Donnerstag, 27. Juni 2013

Europaabgeordnete schlagen kritischen Journalisten – so weit ist es schon

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten warten heute mit einem überaus interessanten und erhellenden Bericht aus Brüssel auf.

Ein niederländischer Journalist ist nach Brüssel gereist und wollte mal sehen, wie´s denn so mit der Anwesenheit der hochqualifizierten, hart arbeitenden Parlamentsmitglieder bei den Sitzungen aussieht. Was hat er gefunden?

Nix neues mal wieder, es ist wohl schon früher öffentlich gemacht worden, dass einige besondere Exemplare sich als anwesend anmelden, damit den Anspruch auf 300 Euro Spesenauslagen gewinnen und sich dann aber gleich wieder verabschieden. Wahrscheinlich war das Programm zu öde.

Zwei der netten Europaabgeordneten, vom Journalisten auf ihr Verhalten angesprochen, wurden gleich handgreiflich.

Man muss es gesehen haben. Zustände wie im Feudalismus! Wer´s bis jetzt nur geahnt hat, ist nun einen Schritt weiter. Diese Kaste ist so dreist-abgehoben, was da läuft ist nicht nur in Bezug auf Gesetzesvorhaben wie Gurkenkrümmungen ein Schlag ins Gesicht der Bürger. Das Benehmen zumindest einiger dieser Leute ist derartig von der untersten Rille, derartig abgefeimt, da verschlägt es einem die Sprache.

Hier der link mit Bericht und Video (ÜBRIGENS!! Eine kürzere Version des Films wurde bereits entfernt. Offensichtlich hat sich irgendwo einer doch Gedanken gemacht, ob es so klug, ist, die Steuerzahler derartig zu reizen... Am Ende treten die noch in den Steuerstreik! Nicht auszudenken, sowas....):


Wohl bekomm´s!
Die Mirabai

P.S.: Bevor wir uns jetzt mal wieder aufregen und danach rufen, diesen Leute die Pfründe zusammen zu streichen und sie dorthin zu schicken wo die Gewürze wachsen, möchte ich noch einen Punkt anbringen. Es bringt nichts, sich hinzustellen und diesen Leute die Privilegien kürzen zu wollen. Wir kriegen ein Magengeschwür vor Wut, und diese Leute nur in ihrer Hybris bestärkt. Eher schirmen sie sich noch mehr vom Pöbel ab.

Gehen wir doch mal anders vor, und bringen wir sie so richtig in Verlegenheit. Verlangen wir doch einfach mal Teilhabe! Wir wollen all das auch, was Politiker hat!
Wir arbeiten auch, vielleicht sogar im Schichtdienst, wir Schieben Überstunden. Wir haben kein Verpflegungsgeld, kein solches Reisekostenbudget, keine solchen wirklich menschen- und familienfreundlichen Arbeitszeiten. Wir arbeiten vielleicht auch nicht in so angenehmer Umgebung, sondern möglicherweise bei Wind und Wetter draußen, wir strengen uns körperlich an, wir stehen unter Termindruck... Und nicht zu vergessen, wir haben ganz andere Steuersätze.
Alles nicht schön! Da wird doch hoffentlich jeder Volksvertreter einsehen, dass wir der Gerechtigkeit halber statt einem engeren Gürtel bessere Verhältnisse brauchen!

Ich demonstriere deshalb nicht für die Abschaffung von Politiker-Privilegien, im Gegenteil, ich will mehr davon, und zwar für alle.
Wo kann ich einen Antrag stellen? Wo werden diese Jobs ausgeschrieben? Welche Qualifikation brauche ich, wo kann ich mich fortbilden? Wo muss ich meinen CV hin schicken?

Oder will mir jemand weismachen, dass so nette Sachen eben doch nicht für jeden sind? Dass die üblichen Kriterien hier nicht gelten?
Will mir jemand ins Gesicht sagen, dass es doch zweierlei Maß gibt? Wasser für die einen, und Schampus für die anderen?

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