
...dann scheitert dieses elende Bürokratennest in Brüssel. Jawoll, und es ist nicht schade drum.

Es widert mich derartig an, diese miese show mit bekanntem Ausgang, dafür aber immer neuen Wendungen und Schockmomenten für den ermüdeten Zuschauer und dummdusseligen Zahler... ich kann es kaum sagen.

Machen wir´s doch, wie es Ken Jebsen bei seiner Wutrede auf dem march against Monsanto vorgeschlagen hat – alle bleiben einfach mal vier Wochen lang daheim und treten eben nicht mehr das Hamsterrad. Statt dessen tun wir, was schön ist: Sich der Familie, den Freunden und Hobbies widmen, den Verblödungsfunk aus lassen und das Leben genießen. Wir bräuchten nicht mal demonstrieren, und hätten aber in kürzester Zeit eine andere Welt... Es wär so schön.

Macht euren Scheiß doch alleine, ihr Bürokraten, Politiker, Banker, Manager.

Mirabai ist müde.